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Tierrechtsradio
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Sendung vom 02.03.2007 11:00:

Argumente im Sachwalterschaftsprozess Schimpanse

Beim Sachwalterschaftsprozess für den Schimpansen Hiasl am BG Mödling wurden 4 Gutachten und zahllose Argumente vorgebracht. Der Rechtsvertreter des Prozesses im Gespräch.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 23. FEBRUAR – 1. MÄRZ 2007

Kleider Bauer Demos und Aktionen.
Am 23. und 24. Februar wurden jeweils vor den Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstrasse und in Innsbruck Museumstrasse Pelzdemos abgehalten.
Am 24. Februar kamen weitere Demos vor Kleider Bauer in Linz in der Landstrasse und in Wien in der Favoritenstrasse dazu.

Tierrechtsdemos.
TierrechtlerInnen entrollten in blutiger Kuh- und Fleischerkleidung am 23. Februar am Gelände des Schlachthofs Bergheim in Salzburg mehrere Transparente und demonstrierten anschließend in der Schlachthofzufahrt.
Am 24. Februar wurden am Stefansplatz in Wien Tierrechtsfilme mittels Videobeamer auf Großleinwand gezeigt.

Weiter Tierrechtsdemoverbot in Graz: Anzeige wegen Amtsmissbrauchs.
Bereits seit 6. Jänner 2007 werden laufend € 200 Geldstrafen an KundgebungsleiterInnen von Tierrechtsdemos in Graz vom Magistrat ausgesprochen. Ein 19 jähriger Schüler, der kein Einkommen hat, ist dadurch mit Ersatzgefängnisstrafe bedroht. TierrechtlerInnen haben daraufhin den zuständigen Beamten wegen Amtsmissbrauchs angezeigt. Er würde im vollen Bewusstsein der Verfassungswidrigkeit seines Handelns die AktivistInnen in ihrem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit schädigen.

Sachwalterschaftsprozess für Schimpansen fortgesetzt.
Seit Anfang Februar 2007 läuft ein Sachwalterschaftsprozess für einen Schimpansen am Bezirksgericht Mödling, NÖ. Bei einem ersten Gesprächstermin zwischen Antragsteller und Richterin am 2. Februar, forderte diese, dass Geburtsurkunde, Meldezettel und Staatsbürgerschaftsnachweis des Schimpansen vorzulegen seien, bevor der Prozess weitergehen könne. Am 27. Februar beantragte der Anwalt des Antragstellers die Fortsetzung des Verfahrens ohne derartige Dokumente. Der Schimpanse sei vor 25 Jahren als 1 jähriger nach Österreich gesetzwidrig entführt worden und hätte daher keine Dokumente. Aber das Sachwalterschaftsgesetz sähe auch nicht vor, dass nur Personen mit Pass zu besachwaltern seien.

Schlachthof Bergheim wird nicht schächten.
Am 28. Februar erklärte der Obmann des Raiffeisenverbandes, der den Schlachthof Bergheim bei Salzburg besitzt, dass dieser Schlachthof keine tierquälerische Schächttrommel anschaffen, sondern lieber auf islamische KundInnen verzichten wird. Er lehne die islamische Tötungsmethode ohne Bewusstlosigkeit vor dem Kehlschnit aus ethischen Gründen ab, hieß es in der Aussendung.

Ungewissheit über Wiener Tierschutzhaus.
Ende Februar lief die Frist für die Aufbringung von € 400.000 durch das Tierschutzhaus für die Gläubiger ab. Am 26. Februar erklärte der Masseverwalter Valentin Piskernik, dass de WTV diese Summe nicht aufgebracht hätte und deshalb geschlossen würde, aber am 1. März durch eine Betriebsgesellschaft des Sanierers Erhard Grossnigg übernommen und wieder aufgemacht würde. Am 28. Februar gab aber der derzeitige WTV Präsident DDr. Antolini bekannt, dass die € 400.000 doch noch eingezahlt würden. Die Zukunft des Tierschutzhauses und vor allem seiner exotischen BewohnerInnen ist also weiterhin ungewiss. Gerüchten zufolge sollen alle Wildtiere verkauft oder verschenkt werden.

Europäische Kommission beschließt Importverbot für Wildvögel.
Am 11. Jänner 2007 hat die Europäische Kommission ein dauerhaftes Importverbot für Wildvögel in die EU beschlossen! Wenn diese Entscheidung auch vorrangig von Gesundheitsgründen motiviert war, so wurde dennoch die eklatante Tierschutzproblematik, die der Wildvogelhandel hervorruft, von der Kommission bestätigt. Nach Angaben von ExpertInnen wird diese europäische Entscheidung jährlich ca. 2 Millionen Wildvögeln das Leben retten. Allerdings ist der Import gezüchteter Vögel aus dem Verbot ausgenommen. In Österreich ist die kommerzielle Handaufzucht seit Inkrafttreten des neuen, bundeseinheitlichen Tierschutzgesetzes, am 1. 1. 2005, verboten.

Großschlachthof ausgebrannt.
Am 27. Februar brannte ein großer Schweineschlachthof mit 360 Angestellten in Adelaide, Australien, völlig aus. Es entstand ein Sachschaden von 15 Millionen australischen Dollar. Die Schlachtungen werden für mindestens 6 Monate ausgesetzt. Wer das Feuer gelegt hat ist unbekannt.

Vorankündigungen:

Kleider Bauer Demos jeden Freitag ab 13 Uhr Wien Mariahilferstrasse, ab 14 Uhr Innsbruck Museumsstrasse und ab 15 Uhr Graz Murgasse. An denselben Orten finden jeden Samstag die Demos in Wien ab 10 Uhr, in Graz ab 12 Uhr und in Innsbruck ab 14 Uhr statt.
10. – 12. August internationales Grassroots TR-Gathering in Amsterdam in Holland