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Tierrechtsradio
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Sendung vom 05.10.2007 11:00:

14. internationaler Kongress zu Alternativen zum Tierversuch

Von 28.-30. 9. trafen sich WissenschaftlerInnen und EthikerInnen an der Uni Linz und besprachen den neuesten Stand der Alternativenforschung und politisch-ethische Kritik an der Tierversuchspraxis.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 28. SEPTEMBER – 4. OKTOBER 2007

Kleider Bauer Demos und Aktionen.
Am 28. und 29. September wurde jeweils vor den Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse gegen Pelz demonstriert. Bei der Wiener Demo am 28. September hatte jemand einer Gruppe von Punks Geld gezahlt, um die TR-Demo zu stören. Allerdings ist es zu keiner Störung gekommen, weil sich die Punks mit den DemonstrantInnen identifizierten.
Am 29. September gab es zusätzliche Kleider Bauer Demos in Graz Murgasse und Wr. Neustadt Fussgängerzone.
Am 1. Oktober wurde in Salzburg ein Kleider Bauer Aktionstag organisiert. Neben einer Demo vor der Filiale Am Platzl wurde dem Geschäftsführer der Negativpreis zum Tierschutz anlässlich des Welttierschutztages 2007 in Form einer von der Veganwerkstatt hergestellten Urkunde samt Plüschtier überreicht.

Tierrechtsdemos.
Am 28. September gab es am Hauptplatz in Graz eine Tierrechtsdemo.
Am 29. September wurden am Stefansplatz in Wien Tierrechtsfilme gezeigt.
Am 30. September protestierten AktivistInnen unangemeldet vor dem Schlachthof in Hollabrunn. Der Schlachthofbesitzer und einige Angestellte attackierten die DemonstrantInnen daraufhin und schlitzten die Reifen ihres Kleinbusses auf. Die AktivistInnen wurden aufgehalten bis die Polizei eintraf. Der Schlachthofbetreiber erklärte wiederholt und vor der Polizei, dass es Schade sei, dass Hitler nicht mehr an der Macht wäre, weil dann TierrechtlerInnen in den Gaskammern umgebracht würden, was sie offenbar verdienten. Die Polizei sah keinen Grund gegen die Leute vom Schlachthof einzuschreiten, stattdessen durchsuchte sie das Fahrzeug der AktivistInnen.
Am 3. und 4. Oktober wurde einmal am Graben und einmal in der Mariahilferstrasse, jeweils in Wien, gegen den Missbrauch von Schweinen zur Fleischproduktion demonstriert.

2 Jagdstände zerstört.
Ende September wurden 2 Jagdstände am Waschberg im Weinviertel in NÖ umgeworfen und unschädlich gemacht.

Nach VGT Vorwurf der Lüge: Innenminister entschärft seine Aussagen.
Auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen an den Innenminister, warum dem Verein Gegen Tierfabriken VGT Demonstrationen rigoros untersagt worden waren, antwortete dieser mit, wie der VGT betont, nachweislich falschen Behauptungen und Unterstellungen, die den VGT als gewalttätig darstellen würden. Der VGT klagte daraufhin den Minister auf Unterlassung und Widerruf am Handelsgericht Wien. Die Klage wurde aber abgewiesen, weil der Innenminister immun sei. In einem offenen Brief forderte der Tierschutzverein daraufhin den Minister auf, „die von ihm verbreiteten Lügen öffentlich zu widerrufen“. In einem Brief antwortete der Minister jetzt dem VGT und entschärfte seine Vorwürfe mit den Worten: „Mit [der parlamentarischen] Beantwortung wurde keine wie immer geartete Anlastung bzw. Wertung gegenüber dem VGT ausgedrückt.“

14. internationale Konferenz zu Alternativen zu Tierversuchen.
Von 28. – 30. September organisierte das Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch die bereits 14. internationale Konferenz zu Alternativen zum Tierversuch an der Uni Linz. Auf der gutbesuchten Konferenz wurden verschiedenste wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Ersatz oder Reduktion von Tierversuchen vorgestellt. Es gab aber auch einige Vorträge zu Ethik und Tierrechten. Buffet und Abendessen waren zur Hälfte vegan. SprecherInnen kritisierten die mangelnde Kontrolle von Tierversuchen und monierten, dass fast ausschließlich in der Toxikologie – und dort viel zu wenig – Alternativen entwickelt werden.

Podiumsdiskussion zum Klimawandel.
Die Grüne Bildungswerkstatt Burgenland lud am 28. September zu einer Podiumsdiskussion über den Klimawandel nach Neusiedl am See. Diese Veranstaltung unterschied sich aber von ähnlichen Diskussionen zum Klimawandel dadurch, dass auch ein Sprecher der Veganen Gesellschaft aufs Podium geladen war, um Tiernutzung und Klimawandel zu thematisieren. Viele Interessierte beteiligten sich an dem Gedankenaustausch.

Englisches TR-gathering von Polizei gestürmt.
Am 29. und 30. September fand in Kent im Süden Englands das diesjährige Tierrechtsgathering in einem Gnadenhof statt. Etwa 200 AktivistInnen waren anwesend. Die Polizei hatte das gathering von Anfang an umstellt und immer wieder Leute außerhalb angehalten und durchsucht. Es gab sogar einen behördlichen Versuch, das gathering wegen der Gefahr der Maul-und-Klauenseuche zu verbieten, zumal Rinder am Gnadenhof anwesend sind. Am Sonntag stürmten plötzlich etwa 50 PolizistInnen den Gnadenhof und begannen eine großangelegte Durchsuchung des Geländes, aller Autos und der Personen. Niemand wurde festgenommen.

Anschläge gegen Tierversuche.
In einem Bekennerschreiben vom 1. Oktober beschreibt eine französische ALF-Zelle ihren Brandanschlag auf das Auto eines führenden Tierexperimentators in Holland, der am 11. August stattgefunden hat.
Ebenfalls in einem Bekennerschreiben warnt die Animal Rights Militia, dass sie am 29. September in 6 verschiedenen Städten in Spanien insgesamt 41 Tuben Voltaren der Firma Novartis mit Säure versetzt worden seien, um gegen die Tierversuche, die Novartis bei HLS machen lässt, zu protestieren.
Am 28. September wurden die Fenster des Hauses der Direktorin des mit HLS in Geschäftsverbindung stehenden Tierversuchslabors DuPont in Spanien von der ALF eingeschossen.

Türkei bekommt Tierschutz in die Verfassung.
Am 1. Oktober beschloss die türkische Verfassungskommission mehrheitlich, Tierschutz in die türkische Verfassung aufzunehmen. Artikel 129 der Verfassung wird auf Initiative des Ministers Nimet Cubukcu um einen Satz zum Tierschutz erweitert.

Deutscher Zirkus verdächtigt, Kamele als PR-Gag freigelassen zu haben.
Am 2. Oktober waren dem Zirkus Berlin in Klagenfurt 4 Kamele aus seiner Haltung entkommen und in den Strassen von Klagenfurt herumgelaufen. Der Zirkusdirektor beschuldigte in einer Medienaussendung TierrechtlerInnen die Kamele ausgelassen zu haben. Allerdings weisen KritikerInnen daraufhin, dass diese Aktion 2 Tage vor seiner Premiere bereits öfters stattgefunden hätte und höchstwahrscheinlich nur als PR-Gag dient.

Vorankündigungen

Kleider Bauer Demos
Freitag ab 13 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, 14 Uhr in Innsbruck Museumsstrasse.
Samstag ab 9:30 Uhr in Wr. Neustadt Fussgängerzone, 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, 12.30 Uhr in Graz Murgasse und 14 Uhr in Innsbruck Museumsstraße.
Tierrechtsdemos
Freitag ab 17 Uhr in Graz Hauptplatz.
Samstag ab 11.30 Uhr in Linz Landstraße Ecke Passage und ab 19 Uhr am Stephansplatz in Wien
Animal Liberation Workshops siehe www.animal-liberation.at: 13.+14. Oktober Linz, 20.+21. Oktober Innsbruck, 10.+11. November Graz und 17.+18. November Wien