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Tierrechtsradio
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Sendung vom 30.10.2009 11:00:

Bären in den Südkarpaten - Ausrottung in Österreich

Aktueller Bericht über die Population von Bären, Wölfen und Luchsen in den Südkarpaten in Rumänien. Der wesentliche Unterschied zu Österreich liegt in der Jagd.

Tierrechtsnachrichten von 22. – 29. Oktober 2009

Kleider Bauer Demos
Am 23. Oktober gab es in Wien und Innsbruck Proteste vor Kleider Bauer gegen deren Pelzverkauf. Zusätzlich wanderten als Tod gekleidete AktivistInnen in Graz trotz Polizeischikanen vor Kleider Bauer und Hämmele auf und ab.
Am 24. Oktober folgten Demos in denselben Städten sowie auch in Linz.

Tierrechtsdemos
Anlässlich der Auftritte von Alf Poier in Jenbach und Imst in Tirol am 22. und 23. Oktober wurden von ihm persönlich bestellte Tierrechtsinformationskundgebungen abgehalten.
Am 24. Oktober wurde am Graben in Wien für Tierrechte demonstriert.
Am 27. Oktober fanden anlässlich der jährlichen Fohlenversteigerungen in Maishofen in Salzburg wiederum Proteste von TierrechtlerInnen statt.

Polizei sprengt Buchpräsentation „Widerstand in der Demokratie“ an der Uni Salzburg
In Salzburg, so scheint es, hat die Polizei ein besonders gespaltenes Verhältnis zu Tierrechtsaktivismus. Anlässlich des Animal Liberation Workshops am 3. Oktober in Salzburg hatte die Polizei die Unidirektion davor gewarnt, eine kriminelle Organisation auftreten zu lassen. Die Uni verdoppelte das Wachpersonal und stellte den OrganisatorInnen des ALW eine doppelte Rechnung. Zur Buchpräsentation „Widerstand in der Demokratie“ am 20. Oktober erschienen 4 BeamtInnen und sprengten gleich die gesamte Veranstaltung. Die Umstände dieses Vorfalls sind bis heute noch nicht geklärt.

Protest beim Teich-Abfischen
Im Herbst gibt es in NÖ sogenannte Abfischfeste, bei denen das Wasser aus den Karpfenteichen gelassen wird, sodass die lebenden Karpfen stranden und von einer johlenden Menschenmenge geschnappt, gekauft und letztendlich erschlagen und gegessen werden können. Auch viele Kinder werden diesem Treiben ausgesetzt. Auch heuer wieder protestierten TierrechtlerInnen bei einem dieser Feste in der Nähe von Tulln.

Grüne nennen Schnitzel ungesund und klimafeindlich
Am 23. Oktober präsentierte die Grüne Parteichefin Eva Glawischnig mutig 30 Zukunftsthesen, von denen sich These 10 so liest: „Das tägliche Schnitzel ist nicht nur ungesund, sondern auch klimafeindlich.“ Obwohl die Grünen damit noch weit davon entfernt sind, sich für Vegetarismus auszusprechen, sondern lediglich längst bekannte Fakten hervorstreichen, rief das nicht nur unter dem politischen Gegner FPÖ, sondern laut Medienberichten auch bei manchen SympathisantInnen großen Ärger hervor. Am Fleischessen dürfe unter keinen Umständen gerüttelt werden, selbst harmlose, faktisch richtige Kritik wird offenbar als Bedrohung aufgefasst.

Luchs von TierschützerInnen aus Gehege befreit
Im Frühjahr 2009 war ein Luchs mit Peilsender versehen im Nationalpark Kalkalpen ausgesetzt worden. Mitte Oktober hatten JägerInnen aber das Tier eingefangen und behauptet, es sei gefährlich, weil es keine Scheu vor Menschen habe. Tatsächlich sehen JägerInnen den Luchs als Jagdkonkurrenz und möchten ihn deswegen entfernen. Das Tier kam daher in ein Gehege des Wildparks Enghagen in Windischgarsten. Dort wurde es am 29. Oktober von Unbekannten befreit.

Pelztierbefreiung in den USA
Erst jetzt wurde bekannt, dass bereits am 5. Oktober in Astoria, Oregon, USA, 300 Nerze aus den Käfigen der Ylipelto Pelzfarm befreit worden waren. Dieselbe Farm war bereits im Oktober 2008 von einer derartigen Aktion betroffen. Die lokalen Medien nannten die unbekannten AktivistInnen „Terroristen“, obwohl weder Gewalt angewendet noch ein Sachschaden angerichtet, sondern lediglich gefangene Tiere befreit worden waren.

Linksparteien in Dänemark für Pelzfarmverbot
Dänemark ist der weltgrößte Pelzproduzent mit ca. 14 Millionen getöteten Nerzen pro Jahr. Deshalb hat die Pelzindustrie mit allen legalen und auch illegal-undemokratischen Mitteln die Veröffentlichung von Filmen, die TierrechtlerInnen heimlich in den dortigen Pelzfarmen gedreht hatten, zu verhindern versucht. Es wurde Klage eingereicht und eine Belohnung auf die Ergreifung der TäterInnen ausgesetzt, obwohl lediglich gefilmt worden war. Dennoch wurde der Film am 27. Oktober im staatlichen Fernsehen gezeigt und führte dazu, dass die beiden Linksparteien im Parlament nun ein Verbot von Pelzfarmen fordern.

Schlag gegen Vogelfang in Italien
VogelschützerInnen ist am 29. Oktober ein großer Schlag gegen den illegalen Vogelfang für Restaurants in Italien gelungen. In den drei Wochen davor hatten TierrechtlerInnen gemeinsam mit ForstpolizistInnen rund um den Gardasee mehr als 2314 illegale Fallen und 118 Netze für den Fang von Singvögeln abgebaut. Bei dieser Aktion in der Provinz Brescia sind bisher 160 als Lockvögel gehaltene Tiere befreit und 42 SingvogelfängerInnen in flagranti an ihren Fangplätzen erwischt und angezeigt worden. Nur im oö Salzkammergut agieren die Vogelfänger noch immer unter dem Schutz der Behörden.

Schweizer Bundesgericht verbietet Tierversuche
Zwei Affenversuchsprojekte am Institut für Neuroinformatik der Universität und der ETH Zürich sind zu Recht verboten worden. Das Bundesgericht hat die Beschwerden der betroffenen ForscherInnen abgewiesen und den Entscheid der Zürcher Behörden bestätigt.

Worldwatch-Institut: Tierhaltung ist Klimakiller Nr. 1
Das renommierte Worldwatch-Institut berichtete in einer am 22. Oktober veröffentlichten Studie, dass die Tierhaltung – oder anders formuliert der weltweite Konsum von Fleisch, Milch und Eiern – mit 51% an der Klimaveränderung beteiligt ist. Hauptgründe dafür sind die Zerstörung des Regenwaldes für Futtermittelanbau und Weideflächen sowie die Gasausscheidungen der Tiere. Die beiden World Bank Group Mitglieder Robert Goodland und Jeff Anhang zeichnen für das Worldwatch-Institut dieses dramatische Bild und üben auch scharfe Kritik an der FAO, der Landwirtschaftsorganisation der UNO. Die FAO hat ihrerseits 2006 in ihrem Bericht mit dem Titel "Der lange Schatten der Tierhaltung" eindringlich auf die unterschätzte Problematik Tierhaltung für den Klimawandel aufmerksam gemacht. Goodland und Anhang kritisieren nun die FAO, dass diese wesentliche Faktoren vergessen oder falsch zugeordnet habe, und der Klimaeffekt durch die Tierhaltung noch deutlich höher sei als von der FAO angenommen.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 9 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Heute findet auch ab 18 Uhr in der IDA Zwölfergasse 9 eine Lesung aus dem Gerichtsakt §278a gegen den Tierschutz statt
Am Samstag gibt es am Schwedenplatz in Wien von 17-24 Uhr eine Demo zu Tierrechten
Der letzte heurige Animal Liberation Workshop findet am 31. Oktober/1. November im WUK in Wien statt, siehe www.animal-liberation.at