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Sendung vom 06.05.2011 11:00:

Das Urteil im Tierschutzprozess

Nach 98 Prozesstagen und 126 ZeugInnen wurden alle Angeklagten bzgl. aller Anklagepunkte freigesprochen. Die Polizei habe vor Gericht gelogen und vertuscht, sagte die Richterin.

Tierrechtsnachrichten von 22. April – 5. Mai 2011

Kleider Bauer Demos
Am 22., 23., 29. und 30. April hielten TierrechtlerInnen in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck Museumstraße Kundgebungen vor Kleider Bauer gegen Pelz ab.
Am 23. und 30. April gab es entsprechende Demonstrationen in der Linzer Landstraße.

Tierrechtsdemos
Am 19. und 28. April wurden am Stefansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Am 23. und 29. April gab es in Informationsveranstaltungen zu Tierrechten ganztags am Grazer Hauptplatz.

Komplette Freisprüche im Tierschutzprozess
Am 2. Mai war es endlich soweit. Nach 14 Monaten Prozess mit 98 Verhandlungstagen und 126 ZeugInnen wurde im Tierschutzprozess das Urteil gesprochen. Die Richterin sprach alle 13 Angeklagten in allen Anklagepunkten frei. Stattdessen sagte sie über die Polizei, sie habe vor Gericht gelogen, illegal ermittelt und das zu vertuschen versucht. Die Richterin meinte sogar, sie würde die Rundumschläge der Angeklagten gegen SOKO und Staatsanwaltschaft verstehen. Die Staatsanwaltschaft erklärte 1 Tag später, dass sie eine Berufung ankündige. Die Richterin muss nun innerhalb von 4 Monaten das Urteil schriftlich vorlegen und die fehlenden 60% der Protokolle nachreichen. Eine etwaige Berufungsverhandlung am Wiener Oberlandesgericht wird erst Anfang 2012 erwartet. Die Justizministerin gab bekannt, dass sie den Tierschutzprozess genau evaluieren wolle und eventuell einer Reform von § 278a zustimme.

Karsamstagskreuzigungsaktion für Tierrechte heuer in Linz
Mehr als 40 TierrechtlerInnen aus ganz Österreich trafen sich am 23. April in Linz um die alljährliche Kreuzigungsaktion durchzuführen. Nackt, mit Kunstblut triefende, lediglich mit Lendenschurz bekleidete und mit Masken von Kuh, Schwein und Huhn versehene Menschen trugen in Anlehnung an katholische Kreuzigungszüge Holzkreuze, während sie mit Peitschen, Stöcken und Fleischerbeilen von FleischhauerInnen angetrieben wurden. Die Gruppe zog vorbei an McDonalds und Kleider Bauer bis zum Linzer Dom und stoppte 2 Mal, um die Kreuze aufzustellen und die drei Personen anzubinden. „Wir sterben für Eure Ernährungssünden“ war auf einem der zahlreichen Transparente zu lesen.

Flashmob gegen Kastenstände
Am Dienstag den 27. April versammelten sich TierrechtsaktivistInnen am Stephansplatz in Wien, um dort zu verdeutlichen, dass die Schweineindustrie mit Rückendeckung der ÖVP jegliches Tierleid weder sehen noch hören will und Verbesserungen für die "Nutztiere" zu verhindern versucht. So verteilten sich die TeilnehmerInnen des Flashmobs mit Schweinemasken auf dem gesamten Stephansplatz. Dort verharrten sie für einige Minuten mit zugehaltenen Augen oder Ohren, wie es hieß „um die Ignoranz der ÖVP darzustellen – denn diese sei offenbar blind und taub gegenüber Tierleid!“.

350 auf Demomarsch für Tierrechte
Um für Tierrechte und ein absolutes Verbot der Kastenstände, das sind körpergroße Käfige für Zuchtsauen, zu protestieren, trafen sich am 30. April über 350 Menschen beim Westbahnhof in Wien und zogen mit Trommeln, Sprechchören und vielen Transparenten durch die Stadt. Über viele Stunden erklangen Sprechchöre wie "Könnt ihr die Schreie der Tiere nicht hören, wir müssen eure Ruhe stören!“ oder „Es hat gelebt, geatmet so wie wir, Fleisch ist ein Stück ermordetes Tier". Der Demozug hielt auch vor Geschäften mit besonders tierquälerischer Geschäftspolitik, wie z.B. Kleider Bauer, Hämmerle aber auch Supermärkten, die durch ihre schöngefärbte Werbung ihren KundInnen eine heile Tierwelt vorgaukeln würden.

Podiumsdiskussion Schweineindustrie versus Tierschutz
Am 3. trafen sich VertreterInnen von Tierschutz, Schweineindustrie, des Landwirtschaftsministeriums, des Gesundheitsministeriums, der Nutztierwissenschaften und der Volksanwaltschaft zusammen mit den TierschutzsprecherInnen aller Parlamentsparteien, um die Frage eines Verbots von Kastenständen zu diskutieren. Mehr als 200 Personen verfolgten die intensive 3 stündige Diskussion. Bei einer anschließenden Befragung des Publikums sprachen sich ausnahmslos alle Anwesenden einstimmig für ein absolutes Kastenstandverbot aus.

Hauptangeklagter des Tierschutzprozesses 24 Stunden im Schweinekastenstand am Stefansplatz in Wien
Von 4. Mai 11 Uhr bis 5. Mai 11 Uhr verbrachte der ehemalige Hauptangeklagte des Tierschutzprozesses nach seinem Freispruch in einem Sauenkastenstand, der am Stefansplatz im Wiener Stadtzentrum platziert wurden. Der Aktivist wollte damit darauf hinweisen, dass das ÖVP-Landwirtschaftsministerium gegenüber der Verordnung des SPÖ-Gesundheitsministeriums, das eine Reduktion der Zeit im Kastenstand von 12 auf 1 Monat pro Jahr vorsehen würde, ein Veto einlegen wolle. Da 80% der Bevölkerung für ein Kastenstandverbot seien, müsse dieses sofort kommen. Auch die ÖVP sei in einer Demokratie dem Volk verpflichtet.

JagdgegnerInnen stören Trophäenschau
Am 1. Mai gab es einen überraschenden run-in von TierrechtlerInnen in Imst in Tirol in eine jagdliche Trophäenschau. Die AktivistInnen entfalteten ein Transparent und riefen Parolen. Sie wurden vom Veranstalter und JägerInnen nach einiger Zeit aus dem Veranstaltungsraum gedrängt.

Vegan Bake Sale in Wien
Am 1. Mai verteilten TierrechtlerInnen in der Wiener Innenstadt vegane Kuchen gegen Spenden an PassantInnen und sammelten dabei über € 1600 für die Vegane Gesellschaft Österreich und das Tierparadies Schabenreith.

Keine Verbesserungen von Nerzfarmen in Schweden
Am 27. April stimmten die Abgeordneten im schwedischen Parlament über Verschärfungen des Gesetzes zur Haltung von Nerzen auf Pelzfarmen ab. Eine Mehrheit von 177 Abgeordneten wollte das bestehende Gesetz unverändert lassen, 132 sprachen sich für Verschärfungen aus und 25 enthielten sich der Stimme.

Nerzbefreiung in Finnland
Unbekannte AktivistInnen posteten am 3. Mai einen Film einer Nerzbefreiung in Finnland auf Youtube. Man sieht, wie Nerze in Plastikkübeln mit Luftlöchern aus einer Pelzfarm gebracht und in einem wasserreichen Gebiet ausgesetzt werden, siehe: http://www.youtube.com/watch?v=Dj_Rqmf9k24

14 Hunde aus Tierversuchslabor befreit
Am 30. April befreiten Unbekannte 14 Hunde aus dem Tierversuchslabor der Fakultät für Gesundheitsstudien der Universität von San Marcos in Peru. Die Hunde waren als Streuner auf der Straße eingesammelt worden und sollten bei studentischen Übungsoperationen verwendet und anschließend getötet werden.

Vorankündigungen

Heute Freitag ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer Demo Mariahilferstraße 111 in Wien
Veganmania 2011: 14. Mai St. Pölten, 21. Mai Linz, 27.+28. Mai Wien, 11. Juni Graz usw. www.veganmania.at
Tierrechtskongress in Wien von 8.-11. Dezember 2011, Informationen unter www.tierrechtskongress.at
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at
Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten