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Tierrechtsradio
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Sendung vom 10.07.2009 11:00:

Pig-Vision: 2 Schweineleben mit der Kamera verfolgt

Die Plattform United Creatures führt das Projekt Pigvision durch, in dem das Leben zweier Schweine, die aus einer Tierfabrik stammen, filmisch verfolgt wird. Siehe http://www.pig-vision.com/

Tierrechtsnachrichten von 3. – 9. Juli 2009

Kleider Bauer Demos
Am 3. und 4. Juli protestierten TierrechtlerInnen vor der Kleider Bauer Filiale in Innsbruck Museumstrasse gegen deren Pelzverkauf.
Am 3. Juli gab es ähnliche Proteste vor Kleider Bauer in Salzburg Am Platzl, am 4. Juli in Linz Landstrasse und Wr. Neustadt Wienerstrasse und am 8. Juli wieder in Salzburg Am Platzl.

Aktionen gegen die Repression
Am 7. Juli wurde vormittags bei der A23 und nachmittags beim Schloss Schönbrunn, am 8. Juli vormittags bei der A1 und nachmittags vor der Volksoper jeweils in Wien gegen Repression demonstriert.

Tierrechtsdemos
Am 3. Juli gab es am Grazer Hauptplatz und am Linzer Taubenmarkt und am 4. Juli am Wiener Stefansplatz Informationskundgebungen gegen den Fleischkonsum.

Tierschutzcausa: Ministerien beantworten Anfragen zu Ermittlungskosten
Die vom Sicherheitssprecher der Grünen, Peter Pilz, eingebrachten parlamentarischen Anfragen an Justiz- und Innenministerium wurden am 7. Juli beantwortet. Insgesamt wurden 400.000 Euro Kosten angegeben, allerdings nur für die Telefon- und Emailüberwachung, für die Beauftragung von Sachverständigen und Dolmetschern, für Türöffnungen bei Hausdurchsuchungen und für die Beischaffung von Informationen von Banken und der Nationalbibliothek. Die Hauptkosten, wie das Gehalt für 35 SOKO-BeamtInnen, die Aufwendungen für die 4 Großen Lauschangriffe und die Videofallen usw., seien nicht bekannt. Den Aussagen aus den Ministerien ist auch zu entnehmen, dass die Telefonüberwachung und die Observationen von TierschützerInnen zumindest bis 8. Juni 2009 weitergegangen ist.

Stadt Wien präsentiert Schutzpaket für Fiakerpferde
Vor allem im Sommer stehen die Fiakerpferde, speziell ihre Haltung und Versorgung auf den Standplätzen, vermehrt im Blickpunkt der Kritik. Um wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse zu bekommen, wie hoch die Belastung von Fiakerpferden in Wien insbesondere bei hohen Temperaturen tatsächlich ist, hat die Stadt Wien die Veterinärmedizinische Universität mit einer Studie beauftragt. Im Sommer 2008 wurden im Rahmen dieser Studie 12 Fiakerpferde an je drei heißen und kühlen Tagen zwischen 09.00 und 22.00 Uhr getestet. Gemessen wurden u.a. Atemfrequenz, Körpertemperatur, Dauer von Dösen und Stehen, Häufigkeiten von Kopfschütteln, Fliegenabwehr und Aufstampfen mit den Extremitäten sowie Auftreten von Schwitzen, Apathie und geblähten Nüstern. Insgesamt wurden 400 Messungen durchgeführt. Wesentliches Ergebnis der Studie, die Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger gemeinsam mit einem Maßnahmenpaket zum Schutz der
Fiakerpferde am 9. Juli vorstellte: Die Studie weist deutlich darauf hin, dass es Rahmenbedingungen braucht, um Überforderung und Stress-Situationen wirksam vorzubeugen. Geplant sind eine besser Ausbildung der FiakerfahrerInnen, installierte Tränken und Abkühlen mit Wasser, strenge Kontrollen, Sonnendach beim Burgtheater und ein rigoros kontrolliertes Anbindehaltungsverbot.

2008 gabs 11% mehr Tierversuche als 2007
Die amtliche Tierversuchsstatistik für 2008 wurde Anfang Juli publik. Insgesamt gab es 220.456 Tiere, die in Österreich in Versuchen benutzt und getötet wurden. Das ist ein Anstieg um 11% gegenüber dem Vorjahr.

Tierschützerin ließ sich an echten Angelhaken aufhängen
Aus Protest gegen die Abschlachtung von Haien hat sich eine Tierschützerin in Paris von riesigen Angelhaken durchbohren und in der Auslage eines Geschäftes aufhängen lassen. Sie hing ganze 15 Minuten an der eigenen Haut im Schaufenster einer Filiale der Kosmetik-Kette Lush im Süden der französischen Hauptstadt, während auf der beliebten Einkaufsstrasse die PassantInnen staunend vorbeigingen.

Illegaler Lebendrupf von Gänsen in Deutschland aufgedeckt
TierrechtlerInnen hatten sich Ende Jänner in Königsmoor bei Hamburg in Deutschland auf die Lauer gelegt und heimlich gefilmt, wie Angestellte der Firma Schwerk mittels Rupfmaschinen, die nur für tote Gänse gedacht waren, lebenden Gänsen die Daunenfedern ausrupften. Zumindest in dieser Firma dürften 10.000e Gänse jährlich Opfer dieser illegalen Tierquälerei werden, aber die Praxis könnte durchaus weit verbreitet sein.

Unterlassungsklage gegen Tierschutzverein abgewiesen
Große Firmen pflegen NGOs sofort zu klagen, wenn diese den Namen der Firma in einem kritischen Zusammenhang erwähnen. Diese Klagen, auch wenn sie überhaupt keine Substanz haben, sollen durch ihre finanzielle Drohwirkung letztendlich dazu führen, dass die NGOs keine Firmennamen mehr erwähnen. So werden Kampagnen gegen konkrete Firmen erschwert. Am 7. Juli entscheid jetzt das Oberlandesgericht Wien in zweiter Instanz gegen den Geflügelschlachthof Titz. Dieser hatte beantragt, die Tierschutzorganisation Vier Pfoten solle nicht mehr behaupten, Titz hätte etwas mit der Treibjagd auf illegal ausgesetzte Fasane auf seinem Grund im Herbst 2008 zu tun.

Parlament mehrheitlich für Pelzfarmverbot in Holland
Erst jetzt wurde bekannt, dass das holländische Parlament sich schon am 30. Juni mehrheitlich für ein Nerzfarmverbot ausgesprochen hatte. Das Verbot muss nur noch eine Hürde nehmen, bevor es 2018 in Kraft treten kann: der holländische Senat darf kein Veto aussprechen.


Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr, und morgen Samstag ab 9 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Sowohl Freitag als auch Samstag gibt es am Stephanplatz in Wien von 19-24 Uhr Demos zur Schweinehaltung und zu Tierrechten
Podiumsdiskussion zu §278a: Montag 13. Juli um 19 Uhr, Wien 12, Tivoligasse 73
Die heurigen Animal Liberation Workshops werden im Herbst in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt stattfinden, siehe www.animal-liberation.at
Vegane Sommerfeste Veganmania 2009, siehe www.veganmania.at, 18. Juli Wr. Neustadt, 1. August Klagenfurt und 26. September St. Pölten