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Tierrechtsradio
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Sendung vom 27.07.2007 11:00:

Animal Liberation Workshop in Luzern, Schweiz

Von 20.-21. Juli organsierten österr. TRlerInnen einen Workshop zur Tierrechtspraxis in der Schweiz. Bei der Workshop Demo mit 300 TeilnehmerInnen erschien die Polizei mit Gummi-Geschoß Gewehren.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 19. – 26. JULI 2007

Kleider Bauer Demos.
Am 20. Juli wurde in Innsbruck Museumstrasse gegen Pelz vor Kleider Bauer Filialen demonstriert.
Am 21. Juli gab es Demos in Linz Landstrasse, Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse vor Kleider Bauer.

Tierrechtsdemos.
Am 20. Juli wurde in Graz am Hauptplatz und am 21. Juli in Wien am Stefansplatz für Tierrechte demonstriert.

Ende der Grunztour durch Österreich.
Von 30. Juni – 20. Juli waren Tierrechts-AktivistInnen mit einem überdimensionalen Schwein, gezogen von einem Minivan mit Schwein im Kastenstand auf dem Dach, durch Österreich unterwegs und hielten an insgesamt 38 Orten Kundgebungen über die Ausbeutung der Schweine in Österreich ab. Am 19. Juli gab es noch die letzten Demos in Villach und in Spittal an der Drau in Kärnten, am 20. Juli endete die Demotour in Lienz. Nach Ansicht der VeranstalterInnen war die Tour ein großer Erfolg, lokale Medien berichteten fast überall und besonders in kleinen Orten wurden die Menschen erstmals mit derartigen Bildern und Tierrechtsdemos konfrontiert.

Vorträge über die Geschichte der radikalen Tierrechtsbewegung.
Keith Mann, langjähriger Tierrechtsaktivist aus England, der fast 8 Jahre wegen Tierrechtsaktionen im Gefängnis gesessen hatte, präsentierte in Österreich sein Buch über die Geschichte der radikalen Tierrechtsbewegung. Am 19. Juli im PMK in Innsbruck vor 50 ZuhörerInnen und am 23. Juli in der Arena in Wien vor 150 Interessierten, sprach der Autor über sein Leben und seine Erlebnisse und zeigte den Film „Behind the Mask“, der die Motivation hinter radikalen Tierrechtsaktionen thematisiert. Bei beiden Events wurde nach dem Vortrag diskutiert und veganes Essen serviert.

Animal Liberation Workshop in Luzern in der Schweiz.
Von 21.-22. Juli fand der 4. von Österreich aus organisierte internationale Animal Liberation Workshop mit 80 TeilnehmerInnen im Cafe Parterre in Luzern in der Schweiz statt. Die für den Workshop organisierte Demo gegen den Zirkus Knie, quer durch die Stadt Luzern bis zum Zirkuszelt, zog über 300 TeilnehmerInnen an. Die Polizei reagierte völlig übertrieben und versuchte die AktivistInnen voll bewaffnet mit Helm, Schild, Tränengas und Gummigeschoß-Gewehr (!) zu provozieren. Der auf englisch abgehaltene Workshop ging von früh bis spät durch das gesamte Wochenende, dazwischen wurde veganes Essen serviert. Nach 2 Tagen intensiver Arbeit zu praktischen Fragen des Tierrechtsaktivismus, gingen die TeilnehmerInnen hochmotiviert ihrer Wege.

Verfassungsschutzbericht 2007 erschienen.
Der jährlich vom Innenministerium herausgegebene Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2007 erschien Ende Juli und fasst in 8 Seiten die Aktivitäten der sogenannten „militanten Tierrechtsszene“ zusammen. Laut Bericht zeigten die Aktivitäten dieser Szene in Österreich im Jahr 2006 im Vergleich zu den Vorjahren vor allem im legalen – aber auch im strafrechtlich relevanten – Bereich eine deutliche Steigerung. Es sei evident, dass im Wege legaler Protestaktionen häufig schwerwiegendere wirtschaftliche Nachteile für die betroffenen Unternehmen verursacht werden, als durch illegale Aktivitäten wie etwa Sachbeschädigungen. Für kleinere Unternehmen, z.B. Kürschnereibetriebe, können die mit Demonstrationen verbundenen massiven Geschäftsstörungen unter Umständen ein existenzbedrohendes Ausmaß erreichen. Zusätzlich seien 42 ALF-Aktionen angezeigt worden, mit einem Gesamtschaden von 287.000 Euro, wobei ein Anschlag gegen Kleider Bauer allein 125.000 Euro Schaden angerichtet hätte. Einen Brandanschlag hätte es gegeben. 50% der Sachbeschädigungen wären gegen Pelz gerichtet gewesen, 25% gegen Tierversuche und 17% gegen die Jagd. Aufgrund der durch Aktivitäten der militanten Tierrechtsszene evidenten Bedrohung bestimmter Wirtschaftszweige (Kürschnereien, Modeketten, Pharma-Firmen) wurde seitens der Sicherheitsbehörden im Jahr 2006 die Zusammenarbeit mit den betroffenen Interessensvertretungen und Unternehmen intensiviert. Anlassbezogen wurden themenspezifische Informationsveranstaltungen sowie individuelle Beratungsgespräche durchgeführt.

Rechtsanwalt wegen Sachwaltschaftsprozess für Schimpansen angezeigt.
Rechtsanwalt Mag. Stefan Traxler brachte den Antrag auf Besachwalterung des Schimpansen Hiasl im Bezirksgericht Mödling ein. Der Vorsteher des Bezirksgerichts zeigte am 18. Juli den Rechtsanwalt bei der Anwaltskammer NÖ an. Das Begehren entspreche keineswegs der geltenden österreichischen Rechtsordnung. „Das Befassen eines Gerichtes mit einem derartigen Antrag ist jedenfalls der einem Gericht zu entgegenbringenden Achtung nicht angemessen und allenfalls auch standeswidrig“, meinte der Anzeiger. Es wurde ein Untersuchungskommissär eingesetzt und das Disziplinarverfahren eingeleitet.

Pelzfarmverbot in Italien ab 2008.
Am 17. Juli bestätigte der italienische Senat die ab 2008 in Kraft tretenden Auflagen für Nerz- und Chinchillafarmen nach dem Tierschutzgesetz, die aller Wahrscheinlichkeit nach zur Schließung aller Pelzfarmen führen werden. Das Gesetz schreibt Naturboden und Schwimmwasser vor. 200.000 Nerze werden jährlich in 20 Farmen in Italien getötet. Zusätzlich gibt es noch 2 Chinchillafarmen.

2 weitere Modeketten pelzfrei.
Nach 3 Jahren Kampagne gab die italienische Modekette UPIM mit 350 Filialen in ganz Italien am 23. Juli bekannt, dass sie bereits in der kommenden Wintersaison keinen Tierpelz mehr verkaufen werden.
Nach 2 internationalen Aktionstagen gab die Modekette GUESS mit weltweit 800 Filialen am 26. Juli bekannt, ab April 2008 keinen Pelz mehr verkaufen zu wollen. Nach September 2007 würde GUESS keinen weiteren Pelz mehr nachkaufen.

Robbenpelzimportverbot in Holland.
Am 17. Juli 2007 hat die niederländische Regierung per Verordnung ein Import- und Handelsverbot für Produkte aus der kommerziellen kanadischen Robbenjagd beschlossen. Das Verbot betrifft Sattelrobben und Klappmützen. Vom Importverbot ausgenommen sind Produkte der ‚traditionellen’ Robbenjagd kanadischer Inuit.

Ein Kilo Fleisch so klimaschädlich wie 250 Kilometer Autofahrt.
Die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch ist so klimaschädlich wie eine Autofahrt von 250 Kilometern. Das berichtet das britische Magazin "New Scientist" mit Verweis auf japanische Forscher am 22. Juli. Sie berücksichtigten unter anderem die Futterproduktion und das Methangas, das Rinder bei der Verdauung ausstoßen. Das Team um Akifumi Ogino vom Nationalen Institut für Vieh- und Weideforschung in Tsukuba hatte für die Studie Daten einer industriellen japanischen Rinderfarm verwendet.

Vorankündigungen:

Kleider Bauer Demos: Freitag ab 13 Uhr Wien Mariahilferstrasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumsstrasse. Am Samstag ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse und Linz Landstrasse, ab 12 Uhr Graz Murgasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumstrasse.
10. – 13. August internationales Grassroots TR-Gathering in Appelscha in Nord-Holland, www.ar2007.info
Animal Liberation Workshops siehe www.animal-liberation.at: 13.+14. Oktober Linz, 20.+21. Oktober Innsbruck, 10.+11. November Graz und 17.+18. November Wien