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Sendung vom 04.09.2009 11:00:

Strafantrag §278a - ein Betroffener kommt zu Wort

Der Strafantrag in der Tierschutzcausa bzgll. §278a kriminelle Organisation ist weiterhin in aller Munde. Ein Angeklagter gibt seine Einschätzung.

Tierrechtsnachrichten von 28. August – 3. September 2009

Kleider Bauer Demos
Am 28. und 29. August wurde jeweils in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck Museumstraße gegen Pelz vor Kleider Bauer Filialen protestiert.
Am 29. August gab es zusätzlich derartige Demos in Linz Landstraße und Wr. Neustadt Wienerstraße.

Tierrechtsdemos
Am 29. August fand bei der Pestsäule am Graben in Wien eine nächtliche Vorführung von Tierrechtsfilmen auf Großleinwand statt.
Am 3. September wurde am Fohlenmarkt in Abtenau gegen die Versteigerung von 3000-4000 Fohlen jährlich an Schlachthöfe protestiert.

Grunztourdemos zur Schweinehaltung in Österreich
Am 28. Februar fuhr das sogenannte Grunzmobil mit 5 m großem Schweinemodell, das gerade durch Österreich tourt, in Villach vor und es wurde dort eine Kundgebung zur Schweinehaltung in Österreich abgehalten. Am 29. August war in Innsbruck Museumstraße vor Kleider Bauer Station und am 30. und 31. August in der Innsbrucker Maria-Theresienstraße. Am 3. September folgte eine Demo mit dem Grunzmobil auf der Seepromenade in Bregenz in Vorarlberg.

Anzeigen gegen Staatsanwaltschaft in Tierschutzcausa
Am 2. September waren es bereits 16 Monate her, seitdem bewaffnete Polizeieinheiten 23 Privatwohnungen von TierschützerInnen und 7 Tierschutzbüros überfallen und durchsucht haben. Auch das Büro der Tierrechtsorganisation RespekTiere wurde an diesem Tag von der Staatsgewalt heimgesucht und seiner Infrastruktur beraubt. Bis heute wurde das Material nicht zurückgegeben. Deshalb erstattete der Verein Anzeige gegen die Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt wegen Hausfriedensbruch, Nötigung und dauernder Sachentziehung.

Polizei: 50 Fiaker in City überprüft
Bei einer groß angelegten Aktion von Polizei und Amtstierarzt wurden am 28. August in der Wiener Innenstadt insgesamt 50 Fiaker genau unter die Lupe genommen. Insgesamt gab es 20 Anzeigen, in fünf Fällen durften die Fuhrwerker nicht weiterfahren, weil die Pferde offenbar erschöpft waren. Eines der Tiere war gar unterernährt und durch das Zaumzeug blutig gescheuert.

Anzeigen gegen Ponykarussell und Reitpavillon im Prater
Im Wiener Wurstelprater gibt es seit 1887 ein Ponykarussell, also ein Ringelspiel, das von Ponys stupide im Kreis gezogen werden muss, ununterbrochen. Die Tiere können dabei keinen geraden Schritt gehen und überlasten daher ihre Gelenke einseitig. Zusätzlich sind sie einer immensen permanenten Lärmbelästigung ausgesetzt. Nach einer Kontrolle von TierschutzaktivistInnen wurde die Geschäftsführung angezeigt, weil die Ponys den ganzen Tag nicht ausgetauscht, getränkt oder gefüttert wurden. Zusätzlich meldeten die AktivistInnen den nahen Reitpavillon der Behörde wegen Verdacht auf Tierquälerei, weil dort 3 Ponys entgegen den Vorschriften des Tierschutzgesetzes mit Maulkörben gehalten wurden.

Podiumsdiskussion zu Tierrechten im Amerlinghaus in Wien
Über den Zusammenhang von Kapitalismus und Tierausbeutung, sowie über die Frage ob Sozialismus auch Veganismus bedeuten sollte, diskutierten ca. 30 Personen bei einer Veranstaltung der Sozialistischen Linkspartei im Amerlinghaus in Wien. Man kam überein, dass die bewegungsübergreifende Solidarität jedenfalls angesichts der brutalen Polizeirepression Priorität haben müsse und einigte sich, diese Diskussion mit allen Facetten weiterzuführen.

Brutale Gewalt gegen TierrechtlerInnen
Am 1. September hielten 50 TierrechtlerInnen eine Demo in Ampuero in Nordspanien vor einer Stierkampfarena ab, in der unmittelbar danach 6 Stiere getötet werden sollten. Eine aufgebrachte Menge fanatischer StierkampfbefürworterInnen griff daraufhin trotz Polizeipräsenz die Demo an und verletzte 10 der 50 Personen so schwer, dass sie ins Spital gebracht werden mussten. Auch der Bus der DemonstrantInnen wurde durch die Stierkampffanatiker schwer beschädigt. „Einmal mehr zeigt sich, wer die wahren TerroristInnen sind: die Tierausbeutungsindustrie. Noch nie haben TierschützerInnen ihre politischen GegnerInnen physisch angegriffen und verletzt, umgekehrt steht das auf der Tagesordnung. Und trotzdem wird der Tierschutz polizeilich verfolgt und als extremistisch bezeichnet“, kommentiert ein Tierrechtsprecher.

Große Tierrechtsaktion gegen den Singvogelfang in Frankreich
Jährlich werden in Frankreich illegal 30.000 – 50.000 Singvögel mit Fallen gefangen und an Gourmetrestaurants verkauft, wo die Delikatesse um 100 – 150 Euro angeboten wird. Wie bei traditioneller Tierquälerei üblich, werden auch hier behördlicherseits beide Augen zugedrückt. Deshalb kam es am 31. August zu einer Großaktion von TierrechtlerInnen gegen den Singvogelfang. Zahlreiche AktivistInnen gingen durch die Fanggebiete und zerstörten hunderte Fallen.

Zootierbefreiung
Am 2. September befreiten Unbekannte 12 Tiere, darunter Affen, Stachelschweine und Büffel, aus einem Zoo in Chippewa Falls in den USA.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 9 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Am Samstag gibt es am Graben bei der Pestsäule in Wien von 19-24 Uhr eine Demo zu Tierrechten
Die heurigen Animal Liberation Workshops werden im Herbst in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt stattfinden, siehe www.animal-liberation.at
Vegane Sommerfeste Veganmania 2009, siehe www.veganmania.at, letztes am 26. September St. Pölten