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Tierrechtsradio
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Sendung vom 28.03.2008 11:00:

Polizei verhindert Tierrechts-Kreuzigungsaktion

TierrechtlerInnen mit Tiermasken wollten sich in Innsbruck bei Demo kreuzigen lassen. Polizeieinsatz: Kreuze beschlagnahmt, AktivistInnen wegen Herabwürdigung religiöser Lehren angezeigt.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 21. – 27. MÄRZ 2008

Kleider Bauer Demos.
Am 21. und 22. März wurde jeweils vor den Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse gegen Pelz demonstriert.
Am 22. März gab es noch zusätzlich derartige Demos vor der Hämmerle Filiale in Wien Mariahilferstrasse und vor den Kleider Bauer Filialen in Graz Murgasse, Wiener Neustadt Wienerstrasse und Linz Landstrasse.

Tierrechtsdemos.
Am 21. März wurde am Grazer Hauptplatz und am 22. März am Wiener Stefansplatz für Tierrechte demonstriert.
Am 21. März gab es vor dem Zirkus Berlin, der in Salzburg gastiert, und dem Zirkus Bellmondo in Freilassing, jeweils Demos gegen die Zirkustierhaltung. Seit dem Wildtierverbot für Zirkusse in Österreich dürfen derartige Zirkusse aus Deutschland in Österreich keine Wildtiere sondern nur mehr Haustiere wie Rinder und Lamas im Programm haben. Dennoch kritisieren TierrechtlerInnen, dass ein Zirkus auch kein Platz für diese Tiere ist.
Am 24. März gab es eine Demo gegen Pelz anlässlich der Abschlussveranstaltung der diesjährigen Osterfestspiele in Salzburg vor dem Festspielhaus. Sehr viele Festspielgäste tragen Tierpelzmäntel.

Polizeieinsatz gegen Tierrechtsdemo in Innsbruck.
Für Karfreitag war eine Tierrechtsdemo in Innsbruck angezeigt worden, in deren Verlauf AktivistInnen mit Tiermasken Kreuze tragen wollten. Die Polizei untersagte diese Demo, weil es sich um einen heiligen Tag handle. Daraufhin wurde die Demo am Karsamstag abgehalten. Ein massives Polizeiaufgebot begleitete die Demo, die nur unter hohen Auflagen, wie absoluter Ruhe in der Nähe von Kirchen und Ausweisleistung der DemonstrantInnen, stattfinden konnte. Wie die AktivistInnen aber die Kreuze aufstellen wollten, um die Personen mit Tiermasken an die Kreuze zu binden, trat die Polizei in Aktion, beschlagnahmte die Kreuze und zeigte die AktivistInnen wegen Herabwürdigung religiöser Lehren, einem strafrechtlichen Vergehen, das mit bis zu 6 Monaten Gefängnis bedroht ist, an.

Käfigverbot reduziert Anzahl der Legehühner.
Ab 1. Jänner 2009 wird die Haltung von Legehühnern in konventionellen Käfigbatterien verboten sein. Da bei der Umstellung auf Bodenhaltung maximal halb so viele Hühner in dieselben Hallen passen, reduziert sich dadurch die Gesamtanzahl der Legehühner. Im Dezember 2001 gab es noch 5 ½ Millionen Legehühner in Österreich, Ende Dezember 2007 waren es nur noch 3 ¾ Millionen. Der Rückgang um ca. 30% könnte sich nach Angaben der Eierindustrie noch auf 35% erhöhen, wenn das Verbot in Kraft tritt.

Biobauernschaft protestiert FÜR Anbindehaltung von Rindern.
Weil der Bioverband Bio Austria beschlossen hat, ab 2011 BiobäuerInnen mit mehr als 45 Rindern vorzuschreiben, keine Anbindehaltung mehr haben zu dürfen, protestierten die BäuerInnen am 26. März in St. Johann in Salzburg. Sie wollen ihre Rinder weiter angebunden lassen und drohen ansonsten aus der Biohaltung auszusteigen. 140 Biobetriebe wären von der Maßnahme betroffen.

Hühnerei-Test könnte Tierversuche teilweise ersetzen.
An einer neuen Alternativmethode zu Tierversuchen arbeiten WissenschafterInnen im Linzer Forschungszentrum für Ersatz-und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen. Am 25. März wurde eine neue Methode vorgestellt, mit der die Giftigkeit von Substanzen am Hühnerei getestet werden könnte, insbesondere ließe sich so die Wirkung von Waschmitteln und Schampoos analysieren. Bei dem Verfahren wird das zu überprüfende Mittel auf ein geöffnetes Ei aufgetragen. Je nachdem wie das Eiklar oder die kleinen Blutgefäße reagieren, kann festgestellt werden, ob die Testsubstanz reizend wirkt oder nicht. Diese Test-Ergebnisse wären besser auf den Menschen übertragbar, als bei Tierversuchen, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Einrichtung, Harald Schöffl. Die Methode soll in Zukunft auch in der Krebsforschung eingesetzt werden.

Schwere Explosion in Fleischfabrik in den USA.
Am 23. März explodierte aus bisher unbekannten Gründen ein Gebäude einer Fleischfabrik in Booneville, Arkansas. Weil aufgrund der Explosion giftiges Ammoniak-Gas ausströmte, mussten die umliegenden Häuser evakuiert werden.

Korea erklärt Hunde zu Nutztieren.
Am 24. März wurden in Korea Hunde per Gesetz zu Nutztieren erklärt und damit ihre Schlachtung und die Verarbeitung ihres Fleisches geregelt. In Korea sterben jährlich 2 Millionen Hunde für den Fleischkonsum und ihr Fleisch wird in 528 Hundefleischrestaurants angeboten.

Robbenjagd in Kanada beginnt.
Die alljährliche Jagd auf Sattelrobben im nördlichen Kanada beginnt am 28. März. Insgesamt sind 275.000 Tiere zur Tötung freigegeben, 5.000 mehr als im vergangenen Jahr. Die kanadische Regierung erließ neue Auflagen für die JägerInnen, die eine Lizenz beantragt haben: Sie wurden angewiesen, den Robben die Schlagadern unter den Schwimmflossen mit dem Messer zu durchtrennen. Damit solle sichergestellt werden, dass die Tiere wirklich tot sind, wenn ihnen das Fell abgezogen wird. Die Europäische Union hat den Import des weißen Fells von Robbenbabys 1983 verboten. Sie erwägt nun auch ein Embargo gegen sämtliche Robbenprodukte, wie es in Belgien und den Niederlanden und auch in den USA bereits besteht. Die wichtigsten Abnehmerländer für die Produkte der Jagd sind Norwegen, Russland und China. In Österreich gibt es bereits eine parlamentarische Mehrheitsentscheidung für ein Robbenpelzimportverbot, es wurde aber noch nicht umgesetzt. Unterdessen drohte die kanadische Regierung TierrechtlerInnen, die mit ihren Booten während der Jagd in kanadische Gewässer fahren, von der Küstenwache festnehmen zu lassen.


Vorankündigungen

Kleider Bauer Demos
Freitag ab 13 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, 14 Uhr in Innsbruck Museumsstrasse.
Samstag, ab 9 Uhr in Wr. Neustadt Wienerstrasse vor Kleider Bauer, ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, ab 12.30 Uhr in Graz Murgasse und ab 14 Uhr in Innsbruck Museumsstraße.
Tierrechtsdemos
Freitag ab 17 Uhr am Grazer Hauptplatz
Samstag ab 11.30 Uhr in Linz Landstraße Ecke Passage und ab 16 Uhr am Stefansplatz in Wien
Demomarsch gegen Polizeirepression in Innsbruck
Am Samstag 29. März ab 16 Uhr vor der Annasäule
Österreichischer Tierrechtskongress Wien 2008
27. – 30. November 2008 im Don-Bosco Haus in Wien, siehe www.tierrechtskongress.at
Internationales Tierrechts Gathering in Österreich
21. – 24. August 2008 bei Neunkirchen in NÖ, südlich von Wien, siehe www.ar2008.info