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Sendung vom 27.03.2009 11:00:

Legebatterien - Verboten, aber immer noch ein Problem

Versteckte Käfigeier in verarbeiteten Produkten, Legehennen trotz Verbot noch immer im Käfig

Tierrechtsnachrichten von 20. -- 26. März 2009

Kleider Bauer Demos
Am 20. März wurde in Wien Mariahilferstrasse, Innsbruck Museumstrasse und Salzburg Am Platzl vor Kleider Bauer gegen dessen Pelzverkauf demonstriert.
Am 21. März gab es ähnliche Proteste wieder in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse, aber ebenso in St. Pölten Kremser Gasse, Wiener Neustadt Wienerstrasse und Linz Landstrasse.
Am 25. März gabe es eine Kundgebung gegen den Pelzverkauf bei Kleider Bauer in Salzburg Am Platz'l.

Tierrechtsdemos und –aktionen
Am 21. März wurden nach Einbruch der Dunkelheit am Stephansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Am 20. März wurde in Graz am Hauptplatz für Tierrechte demonstriert, ebenso in Linz am Taubenmarkt.
In Graz gab es 21. März am Hauptplatz eine Kundegbung zum Thema Legebatterien.
Am 22. März fanden sich in Wien am Stephansplatz Menschen zusammen, um über die Situation der geschundenen Fiakerpferde zu informieren.
Am 25. März gab es eine Kundgebung vor dem Parlament mit der Forderung Tierschutz in die Verfassung aufzunehmen.
Tierschutz in die Verfassung neuerlich vertagt
Zwei Entschließungsanträge Tierschutz als Staatsziel in die österreichische Verfassung aufzunehmen, scheiterten neuerlich am Widerstand der beiden Regierungsparteien ÖVP und SPÖ. Die beiden Anträge, die von den Grünen und der FPÖ am letzten Mittwoch, dem 25. März im Parlament eingebracht worden sind, wurden vertagt. TierschützerInnen hielten anlässlich der Abstimmung vor dem Parlament eine Kundgebung ab.

JägerInnen lehnen Wiederansiedlung von Bären ab
Steirische LandwirtInnen und JägerInnen die Steiermark sprechen sich explizit gegen die Wiederansiedelung von Bären in den nördlichen Kalkalpen aus. Obwohl keine Zweifel bestehen, dass nur die Ansiedlung neuer Bären den Bestand vor dem Aussterben retten könnte. "Die Schuld für das Scheitern der Gespräche liegt an der Verhinderer- Haltung
von Jägerschaft und Landwirtschaft", erklärt WWF-Projektleiter Christoph Walder und fragt sich weiter: "Was für ein Licht würde es wohl auf Österreich werfen, wenn der Umweltminister ausgerechnet im Artenschutzjahr
2009 verkünden müsste, dass der Braunbär zum zweiten Mal ausgestorben ist?"

Drei Bürgerinitiativen gegen § 278a gegründet
In Österreich wurden drei Bürgerinitiativen gegründet, mit dem Ziel dass die Paragrafen 278, sowie 278a und b, dahingehend abgeändert werden sollen, dass sie nicht gegen legitimes zivilgesellschaftliches Engagement eingesetzt werden können. Anlassfall für diese Initiativen ist die derzeitige Verfolgung von etwa 30 TieschützerInnen wegen der angeblichen Bildung einer kriminellen Organisation.

UVS Urteil bestätigt Tierquälerei in der Hummerhaltung
Es ist in Österreich üblich Hummer mit zusammengebundenen Scheren, in Becken ohne Bodensubstrat und auf engstem Raum lebendig zum Kauf anzubieten. TierschützerInnen erstatteten in einem besonders krassen Fall Anzeige worauf die Behörde auch eine Strafe aussprach. Eine Berufung gegen dieses Straferkenntnis wurde nun vom UVS Wien abgewiesen. Dieses sehr eindeutig formulierte Urteil enthält eine Reihe von Argumenten, die nahelegen, dass der Lebendhummerverkauf generell dem Tierschutzgesetz widersprechen dürfte. Der Tierschutz fordert schon lange den Lebenverkauf von Hummern explizit durch eine entsprechende Verordnung zu verbieten.

Tierversuchszahlen auch in Deutschland auf Rekordhoch.
2,6 Millionen Tiere wurden 2007 in Deutschland bei Versuchen getötet. 100.000 mehr als 2006. Nach dem Beginn der offiziellen Statistik im Jahr 1989 mit 2,6 Millionen getöteter Tiere sank die Zahl bis ins Jahr 1997 auf fast die Hälfte, nämlich 1,5 Millionen Tiere. Seither ist leider wieder ein signifikanter Anstieg zu verzeichnen. Als Grund für diesen starken Anstieg ist ständig steigende Anzahl an gentechnisch veränderten Tieren zu sehen.

Russland verbietet Robbenjagd – Druck auf Kanada erhöht
Russland hatte am vergangenen Mittwoch sein Verbot für die Jagd auf Robbenbabys im Weißen Meer deutlich ausgeweitet. Ab sofort schütze das Jagdverbot Sattelrobben bis zu einem Alter von einem Jahr, sagte Umweltminister Juri Trutnew. Ende Februar hatte Russland zunächst nur die Jagd auf Robbenbabys in den ersten Wochen nach der Geburt verboten.
Die kanadischen Regierung steht nun in der Haltung zur Robbenjagd international isoliert da. Trotzdem hob sie die Quote der in Kanada zu tötenden Tiere um weitere 55.000 auf 338.200 Tiere an. Die Robbenjagd steht schon seit den 70iger Jahren wegen ihrer Grausamkeit, die Robben werden am Packeis mit Knüppeln erschlagen, in der Kritik von TierschützerInnen. Noch im April wird es eine Abstimmung im EU-Parlament geben, ob die EU den Import von Robbenprodukten generell verbieten soll.

Vorankündigungen
Heute Freitag, ab 13 Uhr, und morgen Samstag ab 9 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Am Samstag werden am Stephanplatz in Wien bei Einbruch der Dunkelheit Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Am 28. März wird es einen Großdemomarsch für Tierrechte in der Wiener Innenstadt geben. Treffpunkt ist 12:00 Uhr am Mariahilfer Platzl. Informationen dazu auf www.vgt.at
Die heurigen Animal Liberation Workshops werden im Herbst in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt, und im Mai in Linz stattfinden, siehe dazu www.animal-liberation.at