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Sendung vom 04.03.2011 11:00:

Richterin kündigt Ende im Tierschutzprozess an

Bis Ende März wird nur noch verhandelt, Anfang April die Schlussplädoyers, am 2. Mai die Urteilsverkündung. Heißt das Freispruch, weil keine ZeugInnen der Anklage gehört werden?

Tierrechtsnachrichten von 25. Februar – 3. März 2011

Kleider Bauer Demos
Am 25. und 26. Februar gab es Demonstrationen vor Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck Museumstraße gegen Pelz.
Am 26. Februar wurde auch in der Landstraße in Linz vor Kleider Bauer demonstriert.

Tierrechtsdemos
Von 24.-27. Februar protestierten TierrechtlerInnen anlässlich der Fachmesse „Hohe Jagd und Fischerei“ im Salzburger Messegelände.
Am 26. Februar zeigten AktivistInnen am Wiener Stefansplatz Tierrechtsfilme auf Großleinwand.
Am 1. und 2. März wurde vor dem Landwirtschaftsministerium in Wien gegen Kastenstände demonstriert.
Am 3. März gab es anlässlich der Berufsinformationsmesse in der Wiener Stadthalle eine Informationskundgebung zu Tierrechten.

„Grunztour“ mit 5m Schweinemodell
Jenes Fahrzeug mit einem hydraulisch aktivierbaren 5m-Schweinemodell aus der Schweiz, das das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung im Verfassungsschutzbericht 2008 als Bedrohung für die nationale Sicherheit anführt und das von der SOKO gegen den Tierschutz als Maßnahme zur Schutzgelderpressung observiert und in den Berichten an die Staatsanwaltschaft angeprangert wurde, begann am 25. Februar wieder eine Tour durch Österreich. An diesem ersten Tag protestierte es in Bregenz vor Kleider Bauer, am 26. Februar in Dornbirn vor Kleider Bauer und am Nachmittag in Innsbruck Mariatheresienstraße. Anschließend fuhr das „Grunzi“ nach Wien, um sich an den dortigen Protesten gegen Kastenstände zu beteiligen.

Nach 1 Jahr Tierschutzprozess Kastenstandverbot als Wiedergutmachung gefordert
Am Jahrestag des Tierschutzprozessbeginns, am 2. März, hielten TierrechtlerInnen eine Pressekonferenz ab. Dabei wurde nicht nur resümiert, dass sich alle angeblichen Indizien der Anklage in Luft aufgelöst haben, es wurde auch gefordert, dass die Regierung zur Wiedergutmachung des durch den Tierschutzprozess angerichteten Schadens ein totales Kastenstandverbot erlassen soll. 75 Prozesstage mit 105 einvernommenen ZeugInnen der Anklage und 8 Sachverständigen hatte das erste Prozessjahr. Jetzt müsse damit Schluss sein und die vernachlässigten Anstrengungen im Tierschutz rasch aufgeholt werden.

Große Luftballonaktion in Bregenz in Solidarität mit den Tierschutzprozessangeklagten
Am 2. März ließen TierrechtlerInnen in Sträflingskleidung 278 orange Luftballons mit Protestpostkarten vor dem Bregenzer Landhaus in die Luft steigen, um sich mit den 13 Angeklagten im Tierschutzprozess zu solidarisieren und gegen §278a zu protestieren. Vorarlberger PolitikerInnen von SPÖ, ÖVP und Grünen machten sich persönlich ein Bild von der Aktion und informierten sich über die Situation im Tierschutzprozess.

Richterin kündigt Ende im Tierschutzprozess an
Der 76. Prozesstag, der 3. März, wartete mit einer besonderen Überraschung auf. Die Richterin verkündete, dass sie den Prozess rasch beenden werde. Sie wolle nur noch bis Ende März verhandeln, Anfang April 6 Tage für Schlussplädoyers einplanen und am 2. Mai das Urteil verkünden. Damit würden rund 15 ZeugInnen der Anklage und alle etwa 300 beantragten ZeugInnen der Verteidigung nicht mehr gehört werden. ProzessbeobachterInnen werten das als Zeichen dafür, dass zumindest bzgl. §278a ein Freispruch zu erwarten ist. Seit Anfang Februar gibt es bereits keine PolizeischülerInnen im Gerichtssaal, seit 3. März wurden auch die martialische Polizeiwache und die Verpflichtung zur Abgabe von Ausweisen vor Betreten des Gerichtssaals abgeschafft. Diese Normalisierung des Prozesses wird ebenfalls als positives Zeichen für ein baldiges Ende mit Freispruch gesehen.

Zustände auf dänischen Pelzfarmen veröffentlicht
Wie schon bereits in verschiedenen anderen Ländern, so wurden diesmal im Land mit der größten Pelzproduktion der Welt, in Dänemark, am 26. Februar Filme über die Zustände auf den Pelzfarmen veröffentlicht. 26 Nerz- und 1 Fuchspelzfarm waren von den AktivistInnen besucht worden. Mehr als 400 verletzte Tiere sind auf den Filmen zu sehen. Zu den PelzfarmbesitzerInnen gehören pikanter Weise auch 7 Mitglieder des Vorstands der Kopenhagen Pelz Assoziation. Einer davon, Knud Vest, ist sogar der Vorsitzende der Europäischen Pelzzüchtervereinigung. Die TierrechtlerInnen fordern ein Pelzfarmverbot wie es in Österreich bereits seit 1998 in Kraft ist.

Vorankündigungen

4. März ab 19:30 Uhr Jägerballdemo Wr. Neustadt Neunkirchenstr. 17 vor dem Sparkassensaal
9. März 9:30 Uhr Stefansplatz Wien Ferkelkastrationsaktion, 10.000 Papierschweinchen werden auf den Boden geklebt
Tierrechtskongress in Wien von 8.-11. Dezember 2011, Informationen unter www.tierrechtskongress.at
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at
Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten