Player
Zur Zeit spielt o94 musik. Bei klick auf den Button öffnet sich der Player in einem neuen Fenster
Tierrechtsradio
Zur Übersichtsseite von Tierrechtsradio.
Sendung vom 29.09.2006 11:00:

Tierschutzprogramm der SPÖ

Anlässlich der Nationalratswahl steht der Tierschutzsprecher der SPÖ, Jan Krainer, Rede und Antwort zum Tierschutzwahlprogramm der SPÖ.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 22. – 28. SEPTEMBER 2006

Tierrechtsdemos.
Am 21. September wurde in Graz am Hauptplatz für Tierrechte demonstriert.
Am 22. September gab es eine Tierschutz Anti-ÖVP Kundgebung am Ballhausplatz in Wien.
Am 23. September zeigten AktivistInnen in der Nacht am Stefansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand.
Am 26. September demonstrierten AktivistInnen am Viktor-Adler-Platz in Wien und am 28. September auf der Linken Wienzeile Ecke Schlossallee in Wien gegen die Tierschutzpolitik der ÖVP.
Ebenso am 28. September wurde am Alten Markt in Salzburg gegen Pelze demonstriert.
Am 29. September gab es von 8:30 – 10:30 Uhr eine Tierschutz Anti-ÖVP Demo vor dem Landwirtschaftsministerium in Wien.

800 Tierschutzplakate gegen ÖVP-Wahl.
In der Nacht auf Donnerstag wurden 800 Wahlplakate der ÖVP in Wien und Umgebung mit Tierschutzsprüchen überklebt. U.a. klagen die Sprüche die ÖVP an, die Schweine in der Scheisse liegen zu lassen und Verbesserungen des Tierschutzgesetzes zu verhindern. Zusätzlich wurden zahllose Plakate in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien angebracht.

Studie auf Pressekonferenz präsentiert: Situation der Schweine in Österreich katastrophal.
Im August und September waren 125 Schweinefabriken in Österreich gefilmt und dokumentiert worden. Am 27. September präsentierten AktivistInnen die statistische Auswertung: 86% der Schweine auf Vollspaltenböden, 99% ohne Stroheinstreu und 72% der Zuchtsauen permanent im Eisengitter eingesperrt. Zusätzlich haben fast die Hälfte der Betriebe gesetzwidrig zu kleine Fenster, die meisten haben unhygienisch-schmutzige Haltungsbedingungen und in allen Betrieben wurden Medikamente, davon in einem Viertel illegale Medikamente, gefunden. Nur 0,05% der Schweine Österreichs leben in Freilandhaltung. Die AktivistInnen forderten gesetzliche Verbote von Vollspaltenböden und Kastenständen, sowie eine verpflichtende Stroheinstreu. Die TierschutzsprecherInnen von den Grünen und der SPÖ unterstützten diese Forderungen.

Aktionen gegen Pelzgeschäfte.
Am 27. September wurde dem Pelzgeschäft in der Hütteldorferstrasse in Wien 14 die große Auslagenscheibe eingeschlagen.
Das Pelzgschäft Foggensteiner in der Eschenbachgasse in Wien hatte am 28. September durch Kieselsäure veräzte Scheiben. Auf Anfrage sagte die Geschäftsführerin, dass ihre Versicherung nur zerschlagene aber nicht veräzte Scheiben zahlen würde, und sie deshalb die milchig-undurchsichtige Scheibe nach dem ALF-Anschlag bis auf weiteres unverändert liesse.

Aktionstag gegen Lebendverkauf von Hummern bei Metro.
Am 23. September gab es gleichzeitig bei den Hummerbecken von 10 der 12 österreichischen Metro-Filialen Demonstrationen gegen den Lebendverkauf von Hummern. Die Tiere sind aufeinander gestapelt und bekommen die Scheren zusammengebunden, obwohl das Tierschutzgesetz ihnen eine artgemäße Haltung zubilligt. Betroffen waren die Filialen in den Städten Wien, Graz, Vösendorf, Wels, Linz, Salzburg, Innsbruck, Wr. Neustadt, St. Pölten und Dornbirn. Einige AktivistInnen verliessen selbständig die Geschäftsräume, andere wurden von der Security festgehalten oder entfernt.

Eier werden teurer.
Nach dem Verbot von Legebatterien, das ab 2009 in Kraft treten wird, erklärten sich die Supermärkte unisono bereit, ab 2007 keine Käfigeier mehr zu verkaufen. Die stattdessen angebotenen Bodenhaltungseier wurden zunächst um denselben Preis verkauft. In einer Aussendung kündigten die österreichischen FrischeierzeugerInnen am 26. September an, dass ab Anfang Oktober die Eierpreise nun endgültig teurer und damit den durch den Ausstieg aus der Käfighaltung teureren Produktionskosten angepasst werden. Die Tierrechtsbewegung hofft nun, dass dadurch insgesamt der Eierkonsum sinkt und so das Legebatterieverbot direkt in eine Reduktion der Anzahl der missbrauchten Hühner umgemünzt werden kann.

Wiener Landesgericht urteilt: Tiere sind Sachen.
Im März 2003 war ein Aktivist des Nachts in eine Legebatterie in NÖ gegangen und hatte die gesetzwidrigen Zustände dokumentiert und Anzeige erstattet. Eine Amtstierarztkontrolle unmittelbar vorher hatte keine Gesetzesübertretungen gesehen. Trotz Verurteilung des Legebatteriebetreibers klagte dieser den Aktivisten wegen Besitzstörung. Das Wiener Landesgericht als Berufungsinstanz gab dem Kläger am 22. September recht: Tiere seien Sachen und deshalb wäre ein übergesetzlicher Notstand um Tieren in Not zu helfen nicht möglich.

Tierschutzministerin stellt Projekt „Tierschutz macht Schule“ vor.
Am 25. September hielten Tierschutzministerin Rauch-Kallat und Zoodirektor Pechlaner eine Pressekonferenz ab. Ein neuer Verein „Tierschutz macht Schule“ soll fachliche Information über Haustierhaltung an LehrerInnen in Schulen herantragen. Die Thematisierung der Nutztierhaltung würde vermieden, weil Massentierhaltungsfilme unnötige Panik erzeugen könnten. Ethik werde in der Schule nicht diskutiert, sondern der Tierschutz solle nur durch fachliche Information über Haltungsansprüche thematisiert werden, verkündete der Zoodirektor.

13. Freilandtagung auf der VetMed in Wien.
Am 28. September fand die 13. Freilandtagung an der veterinärmedizinischen Universität in Wien statt. Über 200 TeilnehmerInnen hörten wissenschaftliche Vorträge über die Probleme von Nutztieren in der Freilandhaltung und mögliche Lösungsvorschläge. Es zeigte sich, dass gerade für Schweine praktisch keine Freilandhaltung in Österreich existiert und sogar der Weideausgang der Milchkühe rückläufig ist. TRlerInnen kritisierten, dass die WissenschaftlerInnen die durch die Intensivtierhaltung verursachten Schäden nicht ausreichend deutlich anprangerten, weil sie vom good will der IntensivtierhalterInnen für ihre Untersuchungen abhängig seien. Im Gegenteil, kritische Bemerkungen einer Klimaforscherin über die Tierhaltung an sich wurden von vielen Anwesenden mit Unmut aufgenommen. Eine Wissenschaftlerin, die das Eutersaugen bei Jungrindern als Hinweis auf psychische Schäden untersucht, gab einer anwesenden Rinderhalterin den Rat, ihrer erwachsenen eutersaugenden Kuh wörtlich „die Rübe abzuschlagen“, weil es billiger wäre, die Kuh zu ersetzen als ihr zu helfen.

Pelztiere befreit.
Am 22. September liessen Unbekannte 2500 Nerze aus einer Pelzfarm in Umgransele in Nordschweden in die die Farm umgebende Wildnis frei.

Clerys pelzfrei.
Am 25. September erklärte die Kleiderkette Clerys in Irland öffentlich, keine Pelze mehr verkaufen zu wollen. 6 Nerz- und 1 Fuchsfarm in Irland töten jährlich 140.000 Nerze und 1800 Füchse.

2 Jahre Gefängnis für Hassbriefe.
Am 22. September wurde eine 24 jährige Aktivistin in Leicester, England, zu 2 Jahren Haft verurteilt. Durch Anpeilung ihres Handys wurde sie von der Polizei als jene Person identifiziert, die im November 2005 Hassbriefe an VersuchstierzüchterInnen geschickt hatte.

Versuchstierbefreiung.
Erst jetzt wurde bekannt, dass die ALF am 23. August aus einem Gentechnik-Tierversuchslabor in Novosibirsk in Russland 20 Wachteln befreit hatte. Am Gebäude waren Tierbefreiungssprüche hinterlassen worden.

Vorankündigungen:

29. September: 11-19 Uhr, Mariahilferstrasse 114, Tierschutz Anti-ÖVP Demo
29. September: 15:45-18 Uhr Demo der Wahlinitiative für Tierschutz und Tierrechte am Stefansplatz in Wien
30. September: 11-19 Uhr Tierschutz Anti-ÖVP Demo auf der Mariahilferstrasse vor dem Generali Centre in Wien
30. September: ab 19 – 2 Uhr früh Tierrechtsdemo am Stefansplatz in Wien
14. und 15. Oktober 2006: Süd-Ost Europa TR-Konferenz in Wien, www.animalconference.eu