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Tierrechtsradio
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Sendung vom 07.03.2008 11:00:

Der Tierrechtschor

In Wien gibt es seit einigen Monaten ein neues Projekt, den Tierrechtschor. Die Initiatorin erzählt von ihrer Motivation und ihren Zielen.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 29. FEBRUAR – 6. MÄRZ 2008

Kleider Bauer Demos.
Einige der Proteste gegen Kleider Bauer, die für das Wochenende 29. Februar/1. März geplant waren, mussten wegen Schlechtwetters abgesagt werden. Dennoch gab es am 1. März Demos vor Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstrasse, Innsbruck Museumstrasse und Wiener Neustadt Wienerstrasse.

Tierrechtsdemos.
Am 29. Februar gab es in Salzburg Kundgebungen sowohl gegen das Töten von Streunertieren in der EU, als auch gegen Pelz vor der Escada-Filiale am Alten Markt.
Ebenfalls am 29. Februar informierten AktivistInnen von 12 – 23:50 Uhr am Hauptplatz in Graz über Tierrechte.
Am 4. März wurde vor der Vögele-Zentrale in Graz gegen deren Pelzhandel protestiert.
Am 5. und 6. März fanden Wahlkundgebungen der Tierrechtspartei auf der Fußgängerzone in Mödling statt.

30 TierrechtlerInnen auf Anti-Jagd Demo in Wr. Neustadt.
„Die Jagd im Visier der Kritik“ war das Thema der diesjährigen Jägertage Anfang Februar. Und nicht von ungefähr, wenn man die lange Liste der Kritikpunkte an der Jagd betrachtet. Angefangen von der Tierquälerei u.a. mit Elektroschocks bei der Jagdhundeausbildung, über die zahllosen Katzen und Hunde, die von JägerInnen das Jahr über umgebracht werden, bis zur Züchtung von Fasanen oder Hasen in Massentierhaltungen, nur um sie zur herbstlichen Treibjagd auszusetzen und nach dem Abschuss stillschweigend im Wald zu vergraben. Deshalb fanden sich wieder einmal viele JagdkritikerInnen anlässlich des Wiener Neustädter Jägerballs am 29. Februar in der dortigen Fußgängerzone ein. Offenbar war die Polizei von der Anwesenheit ganzer 30 (!) DemonstrantInnen überfordert und reagierte gereizt. Eine Beamtin ließ sich sogar zu dem Satz hinreißen, dass die DemonstrantInnen eine Gruppe von Deppen wären, die offenbar zu viel Zeit hätten. Trotz bedrohlicher Polizeipräsenz – sogar mit Polizeihunden –, ließen sich die TierrechtlerInnen nicht von ihrem Anliegen abhalten und protestierten lautstark.

Jagdgesetznovelle Burgenland: Anti-Tierschutz Maßnahme.
Im Herbst 2007 gab es mehrmals Aktionen gegen Treibjagden im Burgenland. Dabei wurde dokumentiert und angezeigt, dass die JägerInnen gesetzwidrige Fasanerien betrieben oder Rebhühner zur Treibjagd aus Käfigen in Maisfeldern aussetzten. Die Jägerschaft reagierte mit brutaler Gewalt. TierrechtlerInnen wurden geschlagen, bespuckt und wüst beschimpft, einem Aktivisten wurde mit dem Schrotgewehr in den Regenschirm geschossen, den er in der Hand hielt. Der burgenländische Landtag beschloss daraufhin Ende Februar einen zusätzlichen Absatz in das Jagdgesetz einzufügen, der auf Kosten der SteuerzahlerInnen die Polizei verpflichtet, TierrechtlerInnen, die die Jagd dokumentieren oder dagegen protestieren wollen, zu behindern und zu verfolgen. Die Tierrechtsseite verlautete dazu, dass sie sich auch angesichts eines derartig undemokratischen Einflusses der Jägerschaft nicht davon abhalten lassen werde, weiterhin Jagden zu dokumentieren, anzuzeigen und gegebenenfalls zu verhindern.

Pelztierbefreiung.
Am 3. März wurden einige hundert Zuchtnerze aus der Pelzfarm des Vorsitzenden der deutschen Pelzfarmervereinigung in Söllichau in Ostdeutschland von der ALF befreit. Da die AktivistInnen ein Alarmsystem auslösten, mussten sie die Aktion frühzeitig abbrechen, entkamen aber unerkannt. Seit 2006 sind damit bereits 3 Farmen desselben Besitzers von der ALF besucht worden.

Bakterieninfektionsgefahr durch Massentierhaltung.
Salmonellen und Campylobacter verursachen in Österreich 90 % der lebensmittelbedingten Erkrankungen. Seit 2005 ist Campylobacter in allen Industrieländern der häufigste bakterielle Durchfallserreger. Sowohl Human- als auch Veterinärmedizin sehen die Massentierhaltung als Ursache für den Anstieg an Lebensmittelinfektionen. Die Erreger gab es vorher nicht. Campylobacter ist ein Keim, der im Stuhl der Hühner vorkommt. In den Schlachthäusern werden die Tiere am Fließband gerupft, danach wird ihnen der Stuhl aus dem Darm gequetscht. Natürlich wird die Anlage nicht nach jedem Huhn gereinigt – wenn also ein Tier krank war, wird oft die ganze Charge verseucht. Das Aufkommen der Salmonellen sei großteils auf die geringere Widerstandskraft der Hybrid-Hühner und auf das zugekaufte Futter zurückzuführen.

Illegaler Hundehändler angezeigt.
Am 1. März warteten TierrechtlerInnen auf der Autobahnraststätte bei St- Pölten in NÖ stundenlang auf die richtige Gelegenheit, einen illegalen Hundehändler aus Tschechien in flagranti zu überraschen. Letztendlich wurde er erwischt und angezeigt.

Pro-Jagd Demo gegen Anti-Jagd Gesetz in Spanien.
Am 1. März demonstrierten JägerInnen aus verschiedenen Ländern in Madrid gegen ein neues spanisches Umweltgesetz, das die Jagd mit bleihaltiger Munition verbietet. Das käme einem Ende der Jagd in Spanien gleich, befürchtet die dortige Jägerschaft.

Brandanschläge gegen Tierversuche in Italien.
In einem Bekennerbrief erklärte die Gruppe „Feuer und Freiheit“ am 4. März, dass sie am 25. Februar in Rom mehrere Brandsätze unter die Autos von 2 Firmenwägen der Firma Plaisant gelegt hatte, weil diese verschiedene Tierversuchslabors mit Material beliefert.

Buttersäure auf Walfangschiff.
Die Auseinandersetzung zwischen japanischen WalfängerInnen und TierrechtlerInnen auf hoher See ist am 5. März erneut eskaliert: Die Organisation Sea Shepherd hat ein Walfangschiff mit Buttersäure beworfen. Die AktivistInnen sprechen von harmlosen Stinkbomben, Japans Regierung von einem Terrorangriff. Als erste Konsequenz bestellte die Regierung in Tokio die Botschafter Australiens und der Niederlande zu sich. In Australien hatte das Schiff der TierrechtlerInnen seinen letzten Zwischenstopp eingelegt, in den Niederlanden ist das Schiff registriert.

Vorankündigungen

Kleider Bauer Demos
Freitag ab 13 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, 14 Uhr in Innsbruck Museumsstrasse.
Samstag, ab 9 Uhr in Wr. Neustadt Wienerstrasse vor Kleider Bauer, ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, ab 12.30 Uhr in Graz Murgasse und ab 14 Uhr in Innsbruck Museumsstraße.
Tierrechtsdemos
Freitag ab 17 Uhr am Grazer Hauptplatz
Samstag ab 11.30 Uhr in Linz Landstraße Ecke Passage und ab 16 Uhr am Stefansplatz in Wien
Österreichischer Tierrechtskongress Wien 2008
27. – 30. November 2008 im Don-Bosco Haus in Wien, siehe www.tierrechtskongress.at
Internationales Tierrechts Gathering in Österreich
21. – 24. August 2008 bei Neunkirchen in NÖ, südlich von Wien, siehe www.ar2008.info