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Tierrechtsradio
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Sendung vom 23.11.2007 11:00:

Entscheidung im Parlament: Käfigverbot Kaninchenhaltung

Live von einer Demo vor dem Parlament wird über die Entscheidung im Ausschuss berichtet, ob ein Kaninchenverbot kommt und was die Tierschutzgesetznovelle bringt.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 16. – 22. NOVEMBER 2007

Kleider Bauer Demos.
Am 16. November wurde vor den Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse gegen Pelz demonstriert.
Am 17. November gab es Pelzdemos vor Hämmerle in Wien Mariahilferstrasse, und vor Kleider Bauer in Innsbruck Museumstrasse und Graz Murgasse.

Tierrechtsdemos.
Am 16. November wurde am Hauptplatz in Graz, und am 17. November am Stefansplatz in Wien sowie in Gleisdorf und im Einkaufszentrum Seiersberg für Tierrechte demonstriert.
Am 21. November gab es vor der japanischen Botschaft eine Demo gegen den Walfang.

Kampagne für Käfigverbot in Kaninchenhaltung vor Erfolg.
Die Regierungsvorlage für eine Tierschutzgesetznovelle sieht eine Verbesserung der Käfighaltung ab 2020, aber kein Käfigverbot vor. Dagegen demonstrierten zahlreiche TierrechtlerInnen im ganzen Land. In Wien gab es Demos am 19., 20., 21. und 22. November vor dem Parlament. Zusätzlich wurde an all diesen Tagen auch am Stefansplatz, sowie am 21. November vor der ÖVP-Zentrale und am 22. November vor dem Tierschutzministerium demonstriert. In Innsbruck wurde bereits am 16. sowie am 17. November am Museumsplatz, und weiters am 20., 21. und 22. November am Franziskanerplatz protestiert. Zusätzlich wurde am 20. November in Gleisdorf, am 21. November vor der SPÖ Zentrale in Graz und am Taubenmarkt in Linz, und am 22. November am Hauptplatz in Graz demonstriert. Diese Welle von Protesten wurde auch durch zahllose Großplakate, die an verschiedenen Orten in Wien und Innsbruck, sowie an den Autobahneinfahrten der A2 und der A22 in Wien zu sehen waren, unterstützt. Zig tausende Protestemails und –anrufe wurden beim Tierschutzministerium und der Regierungsvertretung registriert. Am 22. November gaben die Regierungsparteien bekannt, am 23. November im entsprechenden Ausschuss im Parlament einen Antrag auf ein Käfigverbot für Kaninchenhaltung zur Fleischproduktion ab 2012 einzubringen.

1 Milliarde Kaninchen in Käfigen weltweit.
Über die Haltung von Kaninchen zur Fleisch- oder Pelzproduktion gibt es weder eine EU-Richtlinie noch Gesetze in den verschiedenen Ländern. 1 Milliarde Kaninchen weltweit und rund 400 Millionen in der EU werden als Nutztier gehalten und müssen fast ausnahmslos in Käfigen leben. Grund genug für die internationale Tierrechtsvereinigung Coalition Against the Fur Trade CAFT, zwei Jahre lang die Bedingungen in Kaninchenfarmen und Schlachthöfen in der EU zu untersuchen. Lange Reihen von Drahtgitterkäfigen, sogenannte Käfigbatterien, zeigten sich in praktisch allen Kaninchenfarmen der Hauptproduktionsländer Spanien, Italien und Frankreich. CAFT präsentierte am 18. November die Resultate der Öffentlichkeit.

Große Jagdsabotage in Zurndorf – JägerInnen schlagen AktivistInnen.
Am 18. November 2007 versuchten 40 AktivistInnen eine große Treibjagd von 60 JägerInnen auf Fasane, Rebhühner und Hasen zu verhindern. Die TierrechtlerInnen positionierten sich im Schussfeld und versuchten durch aufgespannte Regenschirme die Sicht auf die Tiere zu blockieren. Die JägerInnen schossen dennoch in gefährlicher Weise nahe an AktivistInnen vorbei. Einem Aktivisten wurde sogar durch den Regenschirm geschossen, den er in der Hand hielt. 2 Jäger legten die geladenen Waffen direkt auf Aktivisten an und drohten sie zu ermorden, sollten sie nicht gehen. Nach der Mittagspause entlud sich die Aggression der Jägerschaft an 5 einzeln angetroffenen TierrechtlerInnen, die niedergeschlagen und getreten wurden. Eine Kamera wurde bei diesen unprovozierten Angriffen zerstört. Der Verein Gegen Tierfabriken veröffentlichte 2 Beweisfilme auf seiner Webseite, die diese schweren Angriffe zeigten. Die Jägerschaft stritt alles ab, die Polizei behauptete, es hätte keine Tätlichkeiten gegeben.

Animal Liberation Workshop in Wien.
Am 17. und 18. November 2007 ging der letzte ALW in diesem Jahr über die Bühne. Der große Projektraum im WUK in der Währingerstrasse in Wien war gerade groß genug, um die 150 Interessierten aufzunehmen, die sich eingefunden hatten. Eine Gruppe von AktivistInnen übernahm das vegane Catering für diesen Event, und zwar völlig kostenlos für die TeilnehmerInnen. Am ersten Tag gab es von 16 bis 18 Uhr einen Demomarsch durch Wien. Die Polizei schickte eine Abteilung in voller Kampfmontur mit Schild, Schlagstock, Helm und Körperschutz zu dieser Tierrechtskundgebung. Manche BeobachterInnen interpretierten diese Entscheidung der Polizei dahingehend, dass eine derartige Polizeipräsenz automatisch allen PassantInnen das Gefühl gibt, die DemonstrantInnen müssten ein randalierender Mob sein. Diese Strategie, die Sympathie der Bevölkerung für die Tierrechtsbewegung abzukappen, sei leicht zu durchschauen. Ohne diese Sympathie ließen sich die Demonstrationsverbote und andere Maßnahmen der Polizeirepression leichter durchsetzen. Nach intensiver Arbeit zu den verschiedenen Themen der Arbeitskreise des ALW gingen die TeilnehmerInnen nach dem Wochenende neu motiviert nach Hause. Diese ALW Serie 2007 in Österreich wird sich nach Ansicht der OrganisatorInnen in nächster Zeit durch noch intensiveren Tierrechtsaktivismus auswirken.

Überladener Tiertransporter beschlagnahmt.
Am 21. November 2007 rief eine Tierrechtlerin die Polizei zur Kontrolle eines Schweinetransporters in Stockerau. Der LKW erwies sich als um 10 Schweine überladen, die Bremsen waren Defekt und der Fahrer hatte keine Berechtigung zum Tiertransport. Aufgrund dieser Mängel wurde das Fahrzeug beschlagnahmt und alle Schweine mit einem anderen Fahrzeug zum Schlachthof in Mistelbach gebracht und getötet.

Jagdhund zerfleischt Hauskatze vor Augen von Kind.
Am 16. November hat in Zwentendorf, NÖ, eine 11 köpfige Jagdgesellschaft unmittelbar in der Nähe von Wohnhäusern geschossen. Aus Angst vor dem Lärm floh eine junge Hauskatze aus dem Garten und wurde von einem Jagdhund vor dem Augen eines 7 jährigen Mädchens, der Freundin der Katze, zerfleischt. Die Jäger schauten ruhig zu, ohne einzugreifen.

Pelzfarmfüchse gefärbt.
Am 21. November färbten Unbekannte mit ungiftiger Naturfarbe die Pelze von 70 Füchsen auf der Pelzfarm Audru in Estland, sodass sie nicht mehr für den Verkauf geeignet sind.

Großdemo gegen Pelz in Deutschland.
Am 21. November demonstrierten 500 AktivistInnen in Hamburg gegen den Pelzverkauf bei Escada.

Vorankündigungen

Kleider Bauer Demos
Freitag ab 13 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, 14 Uhr in Innsbruck Museumsstrasse.
Samstag, ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse vor Kleider Bauer, 12.30 Uhr in Graz Murgasse und 14 Uhr in Innsbruck Museumsstraße.
Tierrechtsdemos
Freitag ab 17 Uhr am Grazer Hauptplatz
Samstag ab 11.30 Uhr in Linz Landstraße Ecke Passage und ab 19 Uhr am Stefansplatz in Wien