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Tierrechtsradio
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Sendung vom 07.12.2007 11:00:

Animal Liberation Workshop in Wien

Am ALW im Wiener WUK von 17. - 18. November 2007 nahmen 150 Interessierte teil, um Ideen für den eigenen Tierrechtsaktivismus zu bekommen. Bei der Großdemo trat die Polizei mit Kampfausrüstung auf.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 30. NOVEMBER – 6. DEZEMBER 2007

Kleider Bauer Demos.
Am 30. November wurde vor den Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse gegen Pelz demonstriert.
Am 1. Dezember gab es Kleider Bauer Demos vor Hämmerle und Kleider Bauer in Wien Mariahilferstrasse, sowie vor Kleider Bauer in Innsbruck Museumstrasse, Graz Murgasse und Linz Landstrasse.
Am 6. Dezember wurde vor Hämmerle in Salzburg protestiert.

Tierrechtsdemos.
Am 29. November fand eine Demo gegen Fleischkonsum am Taubenmarkt in Linz statt.
Am 30. November wurde am Hauptplatz in Graz für Tierrechte und gegen das Gänsestopfen, sowie vor Escada und dem Pelzhaus in der Goldgasse in Salzburg gegen Pelz demonstriert.
Am 1. Dezember gabs eine Pelzdemo vor Fürnkranz in Wien Mariahilferstrasse. Am Stefansplatz in Wien wurden Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt. In Seiersberg protestierten AktivistInnen gegen Tiertransporte und am Hauptplatz in Gleisdorf gegen eine Schweinefabrik, die in der Nähe gebaut werden soll.

Käfigverbot für Kaninchenhaltung beschlossen.
Am 4. Dezember gegen 23 Uhr stimmte die Mehrheit der Abgeordneten im Parlament für ein Käfigverbot in der Kaninchenhaltung für die Fleischgewinnung ab 1. Jänner 2012. In letzter Sekunde einigte man sich auf einen klaren Text, der eindeutig auch einzelne Käfige verbietet und nur Buchten- oder Freilandhaltung zulassen wird. Da neben den rund 23 Käfigbatterien in Österreich auch alle Landwirtschaften mit Kaninchenställen zur Eigenversorgung mit Fleisch vom Gesetz betroffen sind, werden ab 2012 rund 300.000 Kaninchen nicht mehr in Käfigen gehalten werden dürfen. Allerdings gibt es eine besonders lange Übergangsfrist für Betriebe, die in den letzten 3 Jahren ihre Käfiganlagen umgebaut haben. Laut Auskunft des Tierschutzministeriums werden deshalb 2 der 3 größten Käfigbatterien bis 2020 weitermachen dürfen. Kaninchenhaltung zur Pelzgewinnung ist schon seit 1998 verboten.

Tierschutzgesetznovelle.
Am 4. Dezember wurde mehrheitlich im Parlament eine Tierschutzgesetznovelle beschlossen, die u.a. Sex mit und an Tieren verbietet, sowie den Verkauf von Tieren auf der Strasse und Hunde zum Kupieren ins Ausland zu bringen oder kupierte Hunde auszustellen. Allerdings werden in Zukunft Verordnungen möglich sein, nach denen die Mindesthaltungsbedingungen für Paarhufer in Wildgattern, sowie Pferde und Rinder in Ausnahmefällen um 10% unterschritten werden dürfen. Zusätzlich wird es ab sofort für Zoohandlungen erlaubt sein, Hunde und Katzen in Hinterzimmern zu halten, um sie zu verkaufen. Dennoch sehen TierrechtsvertreterInnen generell einen großen Fortschritt in diesem neuen Gesetz, vor allem bzgl. des Käfigverbots in der Kaninchenhaltung.

Anti-Jagd Aktionen in internationaler Aktionswoche.
Heuer fand erstmals von 17. – 24. November eine internationale Aktionswoche gegen die Jagd statt. In Österreich gab es dazu neben einer großen Jagdsabotage auch einige Untergrundaktionen. So wurde eine Jagdhütte im Wert von 40.000 Euro im Burgenland angezündet und zusätzlich im Burgenland 1 Jagdstand umgeworfen. In der Steiermark fielen 8 und in Tirol 5 Jagdstände der Aktionswoche zum Opfer.

101 Tierfabriken in Finnland gefilmt.
Am 30. November präsentierten TierrechtlerInnen in Finnland Film- und Fotobeweise von den tierquälerischen Zuständen in 101 Tierfabriken im Land. Insgesamt wurden 21 Masthuhnfabriken mit 25% aller finnischen Masthühner, 60 Schweinefabriken und 20 Legebatterien gezeigt. Die zuständigen finnischen Behörden haben angekündigt, jedem einzelnen Vorwurf von Tierquälerei nachgehen zu wollen.

EU verbietet endgültig Handel mit Katzen- und Hundepelzen.
Die EU-LandwirtschaftsministerInnen verabschiedeten am 3. Dezember im Einklang mit dem Europäischen Parlament in erster Lesung die Verordnung über ein Verbot des Inverkehrbringens sowie der Ein- und Ausfuhr von Katzen- und Hundepelzen sowie von Produkten, die solche Pelze enthalten, in die bzw. aus der Gemeinschaft. Ausnahmen können nur zu pädagogischen Zwecken oder für TierpräparatorInnen gemacht werden.

Jäger erschiesst Jäger.
Am 3. Dezember erschoss ein 44 jähriger Jäger bei einer Treibjagd auf Fasane einen 59 jährigen Jagdkollegen in Stetteldorf am Wagram in NÖ. Nach einem Schrotschuss ins Gesicht war der Mann sofort tot.

Am Schweinsbraten erstickt.
Ein 56 jähriger Mann brach am 3. Dezember in einem Gasthaus in Thalheim bei Wels in OÖ plötzlich zusammen. Ein rasch herbeigerufener Notarzt, der nur noch den Tod feststellen konnte, fand als Todesursache ein Stück Schweinsbraten, das dem Mann im Hals stecken geblieben war.

Bombendrohung gegen Tierversuche.
Am 6. Dezember rief ein Unbekannter in einer biomedizinischen Forschungsstation der Universität Kalifornien in den USA an, und erklärte eine Bombe zur Explosion bringen zu wollen. Das Gebäude wurde evakuiert und eine Bombenattrappe gefunden. In diesem Institut werden Tierversuche gemacht.

Bärenfarmen in China geschlossen.
Am 4. Dezember gab die chinesische Regierung bekannt, dass sie als ersten Schritt zum Schutz nichtmenschlicher Tiere über 400 Bärenfarmen geschlossen habe. Von den kürzlich noch 480 Farmen gibt es heute nur mehr 68. Auf diesen Farmen werden Bären in körpergroßen Käfigen gehalten, damit ihnen aus einoperierten Schläuchen täglich Gallensaft entzogen werden kann, der in der chinesischen Medizin verwendet wird.

Vorankündigungen

Kleider Bauer Demos
Freitag ab 13 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, 14 Uhr in Innsbruck Museumsstrasse.
Samstag, ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse vor Kleider Bauer, 12.30 Uhr in Graz Murgasse und 14 Uhr in Innsbruck Museumsstraße.
Tierrechtsdemos
Freitag ab 17 Uhr am Grazer Hauptplatz
Samstag ab 11.30 Uhr in Linz Landstraße Ecke Passage und ab 19 Uhr am Stefansplatz in Wien