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Tierrechtsradio
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Sendung vom 11.03.2011 11:00:

Jagd auf Rabenvögel

In Österreich wurde der Schutz der Rabenvögel durch Sondergenehmigungen aufgehoben. Jetzt dürfen sie bejagt und mit Lebendfallen gefangen und getötet werden, sogar unter Einsatz von Lockvögeln.

Tierrechtsnachrichten von 4. – 10. März 2011

Kleider Bauer Demos
Am 5. März wurde in der Landstraße in Linz vor Kleider Bauer gegen Pelz demonstriert.

Tierrechtsdemos
Am 4. März protestierten TierrechtlerInnen anlässlich des Jägerballs vor dem Sparkassensaal in Wr. Neustadt.
Am selben Tag gab es eine Kundgebung mit dem Grunzmobil, einem 5 m großen Schweinemodell, anlässlich des Bauernbundballs vor der Grazer Stadthalle.
Ebenso wurde am Grazer Hauptplatz am 4. März eine Informationskundgebung zu Tierrechten abgehalten.
Am 5. März zeigten AktivistInnen am Wiener Stefansplatz Tierrechtsfilme auf Großleinwand.
Am 6. März proetstierten TierrechtlerInnen in Salzburg anlässlich des Metzgersprungs gegen Fleisch.
Am 5. und 7. März versammelten sich AktivistInnen vor dem rumänischen Konsulat in Salzburg, um für die Beibehaltung der 2008 geschaffenen Gesetzesvorlage in Rumänien zu demonstrieren, nach der das Töten von Streunertieren untersagt wird. Gegen dieses Gesetz gibt es allerdings starke Widerstände und BeobachterInnen fürchten, dass es noch gekippt werde.
Am 7., 8. und 10. März wurde vor dem Landwirtschaftsministerium in Wien gegen Kastenstände demonstriert.
Von 4. – 6. März gab es anlässlich der Berufsinformationsmesse in der Wiener Stadthalle Informationskundgebungen zu Tierrechten.
Am 9. März wurde vor der Pulloveria in der Wiener Mariahilferstraße gegen Pelzverkauf protestiert.

Faltschweinchenaktion gegen Ferkelkastration
12.000 Personen unterschrieben eine Petition für ein Verbot der betäubungslosen Kastration von männlichen Ferkeln, die in Österreich immer noch erlaubt ist und den Normalfall darstellt. Der zuständige Gesundheitsminister weigerte sich bisher, die Petition entgegen zu nehmen. Da aber zu jeder Unterschrift von den Personen, die die Petition unterschrieben, ein Origami-Schweinchen gefaltet wurde, nutzten TierrechtlerInnen die 12.000 Papierschweine am 9. März um damit einen 12x12 m großen Schriftzug „STOPP FERKELKASTRATION“ auf den Stefansplatz ins Wiener Stadtzentrum zu legen. Der Link zu einem Kurzvideo zur Aktion findet sich hier: http://vimeo.com/20872634

Vortrag zum vegetarischen Wochentag in Graz
Da Gent in Belgien jene Stadt ist, die als erste der Welt einen vegetarischen Wochentag eingeführt hat, wurde einer jener Personen, die dieses Projekt initiiert hat, am 9. März in das Kolpinghaus in Graz geladen, um die Idee des Veggiedays vorzustellen. 100 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil, in der auch ein Experte zu Veganismus und ein Vertreter einer Catering Firma sprachen und die mit einem veganen Buffet abgerundet wurde. Auch in Graz soll ein vegetarischer Wochentag eingeführt werden. Die Grazer Tierschutzsprecherin der Grünen moderierte die Veranstaltung.

Tierschutz-Repression auf Faschingsumzug in Graz thematisiert
Am heurigen Faschingsdienstag nahm auch eine Gruppe von TierrechtlerInnen am Umzug teil. Mit einem Wagen, auf dem die Richterin des Tierschutzprozesses residierte, sowie mit SOKO-BeamtInnen, TierschützerInnen, einem Fleischer, einem Pelzfarmer, einem Tierindustriellen und einem Jäger, wurde die Repression gegen den Tierschutz thematisiert.

Bananenrepublik-Grenzblockade bei Bratislava gegen Repression
Um auf die menschenrechtswidrige Verfolgung der TierschutzaktivistInnen in Österreich hinzuweisen, blockierten MenschenrechtsaktivistInnen aus der Slowakei am 9. März den Grenzübergang bei Bratislava nach Österreich. In Bananenkostümen wurden österreichische Flaggen mit Bananen als Staatswappen geschwenkt und an Personen, die nach Österreich einreisen wollten, Bananen mit dem Aufdruck „Produce of Austria“ verteilt.

Linguistischer Gutachter im Tierschutzprozess will € 50.000
Der linguistische Gutachter im Tierschutzprozess, der Grazer Dr. Wolfgang Schweiger, machte bisher bereits durch seine horrenden Rechnungen für seine fachlich nicht haltbaren Gutachten Schlagzeilen. Nachdem durch mehrere Zeugen Texte, die er dem Hauptangeklagten „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ zugeordnet hatte, anderen Personen zugeordnet werden konnten, gilt sein Gutachten als widerlegt. Doch Dr. Schweiger verlangt insgesamt € 50.000 für seine Sachverständigentätigkeit, inklusive weiteren € 12.000 für seine Stellungnahme zur Widerlegung seines Gutachtens.

Tierschutzprozess jetzt täglich von 9-21 Uhr!
Nachdem die Richterin angekündigt hatte, dass sie den Prozess abbrechen und die ZeugInnen der Verteidigung nicht mehr hören werde, sind für die nächsten Wochen bis 6. April 13 Prozesstage angesetzt worden, die von 9-21 Uhr dauern werden. Schon am 10. März wurde erstmals 12 Stunden durch verhandelt. Am 2. Mai möchte die Richterin dann ihr Urteil verkünden.

Keine Spendenabsetzbarkeit für Tierschutz
Nachdem die Spendenabsetzbarkeit eingeführt worden war, weigerte sich die ÖVP, diese auch auf Umwelt- und Tierschutzorganisationen anzuwenden. Nun verkündete der ÖVP-Finanzminister und Jäger Josef Pröll, zwar den Umweltschutz einzubeziehen aber den Tierschutz weiterhin auszuschließen. Das beweise, kritisierten TierschutzsprecherInnen, dass die ÖVP den Tierschutz als Feindbild habe und ihn mit allen Mitteln bekämpfen wolle.

Vorankündigungen

Heute Freitag ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer Demo Mariahilferstraße 111 in Wien
Tierrechtskongress in Wien von 8.-11. Dezember 2011, Informationen unter www.tierrechtskongress.at
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at
Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten