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Tierrechtsradio
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Sendung vom 20.04.2007 11:00:

Neuerliches Demoverbot vor Kleider Bauer in Wien

Die Polizei verbietet alle Demos gegen Pelz innerhalb von 20 m von pelzführenden Geschäften, weil das Geschäftsschädigung wäre. Eine bisher noch nie benutzte Begründung für Untersagungen.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 13. – 19. APRIL 2007

Kleider Bauer Demos und Aktionen.
Am 13. April wurde in Wien in der Mariahilferstrasse und in Innsbruck in der Museumstrasse vor Kleider Bauer Filialen gegen Pelz demonstriert.
Am 14. April gab es Kleider Bauer Demos in Wien Mariahilferstrasse vor Kleider Bauer und Hämmerle, in Linz in der Landstrasse, in Graz in der Murgasse und in Innsbruck in der Museumstrasse.
In der Nacht auf den 14. April wurden 2 Auslagenscheiben von Kleider Bauer in der Mariahilferstrasse in Wien mit einer Steinschleuder eingeschossen.
Am 17. April gab es wiederum eine Demo gegen Kleider Bauer in Wien in der Mariahilferstrasse.
Am 19. April demonstrierten 40 AktivistInnen vor Kleider Bauer in der Mariahilferstrasse in Wien für die Demonstrationsfreiheit, weil die Polizei Demos direkt vor Kleider Bauer untersagt hatte. Die Beamten wollten die AktivistInnen vertreiben, die z.T. durch Niedersetzen passiven Widerstand leisteten. Letztendlich wurde die sehr laute Demo doch direkt vor der Kleider Bauer Filiale abgehalten.

Polizei untersagt Kleider Bauer Demos in Wien.
Bereits Anfang Dezember 2006 wurden plötzlich alle Kundgebungen in der Nähe von Kleider Bauer Filialen untersagt. Die damalige Begründung: es sei wahrscheinlich, dass bei derartigen Kundgebungen Angriffe auf Angestellte stattfinden könnten oder Sachbeschädigungen begangen würden. Nach 2 Wochen wurden die Kundgebungen ebenso plötzlich wieder zugelassen – und es kam auch seither nie zu den angeblichen Übergriffen. Am 13. April untersagte dieselbe Behörde die gleichen Versammlungen desselben Veranstalters am selben Ort mit einer ganz anderen Begründung. Diesmal stützt die Behörde ihre Untersagung auf eine etwaige Gefährdung des öffentlichen Wohls, insbesondere durch eine vorgebliche Störung der Geschäftstätigkeit der Firma Kleider Bauer. Geschäftsschädigung gehört aber in den zivilrechtlichen Bereich. Nach Ansicht der TierrechtlerInnen ist es nicht Aufgabe der Polizei und der Behörde, die Firma Kleider Bauer vor möglicherweise geschäftsschädigendem Verhalten durch andere zu bewahren. Die Firma Kleider Bauer hat die Möglichkeit, etwaige Geschäftsschädigungen durch Kundgebungen zivilrechtlich einzuklagen. Das ist aber bisher nicht geschehen, weshalb davon auszugehen ist, dass die jetzt untersagten Kundgebungen, im Gegensatz zur Ansicht der Behörde, keine Geschäftsschädigungen sind.

Tierrechtsdemos.
Am 13. April informierten AktivistInnen am Hauptplatz in Graz über Tierrechte.
Am 14. April gab es auf der Linzer Landstrasse eine Anti-Fleisch Demo. Am selben Tag wurde in Wien am Stefansplatz für Tierrechte demonstriert.
Am 19. April hielten AktivistInnen eine Kundgebung für den Importstopp von Robbenprodukten vor dem Parlament ab. Am 3. Mai wird das entsprechende Gesetz im Plenum des Nationalrats zur Abstimmung kommen. Unterdessen sind einige RobbenjägerInnen im Packeis in Kanada eingeschlossen und schweben in Lebensgefahr, weil wegen Schlechtwetters die Rettungsaktion mit Hubschraubern vorerst abgeblasen werden musste.

Tierrechtsaktivist verurteilt.
Am 17. April fand die Berufungsverhandlung wegen Störung der öffentlichen Ordnung am UVS Wien gegen einen Aktivisten statt, der sich in die Eingangstür von P&C als Protest gegen deren damaligen Pelzverkaufs gekettet hatte. Der Mann wurde zwar schuldig gesprochen, die Strafe aber von 220 auf 50 Euro reduziert.

Anti-Stierkampfdeklaration im EU-Parlament gescheitert.
Am 15. April endete die Frist innerhalb welcher die EU-ParlamentarierInnen die Möglichkeit hatten, die „Schriftliche Erklärung zu einem EU-weiten Verbot von Stierkämpfen“ mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Die Anstrengungen verschiedenster europäischer Tierschutzvereine haben nicht gereicht, um die Hälfte der Abgeordneten von der Dringlichkeit dieser Sache zu überzeugen. 182 Unterschriften fehlten zur erfolgreichen Annahme der Erklärung und damit zur Übermittlung an die EU-Kommission und an die Regierungen der Mitgliedsländer. 10 von 18 österreichischen EU-Abgeordneten haben für die Deklaration gestimmt, die SPÖ Abgeordneten waren geschlossen dafür, die ÖVP Abgeordneten geschlossen dagegen.

Kanadische Galerie zog Tier-Installation zurück.
Nach Protesten von TierschützerInnen hat eine Galerie im kanadischen Vancouver am 15. April ein Kunstwerk mit lebenden Tieren aus einer Ausstellung entfernt. Das "Theater der Welt" getaufte Ausstellungsstück versammelte lebende Heuschrecken, Käfer, Taranteln, Tausendfüßler, Eidechsen, Glattechsen und Skorpione unter einer Kuppel nach Art eines Schildkrötenpanzers. Laut Beschreibung zeigte das Kunstwerk des chinesisch-kanadischen Künstlers Huang Yong Ping "einen Mikrokosmos der weltweiten Konflikte".

Sachwalterschaftsprozess für Schimpanse kommt in heiße Phase.
Anfang Februar 2007 wurde am Bezirksgericht Mödling eine Sachwalterschaft für den Schimpansen Hiasl vom WTV beantragt. Am 18. April fasste die zuständige Richterin den Beschluss, mit dem Prozess nicht fortzufahren, weil Hiasl nicht behindert wäre und keine Notsituation vorliege. In einer Stellungnahme des Pressesprechers verlautete das Gericht am 19. April, dass Hiasl nicht als Person gesehen werden könne, weil Personen auch Pflichten übernehmen können müssten. Stimmt nicht, antwortet die Tierrechtsseite. Hiasl sei kognitiv mit einem 4 jährigen Waisenkind vergleichbar und der WTV-Bankrott sei eine Notsituation. Abgesehen davon würden auch gewisse Menschen Personen sein ohne Pflichten übernehmen können zu müssen. Großes nationales und internationales Medieninteresse begleitet den Fall. Die Tierrechtsseite kündigte an, den Beschluss zum Landesgericht St. Pölten zu berufen.

Tierrechtsveranstaltung an der Fachhochschule Hagenberg in OÖ.
Am 18. April wurde ein Vortrag über den naturwissenschaftlichen Zugang zum Bewusstsein und dessen Bedeutung für die Mensch-Tier Beziehung und Tierrechten, an der Fachhochschule in Hagenberg abgehalten. Der volle Hörsaal diskutierte die aufgeworfenen Fragen fast 3 Stunden lang, bevor ein veganes Buffet serviert wurde.

Vorankündigungen:

Kleider Bauer Demos: Freitag ab 13 Uhr Wien Mariahilferstrasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumsstrasse. Am Samstag ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, ab 12 Uhr Graz Murgasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumstrasse.
13. Mai Vortrag der Vorsitzenden der holl. TR-Partei um 18 Uhr im Don-Bosco Haus in Wien
10. – 13. August internationales Grassroots TR-Gathering in Appelscha in Nord-Holland, www.ar2007.info
Animal Liberation Workshops siehe www.animal-liberation,at: 5.+6. Mai Estland, 26.+27. Mai Maribor, 21.+22. Juli Luzern, 13.+14. Oktober Linz, 20.+21. Oktober Innsbruck, 10.+11. November Graz und 17.+18. November Wien