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Tierrechtsradio
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Sendung vom 17.11.2006 11:00:

Grosspelzdemobericht Samstag 11. November Wien

300 laute und wütende DemonstrantInnen zogen 4 Stunden lang unter ohrenbetäubendem Lärm durch die Innenstadt, und bedemonstrierten jedes Pelzgeschäft auf dem Weg.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 10. – 16. NOVEMBER 2006

Demos und Aktionen gegen Kleider Bauer.
Am 9. November wurde vor den Kleider Bauer Filialen in Krems und Salzburg demonstriert.
Am 10. November gabs eine lautstarke Demo vor der Kleider Bauer Zentrale in Perchtoldsdorf und vor den Filialen in Wr. Neustadt und Leonding.
Am folgenden Tag kam es in Innsbruck, Salzburg und Linz, sowie in Wien auf der Mariahilferstrasse und der Favoritner Strasse zu Kundgebungen vor Kleider Bauer. Im Kleider Bauer in Leonding wurden zahllose Flugzettel im Geschäftsraum verteilt.
Am 13. November war wieder die Kleider Bauer Zentrale in Perchtoldsdorf Ziel einer Demonstration.

Tierrechtsdemos.
Am 10. November wurde in Graz am Hauptplatz für Tierrechte und vor dem Pelzgeschäft Sladky, des Bundesinnungsmeister der KürschnerInnen, in Perchtoldsdorf demonstriert.
Am 11. November gabs am Stefansplatz in Wien sowohl eine Demo gegen Pelz als auch eine Videovorführung von Tierrechtsfilmen auf Großleinwand bis spät in die Nacht.

Großdemomarsch gegen Pelze.
Der heurige Großdemoumzug gegen Pelz fand am 11. November wieder in Wien statt. Etwa 300 AktivistInnen marschierten vom Westbahnhof durch die Mariahilferstrasse und kreuz und quer durch den 1. Bezirk in 4 Stunden bis zum Stefansplatz, wo im Rahmen einer Abschlusskundgebung Reden gehalten und Filme gezeigt wurden. Die lautstarke und aggressive Demo machte vor jedem Pelzgeschäft, sowie vor Kleider Bauer und anderen Modehäusern halt, die Pelz verkauften. Etwa 50 PolizistInnen schirmten die Geschäfte ab und begleiteten den Demozug. Ganz vorne in der Demo trugen schwarz gekleidete Personen einen Sarg voller Pelze, als Schlusslicht folgte ein Bus mit offener Seitentür, in der ein Fernsehgerät stand, auf dem Pelzfilme zu sehen waren. Zahllose TeilnehmerInnen des Umzugs waren als Tod verkleidet oder trugen mit Kunstblut verschmierte Pelzkleidungsstücke.

Demo und Aktion gegen Pelzmodepreisverleihung.
Am 16. November wurde bereits zum 9. Mal der sogenannte Austrian Creative Fur Award, ein Preis für Pelzkreationen von ModeschülerInnen, verliehen. Vor dieser Veranstaltung, die diesmal im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien stattfand, gab es eine Demonstration. Zusätzlich konnten sich 2 AktivistInnen unter das Publikum mischen und vor der Preisverleihung den Laufsteg mit einem Transparent betreten. Sie wurden von der Security entfernt. Trotzdem bei dieser Veranstaltung vorwiegend sogenannte Nutztierpelze von Schafen und Rindern Verwendung finden, protestiert die TR-Bewegung vehement dagegen, weil sie derartige Veranstaltungen als Propagandamasche sieht, um den in der Gesellschaft verpönten Pelz wieder salonfähig zu machen.

Jagdeinrichtungen zerstört.
Am Wochenende 11./12. November zerstörten Unbekannte insgesamt 15 Jagdstände, eine Jagdhütte und mehrere Futterstellen zum Mästen von Wildtieren für die Jagd im Jagdgatter des Lainzer Tiergarten in Wien. In diesem Gatter werden jedes Jahr im November mehrere tausend Wildschweine, Hirsche und Mufflons von teuer zahlenden JagdkundInnen geschossen. Im Vorfeld hatten schon die Grünen lautstark gegen diese Praxis der Stadt Wien, die im Besitz des Jagdgatters ist und mit dem Profit aus der Jagd argumentiert, protestiert.

Aktionen anlässlich Martini.
Zum Namenstag des laut katholischer Kirche heiligen Martin, der durch Gänse verraten worden sein soll, werden traditionell Gänse und Gänseprodukte wie Stopfleber verzehrt. Um auf das Leid der Tiere bei dieser Produktion hinzuweisen, gab es auch heuer wieder eine Reihe von Aktionen. In Graz wurden am 10. November vor mehreren Supermärkten und in der Innenstadt Flugblätter verteilt und Unterschriften für ein Importverbot von Gänsestopfleber gesammelt. Am folgenden Tag zogen einige AktivistInnen in Salzburg von einem Gastbetrieb zum anderen, um gegen den Missbrauch von Gänsen zu demonstrieren.

Unimarkt verkauft Käfigeier.
Obwohl die Geschäftsleitung bereits den Ausstieg aus dem Käfigeihandel angekündigt hatte, stellte sich Mitte November heraus, dass in der Supermarktkette Unimarkt weiterhin Eier aus Legebatterien verkauft werden. Der wortbrüchige Markt antwortete ausweichend, wie er von TR-AktivistInnen angeschrieben wurde. Jetzt soll eine Kampagne gegen den Unimarkt durchgeführt werden. Alle anderen Supermärkte sind bereits aus dem Käfigeihandel ausgestiegen, bis auf die Supermarktkette Hofer, die schriftlich bestätigt hat, ab 2007 keine Käfigeier mehr zu verkaufen.

EU-Parlament stimmt für Tierschutz.
Mit 565 zu 29 Stimmen bei 15 Enthaltungen hat das Plenum des Europäischen Parlaments am 15. November einen Bericht zum Aktionsplan Tierschutz 2006 - 2009 angenommen. Damit sollen die bisher auf unterschiedliche Dienststellen und Kommissare verteilten Tierschutzaktivitäten der Gemeinschaft besser strukturiert werden.

Brandanschlag gegen Fleischtransporter.
Erst am 12. November wurde durch ein Bekennerschreiben bekannt, dass die ALF in der Nacht auf den 3. November einen Fleischtransport-LKW der Firma Montorsi in Italien angezündet hatte. Ein Zeitzünder war unter den Wagen gelegt worden. Die Aktion wurde dem Gedenken von Barry Horne gewidmet.

Japanische Walfangflotte in die Antarktis ausgelaufen.
Eine japanische Flotte ist am 15. November zu ihrer jährlichen Walfangexpedition ausgelaufen. Die 6 Schiffe verließen den Hafen von Shimonoseki in Richtung Antarktis, wo bis April 860 Wale getötet werden sollen. Die Fanggenehmigung umfasst 850 Zwerg- und zehn Finnwale.

Erste Tierrechtsdemo in Estland.
Am Samstag den 11. November fand die erste Tierrechtsdemo der Geschichte in Estland statt. Rund 100 DemonstrantInnen, etwa die Hälfte davon waren aus Finnland angereist, zogen durch die Strassen der Hauptstadt Tallinn und protestierten gegen Pelz. In Estland befinden sich 5 grosse und zahllose kleine Pelzfarmen. Die baltischen Staaten töteten zusammen 1,4 Millionen Nerze und 100.000 Füchse im Jahr 2006.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag: Kleider Bauer Demo ab 10 Uhr in der Mariahilferstrasse nahe Westbahnhof in Wien.