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Tierrechtsradio
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Sendung vom 17.12.2010 11:00:

Einvernahme der verdeckten Ermittlerin im Tierschutzprozess

50 PolizeischülerInnen im Gerichtssaal, die verdeckte Ermittlerin im Nebenzimmer nur von der Richterin einvernommen. Das Ergebnis: totale Entlastung der Angeklagten.

Tierrechtsnachrichten von 10. – 16. Dezember 2010

Kleider Bauer Demos
Am 10. und 11. Dezember wurde in Innsbruck Museumstraße und Wien Mariahilferstraße gegen den Pelzhandel von Kleider Bauer vor der dortigen Filiale demonstriert.
Zusätzlich gab es am 11. Dezember solche Demonstrationen vor Kleider Bauer in Linz Landstraße.

Tierrechtsdemos
Am 10. Dezember wurde am Grazer Hauptplatz für Tierrechte und vor dem Wiener Rathaus gegen Pelz demonstriert.
Am 11. Dezember zeigten AktivistInnen am Stefansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand.
Die Ferkeltour in Wien, also die Demonstrationen gegen die betäubungslose Kastration von Ferkeln, hatte ihre Kundgebung in dieser Woche am 14. Dezember beim Christkindlmarkt vor dem Schloss Schönbrunn.

Verdeckte Ermittlerin entlastet Angeklagte im Tierschutzprozess
Insgesamt 1 ½ Tage wurde der sogenannte Führer der verdeckten Ermittlerin im Tierschutzprozess einvernommen, danach etwa 2 Stunden lang die verdeckte Ermittlerin selbst, wenn auch in einem Nebenzimmer. Zusätzlich blockierten 50 SchülerInnen sowohl einer Polizeischule als auch einer Handelsakademie den Zuschauerraum. Zahlreiche Gäste, darunter auch JournalistInnen, mussten wieder heimgehen. Die Aussagen der verdeckten Ermittlerin und ihres Führers entlasteten die Angeklagten vollständig. Nach 16 Monaten Bespitzelung sei nichts Kriminelles passiert. Alle im Strafantrag inkriminierten Veranstaltungen stellten sich als harmlos heraus. Auch bestätigte die verdeckte Ermittlerin, dass es zwischen VGT und BAT keinen Kontakt gab. ExpertInnen fordern jetzt unisono ein Ende dieses bereits 63 Verhandlungstage alten Prozesses. Die Richterin hat unterdessen 85 Verhandlungstage bis Ende März 2011 angesetzt.

Anti-Pelz Demomarsch in Innsbruck
Bereits das fünfte Jahr in Folge fand auch heuer am 8. Dezember in Innsbruck ein großer Demoumzug gegen Pelz statt. Die PelzgegnerInnen marschierten von der Triumphpforte aus mit Fackeln, Verkleidungen, Trommeln und Trillerpfeifen durch die Innenstadt. Vor pelzführenden Geschäften und insbesondere vor Kleider Bauer wurde angehalten und mittels Megaphon und Sprechchören sowohl auf Deutsch als auch Italienisch auf die Grausamkeit von Pelzen hingewiesen.

Schmackhafte Aussichten: Kritik an industrieller Nahrungsmittelproduktion
So hätte sich die SOKO gegen den Tierschutz und jene, die sie ausgelöst haben, das Ergebnis sicher nicht vorgestellt. Das Institut für Bergbauernfragen, finanziert vom Landwirtschaftsministerium, lud den Hauptangeklagten im Tierschutzprozess ein, zu deren neuestem Buch "Schmackhafte Aussichten" ein Kapitel beizutragen. Aus Solidarität gegen die ungerechte Verfolgung, wie die HerausgeberInnen betonen. Und so fand sich am 10. Dezember 2010 der Hauptangeklagte neben einer Herausgeberin dieses Buches und einem Bauern, der selbst Rinder züchtet, auf einem Podium an einem vom Alternativreferat der Uni Graz organisierten Diskussionsabend wieder. Das Grundthema dabei: eine Kritik an der industriellen Massenproduktion von Nahrungsmitteln und ein Plädoyer für die Selbstproduktion bzw. die regionale Produktion in kleinen Einheiten. Der interessante Abend wurde durch ein vegan-biologisches Buffet in gemeinsamer Diskussion beendet, das die ÖH zur Verfügung gestellt hatte.

Trotz Verbots Käfigeier auf Wiener Märkten
Seit 2009 sind Legebatterien in Österreich verboten, seit 2007 bieten die Supermärkte hierzulande keine mehr an. Doch die Straßenmärkte in Wien schon. TierschützerInnen hatten vom Kameliter- bis zum Naschmarkt und vom Brunnen- bis zum Meiselmarkt Umschau gehalten und überall Käfigeier entdeckt. TierschutzsprecherInnen meinten es handle sich um Kundentäuschung, da viele Käfigeier als Freilandeier falsch deklariert waren, und forderten ein Importverbot von Käfigeiern.

Rigorose Konrtollen bei Wiener Fiakern angekündigt
Was TierschützerInnen seit langem fordern soll nun endlich Wirklichkeit werden: Stadträtin Ulli Sima wird Wiens Fiaker-Pferden ihr Leben erleichtern. Dazu will Sima ihre neuen Tierschutz-Kompetenzen und die entsprechenden Gesetze voll ausschöpfen. Zudem sollen unangekündigte Kontrollen künftig an der Tagesordnung stehen. Anlass war, dass am 12. Dezember am Wiener Heldenplatz ein Fiakerpferd im Geschirr tot zusammengebrochen war. TierrechtlerInnen hatten noch am 4. Dezember am Stefansplatz gegen Fiaker protestiert.

Jäger erschießt sich versehentlich selbst
Ein erfahrener Jäger aus Niedersachsen in Deutschland hat sich am 14. Dezember aus Versehen selbst erschossen. Als der 74-Jährige aus Steimbke nach der Rückkehr von der Jagd sein Gewehr vom Rücksitz seines Autos nehmen wollte, lösten sich zwei Schüsse. Ein Notarzt stellte wenig später nur noch den Tod des Jägers fest.

Pelzfarmverbot in Norwegen heißes Thema
Anfang Dezember 2010 haben TierrechtlerInnen jetzt bereits zum dritten Mal die tierquälerischen Zustände auf norwegischen Pelzfarmen öffentlich gemacht. Zuletzt waren auch JournalistInnen heimlich auf die Farmen mitgegangen. Ein Pelzfarmverbot, so politische BeobachterInnen, liege in Norwegen in der Luft. Die Oslo Fashion Week hat am 9. Dezember verlautbart, dass heuer keine Tierpelze auf dem Catwalk erlaubt sein werden.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Morgen Samstag ab 15 Uhr bis Mitternacht Infokundgebung zu Tierrechten am Stefansplatz in Wien
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at
Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten
Wer die Ferkelpetition unterstützen will: http://www.vgt.at/actionalert/ferkelkastration/petition/index.php