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Tierrechtsradio
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Sendung vom 29.10.2010 11:00:

Tierschutzprozess: StA Linz widerspricht StA Wr. Neustadt

Dieselben Vorwürfe, die bei der StA Wr. Neustadt zu U-Haft und einem Monsterprozess führen, nennt die StA Linz keinen Hinweis auf kriminelle Handlungen. Sind alle BürgerInnen vor dem Gesetz gleich?

Tierrechtsnachrichten von 22. – 28. Oktober 2010

Kleider Bauer Demos
Am 22. und 23. Oktober wurde sowohl in Wien Mariahilferstraße als auch in Innsbruck Museumstraße gegen den Pelzhandel von Kleider Bauer vor den dortigen Filialen demonstriert.
Zusätzlich gab es am 23. Oktober eine solche Demonstration vor Kleider Bauer in Linz Landstraße.

Tierrechtsdemos
Am 22. Oktober gab es eine Kundgebung gegen die betäubungslose Ferkelkastration am Grazer Hauptplatz.
Am 23. Oktober wurden am Stefansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Gegen die Repression wurde am 27. Oktober bei der U6-Station Alserstraße in Wien demonstriert.
Die Ferkeltour in Wien, also die Demonstrationen gegen die betäubungslose Kastration von Ferkeln, hatte am 28. Oktober am Franz-Josephs Bahnhof Station.

Demomarsch gegen Repression in Salzburg
Am 22. Oktober marschierten AktivistInnen aus verschiedenen sozialen Bewegungen gemeinsam gegen Polizeigewalt, Repression und staatliche Willkür. Die Kundgebung startete am Hauptbahnhof in Salzburg und führte, begleitet von einem Großaufgebot der Polizei, über die Hauptverkehrsrouten bis zum Kajetanplatz im Stadtzentrum. Die laute Kundgebung machte immer wieder Halt, um über Lautsprecher die Bevölkerung über das Anliegen zu informieren.

Demomarsch gegen Repression in Wien
Am 23. Oktober trafen sich mehr als 200 Personen und zogen von der Uni-Rampe in Wien zum Westbahnhof, um gegen die staatliche Repression politischer Bewegungen und insbesondere der Tierrechtsszene zu protestieren. Mit rosaroten Luftballons und einer Samba-Musikgruppe wurde die Botschaft untermalt. Vor Kleider Bauer Filialen hielt der Zug an und solidarisierte sich mit den Protesten gegen den Pelzverkauf in dieser Kleiderkette, die Auslöser für die SOKO-Ermittlungen war.

Podiumsdiskussion zu Überwachung und Repression
Am 28. Oktober diskutierten die Buchautoren Trojanow, Zeger und Werner-Lobo im vollbesetzten Hörsaal 2 des NIG der Uni in Wien über Überwachung und Repression. Anhand des Tierschutzprozesses kann man sehen, dass die zunehmend schärferen Ermittlungsmöglichkeiten der Behörden nicht nur gegen genuinen Terrorismus sondern auch gegen politische Opposition zum herkömmlichen Status Quo eingesetzt werden. Ob der Neoliberalismus diese Überwachungs- und Repressionswelle ausgelöst hat, um KritikerInnen an Firmenpolitik mundtot zu machen, waren sich die Diskutanten uneinig.

SOKO missbraucht Psychiatrie-Patientin für Tierschutz-Causa
Nach 4 Jahren ergebnisloser Ermittlungen vergriff sich die SOKO-Leitung an einer Psychiatrie-Patientin, um Vorwürfe gegen die Beschuldigten im Tierschutzprozess zu erhalten. 3 BeamtInnen versuchten eine Frau, die bis vor 8 Jahren beim VGT mitgeholfen hatte und seit 2005 wegen paranoiden Wahnvorstellungen in der Psychiatrie zur Behandlung ist, einzuvernehmen. Offenbar hatte die SOKO aufgrund von Emails von der Existenz und dem Zustand der kranken Frau erfahren. Um einen „freien Zugang“ zu ihr zu bekommen, kamen die BeamtInnen in einem sorgfältig geplanten Moment, an dem der Pfleger und Ehemann der Frau nicht anwesend war, um die Einvernahme hinter seinem Rücken durchzuführen. Die SOKO hatte diese Aktion noch 1 Woche vor Prozessbeginn laut eigenen Angaben „zum Zwecke der Informationsgewinnung von relevanten Sachverhalten hinsichtlich der heimischen Tierrechtsszene“ durchgeführt. Der Umstand wurde erst jetzt bekannt, weil die Polizei widerrechtlich keine Einsicht in ihre Ermittlungsakten gewährt hatte.

England: Gefängnis für 6 TierrechtsaktivistInnen
Am 25. Oktober 2010 bekannten sich 6 TierrechtsaktivistInnen vor dem Strafgericht in Winchester schuldig, sich verschworen zu haben, Tierversuche von HLS, Europas größtem Tierversuchslabor, mittels Nötigung zu beenden. Die 6 Personen erhielten Gefängnis von 6 Jahren unbedingt bis 12 Monaten bedingt.

Neue Nerzfarm-Recherche in Spanien präsentiert
In Spanien haben Tierrechtsgruppen in letzter Zeit einige Großrecherchen dortiger Tierfabriken präsentiert und dabei die Öffentlichkeit, der diese Bilder neu waren, aufgerüttelt. Am 20. Oktober wurde jetzt eine Nerzfarm-Recherche auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Fotos finden sich auf www.GranjasdeVisones.es, ein Film auf http://www.vimeo.com/15961993. Die Materialien zeigen Nerze mit abgebissenem Gesicht, abgebissenen Beinen und abgebissenen Schwänzen, sowie infizierten offenen Wunden und stereotypem Verhalten.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Morgen Samstag ab 17:15 Uhr bis Mitternacht Infokundgebung zu Tierrechten am Stefansplatz in Wien
Am 4. November Vortrag „Terror gegen Tierschutz“ ab 18 Uhr im WUK in Wien
Ebenfalls am 4. November Vortrag „Einfluss der Ernährungsweisen auf Umwelt und Klima“ ab 18 Uhr in der BOKU Wien, EH03 Exnerhaus, Peter Jordan Str. 82
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at
Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten
Wer die Ferkelpetition unterstützen will: http://www.vgt.at/actionalert/ferkelkastration/petition/index.php