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Sendung vom 16.06.2006 11:00:

Bericht vom ASF in Graz

Beim ASF 2006 in Graz gibt es einen Tierrechtsschwerpunkt, sowie veganes Essen von der VGÖ. Bericht und Impressionen.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 9. – 15. JUNI 2006

Tierrechtsdemos und -aktionen.
Am 9., 10. und 15. Juni wurde vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gegen Pelz demonstriert.
Am 9. Juni veranstalteten 3 KünstlerInnen eine installative Tanzperformance zu den Auswirkungen von Industrialisierungen und Ausbeutung von Minderheiten, Tieren und Schwächeren mit Filmen zu Tierrechten und Massentierhaltung auf Großleinwand am Kolonitzplatz in Wien ab.
Am 10. Juni gab es auf der Linzer Landstrasse eine lebendige Demo gegen den Fleischkonsum.
Am 14. Juni verteilten AktivistInnen Informationsblätter zur Tierausbeutung bei der Milchproduktion anlässlich der Weltmilchnacht in Salzburg.

Veganes Sommerfest in Wien.
Am 10. Juni wurde bereits zum 9. Mal in Folge das Vegane Sommerfest, die Veganmania, diesmal wiederum beim Museumsquartier in Wien abgehalten. Das Fest übertraf dasjenige vom letzten Jahr sogar noch mit mehr kulinarischen Ständen und Informationsständen – insgesamt 27 - und einem Ansturm an BesucherInnen trotz Platzregens am Vormittag. Eine Vielfalt an Musikacts wie Emma & Gogo Pierre, Chicken Wings, Kreuzreim, Gandharvika u.a., sowie eine Jam Session und dem Hauptact AJ Gang, sorgten für gute Stimmung.

Tierrechte am Austrian Social Forum.
Am 15. Juni begann das Austrian Social Forum in Graz mit u.a. einem Tierrechtsschwerpunkt. Es werden in diesem Jahr erstmals sowohl vegane Verköstigungen angeboten, als auch rund 15 Workshops aus dem Tierrechtsbereich abgehalten.

Modemacher Ralph Lauren pelzfrei.
Der führende USAmerikanische Modemacher Ralph Lauren gab am 15. Juni bekannt, dass nach Konfrontation mit einem Video über die Pelzproduktion in China seine Kleiderkette aus rein ethischen Gründen ab sofort keine Pelze mehr verkaufen zu wollen. 1200 Pelzmäntel aus den Verkaufsräumen werden an wohltätige Organisationen verschenkt, um die Mäntel Bedürftigen weiterzugeben.

Beschwerde Frankreichs bei EU-Kommssion gegen schwedisches Nerzfarmgesetz.
Die schwedische Regierung hatte eine Gesetzesvorlage erarbeitet, die Nerzen auf Pelzfarmen Schwimmwasser bieten solle, um sie am 20. Juni dem schwedischen Parlament vorzulegen. Nun hat sich die französische Regierung bei der EU-Kommission über dieses Gesetz beschwert, weil es den Grundfreiheiten der EU widerspräche. Die Kommission soll innerhalb der nächsten 3 Monaten eine Meinung dazu abgeben. Solange wird der Gesetzesantrag auf Eis gelegt.

Weitere Demoeinschränkungen in Oxford.
Weil die Universität Oxford ein neues Tierversuchszentrum errichten will, gibt es laufend Demos dagegen. Am 11. Juni hat ein Gericht eine weitere Einschränkung der Demonstrationsfreiheit erlassen: im Dorf, in dem die BauarbeiterInnen für das Projekt untergebracht sind, dürfe nur am Samstag nachmittag, und dann nur mit maximal 50 Personen und ohne Lärmentwicklung demonstriert werden.

Brandanschlag gegen Pelztierfarm in Italien.
Eine Pelzfarm mit 5000 Nerzen in Rovolon nahe Padua, Italien, wurde in den frühen Morgenstunden des 9. Juni von der ALF besucht. Die AktivistInnen zündeten ein Lagerhaus an, das bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Kaufhaus Stockmann pelzfrei.
Nach einer bereits 1995 begonnen Kampagne von TR-AktivistInnen erklärte sich das Kaufhaus Stockmann, das größte Kaufhaus in Helsinki, Finnland, am 15. Juni für pelzfrei. Stockmann hatte früher das größte Pelzgeschäft in Helsinki.

Kaufhaus Harrods verliert Prozess.
In England führt nur noch Harrods als letzte Kaufhauskette Pelz. In einem Zivilverfahren versuchte der Konzern die täglichen Demos von seinen Eingängen wegzubekommen. Dafür wurden sogar 2 Undercover AgentInnen in die TR-Gruppe eingeschleust. Doch das Gericht in London entschied nach einem 6 monatigen Verfahren am 12. Juni, dass vor jedem der Eingänge von Harrods bis zu 3 Personen ununterbrochen demonstrieren dürften, sowie mehr Personen mehr als 5 Meter vom Haupteingang entfernt. Harrods musste den Großteil der Prozesskosten begleichen. Für die Kosten der Beklagten TRlerInnen gab es Verfahrensbeihilfe vom Staat.

Stierkampfverbot in Katalanien in Sicht.
Mit der Übergabe von mehr als 500.000 Unterschriften gegen den Stierkampf erreichte die langjährige Kampagne im Jahr 2005 seinen bisherigen Höhepunkt. Bei Beginn der diesjährigen Stierkampfsaison im April 2006 demonstrierten hunderte TRlerInnen vor der größten Arena, der Monumental, in Barcelona, in der bis September ca. 140 Stiere zu Tode gefoltert werden. Bereits 23 katalonische Provinzen haben Stierkampfverbote erlassen und das autonome Parlament von Katalonien wird am 22. Juni über ein generelles Verbot entscheiden.

Umfrage der EU-Kommission zu Vegetarismus und politischer Orientierung.
Im Jahr 2005 wurden 422 VegetarierInnen aus 25 EU-Staaten befragt wie sie sich selbst politisch sehen. 79 machten dazu keine Angabe – ob sie einfach unpolitisch sind oder sich nicht deklarieren wollten blieb dabei offen. Von den restlichen 343 VegetarierInnen stuften sich 45% als links, 41% als Mitte und 14% als rechts ein.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag 10-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien
2.-4. Juni Kongress zu Alternativen zu Tierversuchen an der Uni Linz, siehe www.tierschutz.at
Vegane Sommerfeste: 1. Juli Graz und 8. Juli Salzburg, siehe www.vegan.at
15.-18. Juni Austrian Social Forum in Graz, www.socialforum.at
23.-26. Juni TR-grass roots gathering in England, www.ar2006.info
14. und 15. Oktober 2006: Süd-Ost Europa TR-Konferenz in Wien, www.animalconference.eu