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Tierrechtsradio
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Sendung vom 10.11.2006 11:00:

Gedenken an Hungerstreiktoten Barry Horne

Barry Horne starb am 5. November 2001 an den Folgen eines Hungerstreiks im Gefängnis in England. Er sass eine 18 jährige Strafe wegen Brandanschlägen gegen die Tierindustrie ab.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 2. – 9. NOVEMBER 2006

Demos gegen Kleider Bauer.
Am 2. November gab es erstmals eine Kleider Bauer Demo in Wr. Neustadt und eine Demo in Innsbruck.
Am 3. November wurde vor den Kleider Bauer Filialen in Salzburg und auf der Mariahilferstrasse in Wien demonstriert.
Am folgenden Tag gabs entsprechende Demos in Wien in der Mariahilferstrasse, der Meidlinger Hauptstrasse und der Favoritnerstrasse, sowie in Linz auf der Landstrasse und in Graz auf der Murgasse.

Tierrechtsdemos.
Am 3. November gabs am Hauptplatz in Graz eine Demo für Tierrechte.
Am 4. November wurden von 16 bis 23 Uhr Tierrechtsfilme mit Beamer auf Großleinwand am Stefansplatz im Zentrum Wiens gezeigt.
Am 2. und 4. November wurde in Wien gegen Tierversuche demonstriert.
Am Sonntag den 5. November wurde zum Gedenken an den genau 5 Jahre früher bei einem Hungerstreik gegen Tierversuche verstorbenen TR-Aktivisten Barry Horne am Stefansplatz in Wien eine Veranstaltung mit Ansprache und Gedenkminute abgehalten. Barry Horne war wegen Brandanschlägen gegen die Tierindustrie zu 18 Jahren Haft verurteilt worden.

Pelztierbefreiung.
In der Nacht auf den 5. November befreite die ALF 1500 Nerze aus einer Pelzfarm in Damil in der Region Galizien in Spanien. Das Nerzfarmer-Ehepaar, das die Farm bereits seit 20 Jahren führt, gab bekannt, dass sie die Pelzfarm schliessen werden.

Aktionen gegen Pelzgeschäfte.
Am 4. November wurden die Auslagenscheiben dreier Pelzgeschäfte in Wien mit Steinschleuder eingeschossen, nämlich im 3., 14. und 15. Bezirk.
Am Tag darauf schlugen unbekannte AktivistInnen 2 grosse Auslagenscheiben des Pelzgeschäftes Gnädig in der Meidlinger Hauptstrasse in Wien 12 ein.

Pelzproduktion weltweit steigend.
Anfang November wurden die weltweiten Pelzfarmzahlen vom Pelzauktionshaus in Oslo bekannt gegeben. Im Jahr 2006 wurden insgesamt 44,6 Millionen Nerze, ein Zuwachs von 11% gegenüber dem Vorjahr, gezüchtet. Die Anzahl der gezüchteten Füchse stieg um 7% auf 7 Millionen. China ist hauptsächlich für diesen Anstieg verantwortlich. Pelzhäuser verlauten dazu, dass sich heuer noch 8 Millionen weitere Nerzpelze hätten verkaufen lassen.

Kommt ein Pelzfarmverbot in Deutschland?
Die deutsche Regierung gab am 9. November bekannt, dass ein neues Pelzfarmgesetz in Planung sei. Mit einer Übergangsfrist von 5 Jahren müssten die Nerzkäfige auf 3 m² erhöht, und weitere 10 Jahre später ein 1 m² Wasserbecken für Nerze sowie Naturboden mit Grabemöglichkeiten für Füchse geboten werden. Es wird allgemein erwartet, dass diese Verbesserungen der Pelztierhaltung das Ende der 28 noch bestehenden Perzfarmen in Deutschland bedeuten würde.

Jäger angeschossen.
Bei einer Treibjagd in St. Magdalena am Lemberg in der Oststeiermark wurde ein 70-jähriger Pensionist am 5. November von einer Schrotkugel in der Wange getroffen. Der Mann überlebte die Verletzung.

Tieranwalt in der Schweiz.
Der Geschäftsleiter der schweizerischen Stiftung für das Tier im Recht, Antoine Götschel, hielt am 7. November einen Vortrag an der veterinärmedizinischen Universität in Wien. Er berichtete von einer in Zürich geschaffenen Institution, des Rechtsanwaltes für Tiere, der bei jedem Verfahren wegen Tierquälerei nach dem Strafgesetzbuch an der Seite der Staatsanwaltschaft die Interessen der betroffenen Tiere vertritt, quasi als zusätzlicher Kläger. Die Tierschutz-Ombudsleute in Österreich dürfen nur bei Verfahren nach dem Tierschutzgesetz aber nicht nach dem Strafgesetz aktiv werden.

OGH-Urteil: Tierschutz hat hohen gesellschaftlichen Wert.
Vor Jahren hatte die deutsche Tierrechtsorganisation PETA mit einer umstrittenen Kampagne „Holokaust auf dem Teller“ in Österreich für Aufregung gesorgt. Auf den Plakaten zeigten die TierrechtlerInnen direkte Vergleiche zwischen Opfern des Holokaust im Dritten Reich und nichtmenschlichen Tieren in der industriellen Tiernutzung heute. Jüdische VertreterInnen klagten auf Unterlassung. Dieser Klage wurde in den ersten beiden Instanzen recht gegeben, allerdings erließ der OGH Anfang November ein gegenteiliges Urteil. Weil Tierschutz einen so hohen gesellschaftlichen Wert habe und im Moment gesellschaftlich sehr umstritten sei, wäre auch harte Kritik dieser Art von der Meinungsfreiheit gedeckt.

2. Wiener Tierschutzpreis.
Die Tierschutzstadträtin Sonja Wehsely und der Wiener Tierschutzombudsmann Hermann Gsandtner haben am 7. November den "2. Wiener Tierschutzpreis" überreicht. Das Preisgeld von insgesamt 4.000 Euro erging an zwei engagierte Wissenschafterinnen. Der "Förderpreis der Tierschutzombudsstelle Wien für wissenschaftliche Arbeiten im Bereich des Tierschutzes" wurde damit bereits zum zweiten Mal vergeben.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag: Kleiderbauer Demo ab 10 Uhr in der Mariahilferstrasse nahe Westbahnhof in Wien.
Samstag 11. November: Grosspelzdemomarsch in Wien, Abmarsch 13 Uhr Ecke Innere Mariahilferstrasse/Gürtel