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Tierrechtsradio
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Sendung vom 16.07.2010 11:00:

Große Tierfabriksrecherchen in Europa

Seit 2007 haben Tierrechtsgruppen in Skandinavien und Spanien große Recherchen von Schweinefabriken und Pelzfarmen in ihren Ländern veröffentlicht. Mehrere Gesetzesänderungen stehen an.

Tierrechtsnachrichten von 9. – 15. Juli 2010

Kleider Bauer Demos
Am 9. und 10. Juli wurde sowohl in Wien Mariahilferstraße als auch in Innsbruck Museumstraße vor Kleider Bauer gegen Pelz protestiert.
Am 10. Juli gab es auch eine Demo vor Kleider Bauer auf der Linzer Landstraße.

Tierrechtsdemos
Am 10. Juli wurde am Stefansplatz in Wien gegen den Missbrauch von durch Fiaker protestiert.
Am 13. Juli informierten TierrechtlerInnen anlässlich des Prince Konzertes in der Wiener Stadthalle über Tierrechte. Prince lebt aus ethischen Gründen vegan.
Am 14. Juli gab es im Hotel Karolinenhof eine Informationsveranstaltung zu Tierrechten.

Internationale Tierrechtskonferenz in Turin in Italien
Von 8.-11. Juli fand die jährliche Tierrechtskonferenz der Graswurzelgruppen der Tierrechtsbewegung Europas statt. Zum Auftakt gab es einen Großdemomarsch durch Turin, anschließend wurde 4 Tage lang durchgehend in 5 Workshops gleichzeitig diskutiert. Schwerpunkte waren die großen Recherchen von Schweinefabriken und Pelzfarmen in Skandinavien und Spanien, sowie die Repression und Ideen für die Zukunft des Tierrechtsaktivismus. Aber auch praktische Themen wie Blockadetechniken, ziviler Ungehorsam und der Bau von Baumwalkways kamen nicht zu kurz. Etwa 400 AktivistInnen aus Europa und einige Gäste aus Übersee nahmen an der Veranstaltung teil.

TierschutzlehrerInnen-Ausbildung in Graz
Von 10. – 18. Juli findet an der Akademie der Mensch-Tier-Beziehung in Graz die alljährliche Ausbildung von TierschutzlehrerInnen aus Österreich und anderen Ländern wie Serbien, die Schweiz und Russland statt. Die dort ausgebildeten Personen gehen dann an die Schulen, um mit den Kindern und Jugendlichen über Tierschutz und Tierrechte zu sprechen. In Österreich gibt es dieses Projekt „Tierschutz im Unterricht“ seit vielen Jahrzehnten und im letzten Schuljahr waren fast 10 Personen in ganz Österreich im Einsatz.

Verwaltungsgerichtshof bestätigt: Hummerhälterung ist Tierquälerei
Schon vor Jahren hat ein Urteil des Unabhängigen Verwaltungssenats in Wien Aufsehen erregt: die übliche Hummerhälterung, d.h. das Präsentieren der Hummer in einem strukturlosen Aquarium mit zusammengebundenen Scheren zum Verkauf, widerspreche dem Tierschutzgesetz und sei Tierquälerei. Die angezeigte Handelskette berief zum Verwaltungsgerichtshof. Dieser gab aber den TierschützerInnen in einem bahnbrechenden Erkenntnis am 11. Juli Recht. Umgehend riefen Tierschutzorganisationen dazu auf, alle derartigen Hälterungsbecken anzuzeigen. Das Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs ist deshalb bemerkenswert, weil er damit erstmals die Vorgaben des Tierschutzgesetzes, eine Haltung auch von Nutztieren müsse den physiologischen und ethologischen Bedürfnissen der Tiere entsprechen, ernst. Ob derselbe Gerichtshof aber in Haltungsfragen anderer Nutztiere, wie Schweine oder Hühner, die wirtschaftlich bedeutender sind, die gleichen Maßstäbe anlegen würde, bleibt abzuwarten.

Jäger in Kärnten als Bärentöter überführt
Noch vor 10 Jahren haben über 30 Bären in den nördlichen Kalkalpen Ostösterreichs und in Kärnten gewohnt. Seit geraumer Zeit ist bekannt, dass alle diese Bären bis auf 2 Individuen verschwunden sind. Man vermutete die Jägerschaft als Täterin und tatsächlich wurde ein Jäger aus Lilienfeld in NÖ zumindest in einem Fall der Tat durch einen Gentest überführt. Jetzt gibt es einen zweiten Beweis. Auf der Decke eines Jägers in Kärnten konnten DNA-Spuren eines Bären sichergestellt werden, der kurz davor hinterrücks erschossen worden war. Der Jäger hatte den Bären gehäutet und über die Grenze nach Slowenien getragen, um die Tat zu vertuschen.

USA: Anklage wegen „Terrorismus“ gegen 4 TierschützerInnen fallen gelassen
Im Jahr 2009 waren vier TierschützerInnen in Kalifornien in den USA unter dem Verdacht fest, sie wären nach dem Animal Enterprise Terrorism Act schuldig, eine Firma, die Tierversuche durchgeführt hat, zu nötigen. Konkret wurde den Vieren nur vorgeworfen, sie hätten im Rahmen einer Tierschutzkampagne mit einer Kreide Botschaften auf den Gehsteig gemalt, Flugblätter verteilt und aggressive aber legale Demonstrationen durchgeführt. Am 15. Juli entschied jetzt das zuständige Bezirksgericht, dass diese Taten nicht unter das genannte Gesetz fallen würden und ließ die Anklage fallen.

Washington DC erklärt fleischfreien veganen Montag
Mit der sogenannten „Meat Free Mondays Recognition Resolution of 2010“ erklärte das für Washington, die Hauptstadt der USA, zuständige Council des Districts of Columbia, dass an jedem Montag alle stadteigenen Kantinen nur vegane Speisen anbieten dürfen. Zusätzlich werden alle BewohnerInnen der Stadt darin bestärkt, an allen Montagen ab sofort alle Tierprodukte zu meiden. Als wesentliche Begründung wurde die schädliche Wirkung von Tierprodukten auf das Klima angegeben. Washington folgt damit der belgischen Stadt Gent und anderen Städten, in denen ebenfalls fleischfreie oder vegane Wochentage ausgerufen worden sind.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Vegane Sommerfeste siehe www.veganmania.at, am 31. Juli in München
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at
Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten