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Tierrechtsradio
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Sendung vom 15.06.2007 11:00:

Nachruf auf Hund Max, den Tierrechtsaktivisten

Max, ein Colly-Schäfer Mischling, ist am 10. Juni gestorben. Er war auf mehr Demos und TR-Aktionen als die meisten Menschen je sein werden.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 8. – 14. JUNI 2007

Kleider Bauer Demos.
Am 8. Juni wurde vor Kleider Bauer in der Mariahilferstrasse in Wien und am 8. und 9. Juni in der Museumstrasse in Innsbruck gegen Pelz demonstriert.

Tierrechtsdemos.
Am 8. Juni nutzten AktivistInnen die traditionelle Welt-Milchnacht im Salzburger Mirabellgarten, um gegen das Leid der Nutztiere in der Milchproduktion zu protestieren.
Am 9. Juni wurde am Stefansplatz in Wien für Tierrechte demonstriert.

TierrechtlerInnen veröffentlichen Studie über Ziegenhaltung.
Am 11. Juni wurden die Ergebnisse einer Recherche von Ziegenstallungen in Westösterreich publik. Die Ziegenhaltung wurde zwar generell als tierfreundlicher im Vergleich zur Kuhhaltung konstatiert, aber dennoch gäbe es zunehmend größere Stallungen u.a. sogar mit verbotener Anbindehaltung. Das Enthornen von Ziegen ist mittlerweile wieder legal und überall Standard. Die TierrechtlerInnen kritisierten auch, dass viele der Ziegen letztendlich oft gesetzwidrig geschächtet werden.

Veganes Sommerfest in Wien.
Am 9. Juni fand jetzt bereits das 10. Jahr in Folge ein Veganes Sommerfest in Wien statt, diesmal wieder auf der Mariahilferstrasse beim Museumsquartier. Tausende BesucherInnen tummelten sich vor den insgesamt 13 Ständen von verschiedenen veganen Firmen und Tierrechtsorganisationen. Eine große Bühne, auf der ein volles Programm mit verschiedenen veganen Bands angeboten wurde, lockte auch viele Menschen ohne spezifischem veganem Interesse an. Die Musik ging bis nach 22 Uhr mit u.a. den Kafkas und der Tierrechtsband AJ-Gang weiter. Praktisch alle Essens-Stände meldeten zuletzt, ausverkauft zu sein. Die VeranstalterInnen bezeichnen das Fest als einen großen Erfolg, weil wieder viele Menschen in positiver Weise mit dem Veganismus konfrontiert worden seien.

Diskussion zu Tierschutz trifft Umweltschutz.
Am 13. Juni diskutierten Vertreter von Greenpeace, Global2000, Vegane Gesellschaft und Verein Gegen Tierfabriken mit über 100 AktivistInnen im Don Bosco Haus in Wien über Gemeinsames und Trennendes von Tierschutz und Umweltschutz. Nach der Zusammenfassung aller Daten zur Umweltbelastung der Tierproduktion entbrannte die Diskussion zu der Frage, warum Umweltschutzorganisationen weder selbst vegan leben noch den Veganismus zu verbreiten versuchen. Es wurde aber anerkannt, dass die Organisationen diesbezüglich am Umdenken sind. Der ökologische Fußabdruck und die Nachhaltigkeit wurden als Brennpunkte gemeinsamer Interessen identifiziert, die beiden Bewegungen ein zentrales Anliegen sind. Politisch könnte man das durch gemeinsame Kampagnen gegen die falsche Subventionspolitik von konventioneller Tierproduktion, sowie für eine CO2 Steuer und eine Förderung von Biolandbau erreichen.

Breite Koalition gegen Tierschutzrat-Novelle.
Der Tierschutzrat wurde 2005 als unabhängige Institution geschaffen, um dem Tierschutzministerium Ratschläge für Gesetzesnovellen zu erteilen. Nach Ansicht der Tierrechtsbewegung war dieses Gremium aber der Regierung zu aufmüpfig. In einer Novelle, die am 20. Juni vom Gesundheitsausschuss des Parlaments beschlossen werden soll, würde der Tierschutzrat entmündigt. Die Mitglieder wären dann mehrheitlich regierungsabhängig und ausschließlich vom Tierschutzministerium bestellt. Dagegen richten sich zahllose Petitionen und Aussendungen einer breiten Koalition aller Tierschutz- und Tierrechtsgruppierungen Österreichs, unterstützt von den Grünen. Die Bewegung fordert: Hände weg vom Tierschutzrat!

EU-Importverbot für Hunde- und Katzenpelze in Sicht.
Am 4. Juni verkündete der Ausschuss für den internen Markt und Konsumentenschutz des EU-Parlaments, dass eine Einigung erzielt worden sei, den Import von Hunde- und Katzenpelzen in die EU zu verbieten. Das ausgehandelte Gesetz soll Ende Juni dem EU-Parlament vorgelegt werden und bis Dezember 2008 in nationales Gesetz aller Mitgliedsstaaten umgesetzt sein.

Kaninchen von Farm befreit.
Am 10. Juni befreiten TierrechtlerInnen 5 Kaninchen aus einer Bergkaninchenfarm in Morata de Tajuna bei Madrid, Spanien. Wachhunde verhinderten die Befreiung weiterer Tiere. Die AktivistInnen entkamen dennoch unerkannt.

Air Canada beendet Versuchshundetransport.
Am 11. Juni gab Air Canada öffentlich bekannt, keine Beagles mehr als Versuchshunde im Laderaum des Flugzeugs mitnehmen zu wollen. Anlass war der Transport von 100 Beagles am 21. Mai von Montreal nach Paris, gegen den es sehr viele Proteste gab.

Vorankündigungen:

Kleider Bauer Demos: Freitag ab 13 Uhr Wien Mariahilferstrasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumsstrasse. Am Samstag ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, ab 12 Uhr Graz Murgasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumstrasse.
15. Juni HS 1 im NIG in Wien, Universitätsstrasse 7, 19 Uhr, Personenrechte für Menschenaffen?, Vorträge und Diskussion
10. – 13. August internationales Grassroots TR-Gathering in Appelscha in Nord-Holland, www.ar2007.info
Animal Liberation Workshops siehe www.animal-liberation.at: 7.+8. Juli Lettland, 21.+22. Juli Luzern, 13.+14. Oktober Linz, 20.+21. Oktober Innsbruck, 10.+11. November Graz und 17.+18. November Wien
10. Veganmania: 16.6. Salzburg Alter Markt, 23.6. Linz Taubenmarkt, 30.6. Graz beim Umweltfest