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Sendung vom 16.04.2010 11:00:

Linguistisches Gutachten im Tierschutzprozess

Das Gutachten gilt im Tierschutzprozess als einzige konkrete Evidenz für Kriminelles. Doch es ist wissenschaftlich unhaltbar, was aber vor Gericht nicht bewiesen werden darf.

Tierrechtsnachrichten von 9. – 15. April 2010

Kleider Bauer Demos
Am 9. und 10. April wurde in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck Museumstraße vor Kleider Bauer gegen Pelz demonstriert.
Am 10. April gab es zusätzlich noch derartige Demos in Linz Landstraße und Wr. Neustadt Wienerstraße.

Tierrechtsdemos
Am 10. April wurden am Stefansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt und in Salzburg bei Metro gegen den Lebendhummerverkauf protestiert.
Am 14. April gab es anlässlich des Tierschutzprozesses eine Demo vor dem Landesgericht.
Am selben Tag wurde in Wien vor dem Parlament für eine Reform des Tierschutzgesetzes bzgl. der Haltung von Schweinen protestiert.

Proteste gegen die Abschwächung des Kaninchenkäfighaltungsverbots
Ab 2012 muss es laut Gesetz ein Verbot der Käfighaltung von Kaninchen zur Fleischproduktion geben. Das zuständige Gesundheitsministerium will aber dieses Verbot umdefinieren und für die Jungtiere, die Elterntiere und die Kaninchen zur Fleischproduktion für den Eigenbedarf nicht anwendbar machen. Dagegen richten sich immer heftigere Proteste. Der SPÖ-Gesundheitsminister Stöger wurde am 10. April sowohl in Linz als auch in Wien und am 15. April bei seiner Tierschutz-Pressekonferenz von AktivistInnen im Kaninchenkostüm „begrüßt“. Bei letzterer Gelegenheit versprach die Tierschutzlandesrätin von Wien, dass sich die Wiener SPÖ gegen diese neue Verordnung ausspreche. Am 13. April protestierten AktivistInnen einmal mehr vor dem Ministerium.

Pressekonferenz Tierschutzprozess zum linguistischen Gutachten
Am 13. April hielt der Hauptangeklagte zusammen mit einem der weltbesten linguistischen Kriminologen in Wien eine Pressekonferenz zum Gutachten der Staatsanwaltschaft im Tierschutzprozess ab, das dem Hauptangeklagten die Urheberschaft von drei Bekennerschreiben „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ zuordnet. Der Kriminologe nannte das Gutachten „hanebüchen“ und verglich den Gutachter mit einem Blinden, der über die Farbenlehre spreche. In seinem eigenen Gutachten konnte er nachvollziehbar nachweisen, dass der Hauptangeklagte nicht Autor dieser Bekennerschreiben sein könne.

Neues vom Tierschutzprozess
In der 6. Woche im Tierschutzprozess wurden ein englischer Polizist und der linguistische Gutachter befragt. Während Ersterer zur österreichischen Tierschutzcausa nichts beitragen konnte, verbot die Richterin die Befragung des Letzteren durch eigene Gutachter der Verteidigung. Man dürfe keine Kritik am gerichtlich beeideten Gutachten üben, sondern nur Verständnisfragen stellen. Unfassbarer Weise ließ die Richterin alle Eingaben, die klar das Gerichtsgutachten widerlegen, einfach nicht zu. Die Gegengutachten werde sie weder lesen noch in den Akt aufnehmen. Die Befragung des linguistischen Gutachters wird in einigen Wochen fortgesetzt.

Illegale Hundekämpfe in Salzburg
Am 15. April schlug die Salzburger Tierrettung Alarm. In einer Tiefgarage und einem Park würden seit kurzem illegale Hundekämpfe stattfinden. Man habe schwer verletzte Tiere, die eindeutig aus Hundekämpfen kämen, aufgegriffen. Erst wenn die TierschützerInnen Beweise liefern könnten, würde die Behörde eingreifen, erklärte man am Amt für öffentliche Ordnung. Die in Hundekämpfen verletzten Tiere müssten wieder zurückgegeben werden.

Aktion scharf gegen Tiertransporte durch NÖ
Am 14. April gab es erstmals eine Aktion scharf gegen Tiertransporte, die durch NÖ fahren. 33 BeamtInnen legten sich auf der A1 und der S33 insgesamt 12 Stunden lang auf die Lauer. Insgesamt wurden 24 mit Rindern und Schweinen beladene Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen. Ein Drittel der Fahrzeuge war hoffnungslos überfüllt, die Tiere waren unter unerträglichen Bedingungen zusammengepfercht. Neun LenkerInnen wurden angezeigt.

Japanische Walfänger machen Sea Shepherd für geringe Fangzahlen verantwortlich
Am 13. April erklärten die japanischen Walfänger in einer Aussendung, dass sie nur 507 statt den gewünschten 935 gefangen hätten. Schuld daran seien die Behinderungen durch Tierschutzboote der Sea Shepherd Organisation gewesen.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten