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Sendung vom 13.02.2009 11:00:

Hundetötungslager in Ungarn

Ein Aktivist beschreibt seine Beobachtungen zweier Tötungslager für Streunerhunde in Ungarn.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 6. – 12. FEBRUAR 2009

Kleider Bauer Demos
Am 6. Februar wurde in Wien Mariahilferstrasse, Innsbruck Museumstrasse und Salzburg Am Platzl vor Kleider Bauer gegen deren Pelzverkauf demonstriert.
Am 7. Februar gab es ähnliche Proteste wieder in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse, aber ebenso in Graz Murgasse, Wiener Neustadt Wienerstrasse und Linz Landstrasse.
Am 11. Februar folgte eine weitere Demonstration in Salzburg Am Platzl.

Tierrechtsdemos und -aktionen
Am 6. Februar gabs abends in Linz am Taubenmarkt eine Antifleischdemo vor McDonalds und am Hauptplatz in Graz eine Tierrechtskundgebung.
Am 7. Jänner wurden nach Einbruch der Dunkelheit am Stephansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Am 8. Februar wurde am Wiener Stefansplatz direkt vor den Fiakerstandplätzen gegen den Missbrauch der Pferde demonstriert.
Am 9. und 10. Februar gabs jeweils Proteste vor der Fürnkranz Filiale in Wien Kärntnerstraße gegen den Pelzhandel dieser Kleiderkette.
Am 11. und 12. Februar wurde insgesamt 3 Mal vor dem Tierschutzministerium in Wien gegen die geplante Erhöhung der Besatzdichten für Mastgeflügel demonstriert.

Verordnungsentwurf zur Besatzdichtenerhöhung für Mastgeflügel wird zurückgezogen
Da nach Ablauf der Begutachtungsfrist für die geplante Verordnung für Mastgeflügel, die den maximalen Besatz für Hühner um ein Drittel und für Puten um die Hälfte hinaufgesetzt hätte, das Tierschutzministerium keine Abkehr von diesem Vorhaben signalisierte, mobilisierte die Tierrechtsbewegung. In ganz Österreich liefen Demonstrationen an, in Kärnten und Salzburg, sowie im Parlament, sprachen Tierschutzdelegationen mit den SPÖ-VertreterInnen. Am Donnerstag schließlich wurde letztendlich von Seiten der SPÖ erklärt, dass der Verordnungsentwurf für die Besatzdichtenerhöhung vom Tisch sei. Es werde eine Nachdenkpause und danach eine breite Diskussion mit den Tierschutzorganisationen geben. Wäre die Besatzdichtenerhöhung beschlossen worden, dann wäre der größten Polizeiaktion aller Zeiten gegen den Tierschutz gleich die größte Verschlechterung des Tierschutzgesetzes aller Zeiten auf den Fuß gefolgt. Dass dies abgewendet werden konnte, wertet die Tierrechtsbewegung als erstes Zeichen eines erfolgreichen Wiederaufbaus.

Veranstaltungen gegen die Repression und §278a
Am Samstag den 7. Februar gab es ein Solikonzert gegen §278a im WUK in Wien, das mehrere 1000 Euro für die Rechtshilfe einspielen konnte.
Am 10. Februar sprach ein Betroffener aus Österreich über den Polizeiangriff, die Sonderkommission und den Großen Lauschangriff gegen den Tierschutz in einem der autonomen Kulturzentren von Ljubljana in Slowenien. Die ZuhörerInnen zeigten sich solidarisch und kritisierten einhellig das Vorgehen der Behörden.

Neue Bürgerinitiative gegen §278 gegründet
Am 12. Februar stellte sich eine neue Bürgerinitiative für mehr Rechtsstaat der Öffentlichkeit vor. Mit einer neuen Homepage 278.at und anderen Aktivitäten möchte die Initiative die Aktivitäten gegen §278 bündeln, verhindern, dass die Polizeiübergriffe gegen den Tierschutz in Vergessenheit geraten und parlamentarisch eine Änderung des Paragraphen erreichen.

Podiumsdiskussion „Tierschutz – was geht das mich an“ in Klagenfurt
Am 11. Februar kamen 100 BesucherInnen in den Club Stereo im Viktringer Ring in Klagenfurt, um über Tierschutz und die staatliche Repression dagegen zu diskutieren. Eingeladen für das Podium hatte die Grüne Akademie neben dem VGT-Obmann DDr. Martin Balluch auch Dr. Stefan Merkac als Sprecher der Biobauernschaft, Univ. Prof. Dr. Peter Lind vom neu gegründeten Tierschutzverein „Tier und Mensch“, die Kärntner Tierschutzombudsfrau Dr. Marina Zuzzi-Krebitz und die Grüne Stadträtin Mag. Andrea Wulz. Die 4-stündige Diskussion, an der sich das Publikum rege beteiligte, drehte sich hauptsächlich um die Frage, wie sich ethische Ansprüche im Spannungsfeld des freien Marktes und des Kapitalismus durchsetzen könnten. Besonders interessant in diesem Zusammenhang war die Sichtweise der staatlichen Repression gegen den Tierschutz als gewaltsame Reaktion der Wirtschaftsmächtigen auf genau diese „Bedrohung“ des ungezähmten Kapitalismus durch ethische Bedenken.

Biberjäger erwischt
Am 12. Februar überraschten TierrechtsaktivistInnen eine Gruppe von Jägern im Bezirk Weiz in der Steiermark, die vom Auto aus auf angefütterte Biber, Iltisse und Marder schießen wollten. Das Jagdgesetz verbietet das Schießen von Fahrzeugen aus als nicht waidgerecht. Die Jäger wurden angezeigt.

Tiertransport mit 56 Hundewelpen entdeckt
Die Polizei hat am 10. Februar um 2:35 Uhr früh bei einer Verkehrskontrolle auf der A2 bei Loipersdorf 56 Hundewelpen im Auto eines Slowaken entdeckt, der die Tiere nach Spanien bringen wollte. Die Hunde waren im Kofferraum und im Fond des Wagens in Plastikkisten gepfercht. Die Weiterfahrt wurde untersagt, die Welpen wurden in ein Tierheim gebracht.

Sea Shepherd Schiff rammt japanischen Walfänger
Seit Anfang Februar verfolgt das Schiff Steve Irwin ein japanisches Walfangschiff in das Südpolarmeer. Am 6. Februar rammte das Tierschützerschiff den Walfänger, um ihn am Abschuss eines Wales zu hindern. In den frühen Morgenstunden war es den JapanerInnen gelungen, einen Wal zu töten. Am 7. Februar versuchten die 3 Harpunenboote des Walfängers das Steuerruder der Steve Irwin zu zerstören. Nur durch mehrstündige Zick-Zack Manöver konnte das verhindert werden. Der Tierschutzhubschrauer, der den Walfang filmte, wurde mit Sonarwaffen angegriffen.

USA: 22 Jahre Gefängnis für Umwelt- und Tierschutzaktivistin
Am 6. Februar wurde die zweifache Mutter Marie Mason in den USA wegen 12 Brandanschlägen gegen Gentechnik- und Tierversuchslabors, bei denen kein Lebewesen zu Schaden gekommen ist, zu 21 Jahren und 10 Monaten Gefängnis verurteilt.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr, und morgen Samstag ab 9 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111.
Jeden Montag und Dienstag wird von 15 bis 18 Uhr auf der Kärntnerstraße 39 in Wien gegen Pelz bei Fürnkranz demonstriert.
Am Samstag werden auch am Stephanplatz in Wien bei Einbruch der Dunkelheit Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Am Sonntag wird ab 12 Uhr gegen die Jagdmesse JASPOWA im Messegelände Wien demonstriert
Die heurigen Animal Liberation Workshops werden im Herbst in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt, und im Mai in Linz stattfinden, siehe www.animal-liberation.at