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Tierrechtsradio
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Sendung vom 30.06.2006 11:00:

Animal Consciousness Seminar Uni Salzburg

29.-30. Juni fand am Institut für Biologie der Uni Salzburg ein Seminar über Bewusstsein, Empfinden bei Tieren und Tierschutz statt.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 23. – 28. JUNI 2006

Tierrechtsdemos und -aktionen.
Am 22. und 23. Juni machten TierrechtsaktivistInnen anlässlich der sogenannten Wiener Tierschutztage am Rathausplatz in Wien durch einige Kundgebungen auf den Tiernutzungscharakter dieser Veranstaltung aufmerksam, da dort vom Zoo Schönbrunn über Edelkatzenvereine bis zu Pferdesportvereinen, und Diensthundegruppen von Bundesheer und Polizei vertreten waren.
Am 23. Juni wurde vor dem P&C in Wien gegen Pelz demonstriert, und beim und im P&C im Salzburger Europapark überall Pelzflugblätter ausgelegt.
Am 24. Juni gabs vor dem P&C in Wien eine Pelzdemo, am Stefansplatz in Wien eine nächtliche Tierrechtsvideovorführung und am Donauinselfest in Wien eine Demo gegen Fleisch.
Am 25. Juni wurde wiederum am Donauinselfest in Wien gegen Fleisch demonstriert.

Immer mehr Supermärkte beenden Käfigei-Verkauf.
Seit 2. Mai verkauft die gesamte Rewe-Gruppe bestehend aus Billa, Merkur und Penny keine Schaleneier aus Käfighaltung mehr. Die Billigdiskonter Zielpunkt, Plus und Lidl haben Ende Juni den Handel mit Käfigeiern eingestellt. Bei der Spar-Gruppe laufen nur noch bei Interspar die Käfigeier aus, Spar, Gourmet-Spar und Eurospar sind bereits käfigeifrei. Hofer und die restlichen Supermarktketten wollen innerhalb 2006 auf Alternativhaltungseier umgestellt haben. Bei einem Gespräch mit Metro, einem internationalen Großmarkt mit 12 Filialen in Österreich, versicherte dieser nur noch Käfigeier aus ausgestalteten Legebatterien Österreichs zu verkaufen. Ab August sollen die Käfigeier deutlich gekennzeichnet und ihre Bewerbung auf 25% reduziert, und später vielleicht gar nicht mehr beworben werden. Metro wird aber auf absehbare Zeit nicht aus dem Käfigeihandel aussteigen, solange seine GrosskundInnen aus der Gastronomie noch immer Käfigeier kaufen.

Tierschutz bei italienischer Botschaft wegen EU-Masthuhnrichtlinie.
Am 20. Juni wurde eine Tierschutz-Delegation in der italienischen Botschaft vorstellig, um die italienische Regierung zu einer Zustimmung zur EU-Masthuhnrichtlinie zu bewegen. Der 1. Sekretär der Botschaft Dr. Marco Di Ruzza meinte dazu, dass nach Auffassung der italienischen Behörden die Intention hinter der EU-Masthuhnrichtlinie grundsätzlich zu unterstützen sei, es jedoch zuvor notwendig wäre, im Projekt der Richtlinie eine genaueste Überprüfung der Modalitäten, nach denen die Parameter festgesetzt werden, und der sozio-ökonomischen Auswirkungen dieser Maßnahmen vorzunehmen. Er würde aber das Anliegen an seine Regierung weiterleiten.

Diskussion zur Vogelgrippe an der Vet-Uni Wien.
Am 27. Juni diskutierten verschiedene ExpertInnen von Wissenschaft, Handel, Landwirtschaft und Politik über die Vogelgrippe und die Zukunft der Freilandhaltung. Ein Sprecher der Rewe-Gruppe kündigte an, von jeder Freilandhaltung in Zukunft auch überdachte Aussenbereiche zu fordern, die auch bei Stallpflicht von den Hühnern aufgesucht werden könnten. Der Verkauf von Freilandeiern aus Betrieben mit Stallpflicht wäre Betrug an den KonsumentInnen. Viele ExpertInnen betonten, dass sicherlich nicht nur der Vogelzug und damit die Freilandhaltungen an der Verbreitung der Vogelgrippe schuld seien, sondern hauptsächlich der Tiertransport, der Tierhandel, Tierschauen und Tourismus.

Tierversuchsstatistik 2005 erschienen.
Am 27. Juni veröffentlichte das Wissenschaftsministerium die Tierversuchsstatistik des Jahres 2005. Die Anzahl der in Versuchen verwendeten Tiere ist im Vergleich zum Vorjahr um 10% zurückgegangen. TR-Gruppen kritisieren aber, dass sehr viele Tierversuche nicht in der Statistik aufscheinen, weil das Tierversuchsgesetz in Österreich derartig veraltet ist, dass seine Definition von Tierversuchen viel zu restriktiv ist. Tierversuche an Nutztieren haben sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, Versuche zur Grundlagenforschung und toxikologische Versuche haben um 5% bzw. 4% zugenommen.

Braunbär Bruno erschossen.
Am 26. Juni um 4 Uhr früh erschossen JägerInnen den Braunbären, der im österreischisch-deutschen Grenzgebiet herumgezogen war. Erst 24 Stunden später wäre die Abschussgenehmigung erst in Kraft getreten. Es hagelte Anzeigen und heftige Proteste aus der Öffentlichkeit.

Fuchsjagd mit Hunden bleibt in Großbritannien verboten.
Die Hetzjagd mit Hunden auf Füchse und andere Wildtiere bleibt in Großbritannien verboten. Mit dieser Entscheidung ging am 23. Juni ein Verfahren vor dem Obersten Berufungsgericht in London zu Ende. BefürworterInnen der Fuchsjagd hatten gegen ein 2004 erlassenes Verbot der Hetzjagd mit Hunden geklagt. Mindestens 40% der Jagden halten sich aber nicht an das Verbot, schätzen TR-Gruppen.

Abstimmung zu Menschenaffenrechten verschoben.
Am 28. Juni hätte das spanische Parlament über eine Resolution zu Menschenaffenrechten abstimmen sollen. Auf Antrag eines sozialistischen Abgeordneten hätte die spanische Regierung aufgefordert werden sollen, die Forderung nach Grundrechten für nichtmenschliche grosse Menschenaffen wie Schimpanse, Gorilla, Orang Utan und Bonobo anzuerkennen. Weltweit wäre damit erstmalig ein Personenrecht auf nichtmenschliche Tiere übertragen worden, sodass diese z.B. per SachwalterIn Schadenersatzklagen gegen ihre NutzerInnen wie Zirkusse oder Tierversuchslabors einbringen hätten können. Die Abstimmung wurde aber aus Zeitmangel auf September verschoben.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag 10-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien
30. Juni Vortrag und Diskussion zu „Haben Tiere Bewußtsein?“, 18:30 Uhr, Rotenmühlgasse 4, 1120 Wien
1. Juli: Tiertransportaktionstag von 11-17 Uhr am Stefansplatz in Wien
Vegane Sommerfeste: 1. Juli Graz und 8. Juli Salzburg, siehe www.vegan.at
14. und 15. Oktober 2006: Süd-Ost Europa TR-Konferenz in Wien, www.animalconference.eu