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Tierrechtsradio
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Sendung vom 26.01.2007 11:00:

Tierproduktion verschuldet Klimawandel

Wissenschaftliche Forschung macht deutlich: der Klimawandel wird auch ganz wesentlich durch die Produktion tierlicher Nahrungsmittel verschuldet. Veganismus scheint der einzige Ausweg.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 19. – 25. JÄNNER 2007

Demos und Aktionen gegen den Pelzverkauf bei Kleider Bauer.
Am 19. Jänner wurde in Graz und Innsbruck, und am 20. Jänner in Graz, Innsbruck, Linz und zweimal in Wien, nämlich auf der Favoritenstrasse und der Mariahilferstrasse, vor Kleider Bauer gegen Pelz demonstriert.
Am 23. Jänner gabs eine Pelzdemo vor der Kleider Bauer Filiale in Salzburg.

Tierrechtsdemos und -veranstaltungen.
Am 19. Jänner wurde vor dem Parkhotel Schönbrunn in Wien anlässlich des dort stattfindenen Jägerballs gegen die Jagd demonstriert.
Am selben Tag gabs eine Tierrechtsdemo am Hauptplatz in Graz.
Am 20. Jänner wurden in Wien am Stefansplatz Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Am selben Tag machte die Total Liberation Tour mit Hardcore Musik veganer Bands, Filmen und Infotischen in Innsbruck im PMK Station.

TierrechtsaktivistInnen blockieren Bundeskanzleramt.
Aus Protest gegen die gebrochenen Wahlversprechen der SPÖ-Regierung ketteten sich 15 TierrechtsaktivistInnen am 24. Jänner in den Eingang des Bundeskanzleramts am Ballhausplatz in Wien und blockierten den Ministerrat. Eine Stunde später wurden sie von der Polizei geräumt und angezeigt.

Brandanschlag gegen Fasanerie.
Erst jetzt wurde bekannt, dass in der Nacht auf den 21. Dezember 2006 2 Brandsätze mit Zeitzünder in einer Garage und einem Heustadel einer Fasanerie in Parma, Italien, hinterlassen worden waren. Am 24. Jänner bekannte sich die ALF zu diesem Anschlag.

Animal Liberation Tour in Italien.
Von 15. – 22. Jänner fuhren 30 AktivistInnen quer durch Italien und hielten 20 Demos in 8 verschiedenen Städten vor allem gegen KundInnen von Europas größtem kommerziellem Tierversuchslabor HLS, aber auch vor Filialen von Upim und La Rinascente, ab. Gegen diese beiden Kleiderketten läuft in Italien gerade eine Anti-Pelz Kampagne. Die Demos wurden jeweils von lokalen AktivistInnen auf im Mittel 50 Personen verstärkt. Die OrganisatorInnen sprechen von einem grossen Erfolg der Tour, nicht zuletzt weil sie die Tierrechtsbewegung in Italien motiviert und zusammengeschweisst hat.

Modehäuser Lindeberg und Fjallraven pelzfrei.
Bevor eine internationale Kampagne gegen das schwedische Modehaus J. Lindeberg mit einem Protesttag am 20. Jänner beginnen konnte, gab dessen Pressestelle am 19. Jänner bekannt, dass Lindeberg ab Juli 2007 keinen Pelz mehr verkaufen werde. Das nächste internationale Kampagnenziel, die Modekette Fjallraven aus Schweden, reagierte auch sofort und kündigte am 22. Jänner ein Ende des Pelzhandels an, bevor die ersten Demonstrationen stattfinden konnten.

Steiermark in Kürze mit eigenem Tiertransportinspektor.
Für die Steiermark ist es ein Meilenstein im Tierschutz: Gegen die Stimmen der ÖVP wurde am 16. Jänner im steirischen Landtag der Einsatz hauptamtlicher TiertransportinspektorInnen beschlossen. Weiters versucht man, dem für den Widerstand gegen diese Verbesserungsmaßnahme mitverantwortlichen ÖVP-Agrarlandesrat die Kompetenz zu Entziehen, da dieser in Sachen Tierschutz bisher vor allem als notorischer Bremser und Verhinderer zu brillieren schien. Tenor der anderen Parteien: "Dann geht endlich was weiter."

Niedergebrannter Schlachthof bleibt geschlossen.
Der am 12. Jänner von der ALF in Santa Comba in Galizien, Spanien, niedergebrannte Schlachthof wird nie wieder öffnen. Am 20. Jänner gab dies die Geschäftsführung des Schlachthofs bekannt. Der beim Brand entstandene Sachschaden sei zu gross. 35 Personen hätten jetzt ihre Arbeit verloren.

Tibeter in China verhaftet, weil er Schafe vor der Schlachtung gerettet hatte.
Wie aus dem westtibetischen Landkreis Dhingri verlautet, haben die chinesischen Behörden am 23. Jänner einen in der Gegend sehr populären Mann verhaftet, weil dieser zahlreiche Schafe und Ziegen vor dem Schlachthof gerettet hatte. Tibetische BuddhistInnen retten häufig Schafe und Ziegen, weil sie glauben, wenn sie anderen fühlenden Wesen das Leben retten, so würde dies ihr eigenes verlängern. Da der Dalai Lama diese Praxis empfiehlt, sahen die chinesischen Behörden diese Rettungsaktionen als staatsfeindlichen Akt. Alle geretteten Tiere wurden an einen unbekannten Ort verschleppt.

Briefbomben gegen TierexperimentatorInnen.
Am 18. Jänner wurde eine 40 jährige Frau, die in der biomedizinischen Forschung Tierversuche macht, durch eine Briefbombe an ihrem Arbeitsplatz in Oxfordshire, England, an der Hand verletzt. In dem Brief war ein Bekennerschreiben enthalten, das ihr Tierausbeutung durch ihre Tierversuche vorwarf. Innerhalb von Stunden wurden 2 ähnliche Briefbomben bei Tierversuchsfirmen in Oxford und Birmingham entdeckt und vor der Detonation entschärft. Die Polizei gab bekannt, dass alle 3 betroffenen Firmen für die Polizei forensische Untersuchungen und DNS-Tests machen. Die TäterInnen dürften also nicht nur gegen Tierversuche, sondern auch gegen die Unterstützung der Polizei bei der Fahndung nach TierrechtsaktivistInnen protestiert haben.

Regierung fördert Tiermissbrauch.
Eine neue wissenschaftliche Untersuchung an der WU-Wien, die am 23. Jänner präsentiert wurde, zeigt, dass 61% aller landwirtschaftlichen Subventionen mit Tierhaltung verbunden sind. Im Vergleich dazu kommen nur 11% der Subventionen der Produktion rein pflanzlicher Lebensmittel zugute. In Österreich fließen 5-mal so viele Agrarsubventionen an LandwirtInnen, die mit der Tierhaltung zu tun haben (über 1300 Mio. Euro), als in die Herstellung von rein pflanzlichen Lebensmitteln (in etwa 240 Mio. Euro). Die restlichen 28% der Gelder konnten entweder nicht klar aufgeteilt werden, oder flossen in die Bereiche „Sonstiges“ oder „Forst“.

Vorankündigungen:

Kleider Bauer Demos jeden Freitag ab 13 Uhr Wien Mariahilferstrasse, ab 14 Uhr Innsbruck Museumsstrasse und ab 15 Uhr Graz Murgasse. An denselben Orten finden jeden Samstag die Demos in Wien ab 10 Uhr, in Graz ab 12 Uhr und in Innsbruck ab 14 Uhr statt.
3. Februar Pelzgroßdemo in Zagreb
9. – 11. Februar Demo gegen Jagdmesse Hohe Jagd im Messegelände in Salzburg
16. – 18. Februar Demo gegen Tiroler Jagdtage im Messegelände in Innsbruck
10. – 12. August internationales Grassroots TR-Gathering in Amsterdam in Holland