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Tierrechtsradio
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Sendung vom 21.12.2007 11:00:

Jagdsabotage

Informationen zur Jagdsabotage: Taktik, Praxis, Gestzeslage, Geschichte.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 14. – 20. DEZEMBER 2007

Kleider Bauer Demos.
Am 14. und 15. Dezember wurde jeweils vor den Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse gegen Pelz demonstriert.
Am 14. Dezember gab es noch zusätzlich derartige Demos vor Kleider Bauer in Eisenstadt, und am 15. Dezember vor Hämmerle in Wien Mariahilferstrasse sowie vor Kleider Bauer in Graz Murgasse und Wr. Neustadt Fussgängerzone.
Am 19. und 20. Dezember wurde vor der Kleider Bauer Filiale in Wien Meidlinger Hauptstrasse protestiert.

Tierrechtsdemos.
Am 14. Dezember gab es eine Tierrechtsdemo am Hauptplatz in Graz, und am 15. Dezember in Seiersberg, in Gleisdorf, in Passau.
Am 15. Dezember demonstrierten TierrechtlerInnen vor der Fürnkranz Filiale in Wien Mariahilferstrasse, und am 17. und 18. Dezember vor der Fürnkranz Filiale in Wien Kärntnerstrasse gegen Pelz.
Am 14. und am 17. Dezember wurde jeweils in Salzburg gegen das betäubungslose religiöse Schächten demonstriert.
Am 20. Dezember gab es eine Demo gegen Gänse- und Entenstopfleber sowie Fleisch von Käfigkaninchen vor dem Meinl am Graben in Wien.

Pelzdemomarsch in Linz.
Am 15. Dezember trafen sich 25 AktivistInnen auf der Linzer Landstrasse und zogen mehrere Stunden durch die Innenstadt, um auf das Leid der Pelztiere aufmerksam zu machen. Ohne Trommelbegleitung, aber lautstark pfeifend und skandierend, wurde vor allem vor Kleider Bauer und einigen Pelzgeschäften halt gemacht. Die Polizei hielt sich eher im Hintergrund.

Jagdsabotagen im Burgenland.
Am 16. Dezember verhinderten TierrechtlerInnen eine Gänsejagd bei Apetlon im Burgenland. 4 zahlende italienische Jagdgäste wollten im Morgengrauen Grau- und Blässgänse im Nationalpark Neusiedlersee abschießen. Dabei wurden nicht nur der Bleischrot, sondern auch die Patronenhülsen und die Munitionsverpackungen von den Jägern achtlos in der Natur weggeworfen. Durch die Anwesenheit der AktivistInnen näherten sich keine Gänse mehr und die Jagd wurde abgebrochen.
Ebenso am 16. Dezember unterbrachen TierrechtlerInnen eine Niederwildjagd im Süden von Zurndorf für einige Stunden. Unter Polizeibewachung wurde die Jagd direkt neben einem Wildschweingatter fortgesetzt.
Am 19. Dezember wurden 2 Gänsejäger im Morgengrauen in der Nähe von Frauenkirchen von TierrechtlerInnen überrascht. Sie hatten sich einer Herde von 250 Tieren genähert und bereits 3 Gänse geschossen. Die Präsenz der TierrechtlerInnen, sowie deren Autohupe, verhinderte weitere Abschüsse und die Jäger gingen unverrichteter Dinge nach Hause.

Über 360 Pelztierbefreiungen in der Geschichte der Tierrechtsbewegung.
Mitte Dezember gab die ALF in einer Aussendung bekannt, bisher in der Geschichte der Tierrechtsbewegung über 360 Tierbefreiungen aus Pelztierfarmen unternommen zu haben. Schweden mit 123, die USA mit 80 und Finnland 77 derartigen Aktionen führen die Statistik an. In Österreich gab es nur 3 Pelztierbefreiungen, bis November 1998 Pelzfarmen verboten wurden.

TierrechtlerInnen organisieren Weihnachtsbasar für bedürftige Menschen.
Im Salzburger Mutterhaus fand am 17. Dezember der Weihnachtsbasar für Bedürftige statt. Neben zahllosen Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens, die weitergegeben werden konnten, gab es eine vegane Verköstigung. Drei große Eintöpfe, alkoholfreier Punsch, Tee, Aufstriche und Brot, ja sogar eine vegane Schokoladentorte und sonst noch allerlei vegane Nahrungsmittel ließen niemanden an diesem Tag hungrig bleiben.

Veganes auf Christkindlmärkten in Wien.
Die Christkindlmärkte am Spittelberg und am Karlsplatz in Wien bieten heuer auch eine Veggie-Bio Hütte mit Seitanburger und Linsencurry, sowie andere vegan-vegetarische Köstlichkeiten.

Vorträge zu einer kritischen Theorie zur Tierbefreiung.
Am 15. Dezember wurde im Alten AKH in Wien und am 16. Dezember im Spektral in Graz jeweils ein Vortrag zur Marxschen Kapitalismuskritik und zur Dialektik der Naturbeherrschung als einem Ansatz für eine kritische Theorie zur Befreiung der Tiere vorgetragen. Die Herrschaft des Menschen über den Menschen sei nicht überwindbar, wenn nicht gleichzeitig die nichtmenschlichen Tiere aus ihrem (von Menschen gemachten) Elend befreit würden. Um sich selbst zu befreien, müsse sich „der Mensch“ erst als Tier, als Opfer der eigenen Herrschaft über die ”Natur” begreifen.

Aufgedeckt: grausame Experimente an Affen und Katzen am Weizmanninstitut in Israel.
Der Tierrechtsgruppe „Let animals live – Israel“ gelang es im Oktober 2007 einen Aktivisten einen ganzen Monat lang in die Abteilung für Neurobiologie des Weizmann Instituts in Israel einzuschleusen. Im Rahmen von Grundlagenforschung wurden den Tieren die Gehirne freigelegt und mit einer Spezialfarbe eingefärbt, die elektrische Aktivität in Zellkomplexen anzeigt. In sehr beengten Haltungsbedingungen werden die Tiere durch Wasserentzug gefügig gemacht und dressiert, gewisse Aktivitäten zu setzen. Über mehrere Jahre hinweg dienen sie dann als Experimentierobjekte, um zelluläre Hirnaktivität bei gewissen Tätigkeiten nachzuweisen.

Tierrechtsaktivist in den USA bekennt sich schuldig: 1 Jahr Gefängnis.
In 2003 erklärte ein Tierrechtsaktivist in den USA auf einem öffentlichen Vortrag auf eine Frage hin, wie er selbst einen Brandsatz gegen ein Tierversuchslabor hergestellt hatte. Ein Agent im Zuschauerraum brachte den Vortrag zur Anzeige, weil der Aktivist dadurch zu Straftaten aufgerufen hätte. Bei einem ersten Prozess konnten sich die Geschwornen nicht auf ein Urteil einigen. Da dem Aktivisten bei Verurteilung über 10 Jahre Gefängnis drohten, bekannte er sich schuldig, um im Gegenzug nur eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr zu bekommen.

Vorankündigungen

Kleider Bauer Demos
Freitag ab 13 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, 14 Uhr in Innsbruck Museumsstrasse.
Samstag, ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse vor Kleider Bauer, 12.30 Uhr in Graz Murgasse und 14 Uhr in Innsbruck Museumsstraße.
Tierrechtsdemos
Freitag ab 17 Uhr am Grazer Hauptplatz
Samstag ab 11.30 Uhr in Linz Landstraße Ecke Passage und ab 16 Uhr Tierrechtsdemo am Stefansplatz in Wien