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Tierrechtsradio
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Sendung vom 19.05.2006 11:00:

Aufgedeckt: Tierquälerei bei Fiakern in Wien

14 Fiakerstallungen in Wien wurden heimlich gefilmt, 10 davon angezeigt. Mit Aktivisten vor die Pferdekutsche gespannt wurde am 18. 5. auf diese Tierquälerei hingewiesen.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 12. – 18. MAI 2006

Tierrechtsdemos und -aktionen.
Am 11. Mai wurde vor dem Metro in Salzburg gegen die Lebendhummerhaltung im Supermarkt demonstriert.
Am 12., 13. und 18. Mai wurden vor P&C in der Mariahilferstrasse in Wien Pelz-Demos abgehalten.
Am 13. Mai gabs am Stefansplatz in Wien eine Nachtdemo mit Tierrechtsfilmen per Beamer auf der Grossleinwand.
Am 13. Mai wurde auf der Landstrasse in Linz gegen Fleisch demonstriert.
Am 18. Mai gabs auf der Uni-Rampe in Wien eine Kundgebung für Tierrechte.

Perspektiven Workshops mit Tierrechtsbezug.
Anlässlich der Perspektiven Tagung in Graz wurde am 17. Mai im Sub über feministische Tierverteidigung und am 18. Mai im Raumwerk von 14 bis 22 Uhr über die Ideologie der Tierbefreiung und die Aktivitäten der ALF diskutiert sowie Videofilme gezeigt.

4. BSE Fall in Österreich.
Der bisher vierte BSE-Fall in Österreich ist am 13. Mai bekannt geworden. Betroffen ist eine Kuh im Mühlviertel. Alle erforderlichen Untersuchungen – zwei Schnelltests und eine Überprüfung der Ergebnisse in einem Referenzlabor – waren positiv. Angeblich seien alle anderen Kühe im selben Stall, inklusive der Kinder der betroffenen Kuh, nicht an BSE erkrankt.

Tierquälerei bei Wiener Fiakern aufgedeckt – Protestaktion.
Seit Anfang 2006 waren AktivistInnen in insgesamt 14 von 32 Stallungen der Wiener Fiaker eingedrungen und hatten die Zustände gefilmt: gesetzwidrige Anbindehaltung, verletzte und überarbeitete Pferde, dunkle Kellerräume für die Tiere. Nach bis zu 14 Stunden vor den Kutschbock gespannt, müssen die Pferde unter diesen Bedingungen die restliche Zeit bewegungslos verbringen. 10 der 14 Betriebe wurden angezeigt. Um dieses Ergebnis publik zu machen zogen am 18. Mai rund 15 AktivistInnen aus Protest durch die Wiener Innenstadt. 2 der AktivistInnen waren vor eine Pferdekutsche gespannt.

Tierschutz bei tschechischer Botschaft.
Für die Haltung der über 5 Milliarden Masthühner, die jährlich in der EU getötet werden, gibt es keine EU-Mindestrichtlinie. Seit Mai 2005 wird jetzt eine ausgearbeitet, die bereits EU-Kommission und EU-Parlament passiert hat. Obwohl die Richtlinie keine einschneidende Verbesserung für die Masthühner darstellt, haben sich einige Länder, darunter die tschechische Republik, im EU-Rat dagegen ausgesprochen. Die Tierschutzvertretung wollte am 17. Mai bei ihrem Besuch in der Botschaft die tschechische Regierung umstimmen. Ein grosses Bild vom Leid der Masthühner und ein Protestbrief wurden überreicht. In der 45 minütigen Diskussion mit dem Botschaftssekretär sagte dieser zu, dass auch die tschechische Vertretung im EU-Rat noch innerhalb dieses Jahres für eine EU-Masthuhnrichtlinie sein wird, allerdings müsste es längere Übergangsfristen für die Anpassung geben, da in Tschechien noch sehr grosse Masthuhnanlagen aus der kommunistischen Zeit existierten.

Anschlag auf Reisebüro Cook wegen Primatenhandel.
Am 1. Mai brach die ALF in die Büroräume des Reisebüros Thomas Cook in der Ungargasse in Wien ein und versprühte Buttersäure im 2. Und 3 Stockwerk. Dieses Reisebüro vermittelt als einziges Reisen nach Mauritius, von wo noch immer Primaten an Versuchslabore weltweit exportiert werden.

Jäger schiesst auf Haustiere.
Am 13. Mai hat wieder einmal ein Jäger auf Haustiere geschossen, diesmal in Steibrunn im Burgenland. 1 Hund starb, 1 Hund und 1 Katze wurden schwer verletzt. Laut Auskunft der nö Landesregierung, dem einzigen Bundesland mit einer Meldepflicht, wurden zwischen 2002 und 2005 insgesamt 58 erschossene Hunde von JägerInnen gemeldet. Die Dunkelziffer wird viel höher vermutet.

Jäger erschossen.
Am 17. Mai wurde ein 58 jähriger Jäger in Innermanzing, NÖ, mit einem Kopfschuss tot aufgefunden. Er dürfte sich am Vorabend beim Klettern über eine Böschung versehentlich selbst erschossen haben.

12 Jahre Gefängnis für TierrechtlerInnen.
3 TR-Aktivisten, denen die Polizei nachsagt, sie hätten die erfolgreiche Kampagne gegen die Meerschweinchenzucht New Church in England von 1999-2005 geführt, wurden am 11. Mai zu je 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Es wurden ihnen zwar keine konkreten Taten angelastet, aber sie wurden wegen Verschwörung zu einer Terrorkampagne verurteilt, in deren Verlauf nicht nur die Meerschweinchenzucht für Tierversuche, sondern auch die Milchkuhfabrik und die Truthahnfabrik derselben Farm geschlossen wurden.

6 Monate Gefängnis für Filmen in Legebatterie.
Im Jahr 2004 hatte ein Aktivist in New York’s grösster Legebatterie mit 700.000 Hühnern, die im Besitz der Supermarktkette Wegmans ist, 3 Mal gefilmt, nachdem er durch ein Loch in der Mauer hineingeklettert war. Bei einem der Besuche nahm er auch 11 halbtote Legehühner mit. Der Film wurde im Sommer 2005 auf eine Webseite gesetzt. Die Anzeige durch Wegmans führte zu einem Gerichtsprozess vor Geschworenen, der am 4. Mai zwar mit einem Freispruch in Sachen Diebstahl, aber mit einem Schuldspruch wegen krimineller Besitzstörung endete. Am 16. Mai wurde das Urteil verkündet: 6 Monate unbedingt Gefängnis, 1500 US-Dollar Strafe und 100 Stunden Sozialarbeit.

50 AktivistInnen stürmen Tierversuchslabor.
Am 16. Mai drangen rund 50 AktivistInnen unvermutet durch ein Tor in das Gelände des Instituts für Biochemie der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau ein, sprühten Slogans, zerschlugen Fensterscheiben, lösten Alarmsirenen aus und protestierten durch ein Megaphon gegen die dortigen Tierversuche. Dann verschwanden die AktivistInnen unerkannt.

Versuchstiere befreit.
Am 15. Mai befreite die ALF 12 Ziegen aus einem landwirtschaftlichen Tierversuchslabor der Universität von Mailand, Italien, und brachte sie in guter Pflege unter. In einer Aussendung bezeichneten die BefreierInnen die Haltungsbedingungen für die Ziegen als sehr schlecht.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag 10-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien
19. Mai 18:30 Uhr, Vortrag zum Thema „Zur Kluft zwischen Mensch und Tier“ in der Rotenmühlg. 4, 1120 Wien
2.-4. Juni Kongress zu Alternativen zu Tierversuchen an der Uni Linz, siehe www.tierschutz.at
Vegane Sommerfeste: 10. Juni Wien, 24. Juni Innsbruck, 1. Juli Graz und 8. Juli Salzburg, siehe www.vegan.at
15.-18. Juni Austrian Social Forum in Graz, www.socialforum.at
23.-26. Juni TR-grass roots gathering in England, www.ar2006.info
14. und 15. Oktober 2006: Süd-Ost Europa TR-Konferenz in Wien