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Radio Polonia Wieden
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Sendung vom 15.05.2007:

"Achtung Umpolen"-Wywiad z Marią Anną Ossolinską

W audycji tej nadamy wywiad z Marią Anną Ossolinską V-ce Dyrektorką Instytutu Polskiego w Wiedniu.Magazyn "Wiadomości" Andrzej Magielski.Calość prowadzi Jerzy Łaciuk

Audycję tą bedzie można wysłuchać w dowolnym czasie na naszej stronie internetowej:
http://radiopolonia-wieden.at/
Zapraszamy.
Ausstellungsprojekt "Bürocafé Umpolen"
Freiraum/quartier21 im MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien.
Im Rahmen von "Achtung! Umpolen"
19.04.2007 19:00 - 28.05.2007
Vernissage mit Kunst von Marlena Pardel, Mikołaj Długosz, Bartosz Mucha, Rahim Blak, Esin Turan, Scott Hayes und Michael Gumhold, Musik von Będzin Beat, polnischen und türkischen Schmankerln und Kaffee aus der Türkei.
BüroCafé Umpolen ist vom 19. April bis zum 28. Mai 2007 - dienstags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr - im Freiraum/quartier21 (MQ) geöffnet.
Das BüroCafé Umpolen ist das jüngste künstlerische Projekt des Polnischen Institutes Wien, das vom 19. April bis zum 28. Mai 2007 - dienstags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr - im MuseumsQuartier Wien präsentiert wird. Es ist weder eine herkömmliche Kunstausstellung, noch irgendein weiteres Projekt im Geiste der Elektro-Art-Klubs. Vielmehr schöpft es aus den Traditionen der einstigen Caféklubs in Polen mit ihrem sentimentalen, so ganz unmodern anmutenden Charakter, aber auch aus zeitgenössischen künstlerischen Erfahrungen, die ihre Quellen in der sog. institutionellen Kritik haben. Der Name BüroCafé Umpolen verbirgt eine ganze Serie sich mehr oder weniger autonom gestaltender, lose miteinander verbundener interdisziplinärer Events, die sich im Freiraum/quartier 21 abspielen werden. Es ist die Geschichte einer Institution, einer möglicherweise etwas mythologisierten, jedoch ungemein einnehmenden und überzeugenden.
Zu einen es ist ein Büro. Samt seinen Möbeln, dem Faxgerät, den Angestellte und der Direktion, mit ganzen Stapeln von Büchern und Platten wird das Polnische Institut ins MQ verlegt. Die Aktivitäten dieser Kulturinstitution werden somit der Öffentlichkeit preisgegeben (und somit akzentuiert). Die Gastgeber und ihre tägliche Arbeit werden für jeden sichtbar, nachvollziehbar werden.
Zum anderen ist es ein Café, das an die in der Geschichte Polens mythologisierte Belagerung Wiens von 1683 anknüpft, und auch an die mit diesem historischen Ereignis verbundenen Geschichte über die Entstehung der Wiener Kaffeehäuser. Der Legende nach entdeckte der Pole Franciszek Jerzy Kulczycki (auf Deutsch: Kolschitzky), der an der Seite des polnischen Königs Jan III Sobieski kämpfte, das aromatische schwarze Getränk für die Wiener. Angeblich gründete er auch das erste Kaffeehaus in Wien und bediente sich dabei jenes Kaffees, den die türkischen Belagerer bei ihrer Flucht zurückgelassen hatten. In Anspielung an diese geschichtliche Episode wird das Polnische Institut ein provisorisches Café unterhalten, so etwas wie einen zeitweiligen Kunstsalon, wo man seine Zeit verbringen (oder auch vergeuden!), Gerüchte austauschen, neue Bekanntschaften zu machen, in Erinnerungen schwelgen oder tanzen kann.
Hier wird aber auch eine außerhalb der Grenzen Polens nicht unbedingt bekannte Kunstszene vorgestellt, sowie Design und Musik. Künstler aus Polen, Österreich und der Türkei kommen hierher zu Gast. Umpolen ist also ein leicht anarchistisches und nicht gänzlich vorhersehbares Projekt mit sentimentalem Charakter. Ein etwas durcheinander geratenes, fast schon chaotisch anmutendes Café, das gleichzeitig vorübergehend als Büro einer Kulturinstitution dient, welches von Künstler aufgesucht wird, die hier unterschiedlichsten Dinge zu machen, neue Projekte vorzustellen und mit den Besuchern des Cafés „interaktiv" umzugehen gedenken. Es ist aber auch der Ort, wo alles auf den Kopf gestellt, Ränkespiele ausgetragen und kleine Bürovolten geschlagen werden. Dies alles in Übereinstimmung mit der Bedeutung des Wortes UMPOLEN, in dem sich paradoxerweise der Name POLEN finden lässt. Sebastian Cichocki