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Tierrechtsradio
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Sendung vom 23.09.2011 11:00:

38 ehemalige Tierversuchs-SchimpansInnen in Freigehege entlassen

In Tierversuchen 1976-1999 mit HIV und Gelbsucht infiziert, kamen 46 SchimpansInnen 2002 in Rehab in den Safaripark Gänserndorf. Erst jetzt konnten die überlebenden 38 in ihre Freigehege.

Tierrechtsnachrichten von 16. – 22. September 2011

Kleider Bauer Demos
In den letzten 7 Tagen gab es 5 Demonstrationen gegen Pelz bei Kleider Bauer, nämlich jeweils zwei Mal in Innsbruck und in Wien sowie ein Mal in Linz.

Tierrechtsdemos und -vorträge
Am 17. September wurden am Stefansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Ebenfalls am 17. September sprach ein österreichischer Tierrechtler als Gast der Tierrechtsgruppe „Tier im Focus“ in Bern in der Schweiz über „Tierschutz und Wirtschaft“. Die 25 Franken teuren Eintrittskarten zu dem Event – Vortrag und 3-gängiges Veganmenü – waren völlig ausverkauft.
Am 21. September gab es im Landia in Wien einen dreiteiligen Vortrag über Menschenaffenrechte, vom Leben der Menschenaffen in Freiheit, über Erfahrungen mit ihnen im ehemaligen Tierversuchslabor Orth an der Donau bis zum Personenrechtsprozess für den Schimpansen Hiasl.

Kampagne für ein Kastenstandverbot von Mutterschweinen
Am 16. September wurde bekannt, dass die österreichische Landwirtschaftskammer die Annahme von Protestpostkarten, die BürgerInnen von Tierschutzvereinen erhalten können, um sie an die Verantwortlichen zu schicken und für ein Kastenstandverbot für Mutterschweine zu plädieren, verweigerte und sie per Post zurückschicken ließ.
Bei einer Pressekonferenz des Landwirtschaftsministers Berlakovich am 21. September zur Frage der Nachhaltigkeit von Nahrungsmitteln intervenierte ein Dutzend TierrechtlerInnen und forderte, der Minister möge endlich dem Verbot von Kastenständen zustimmen.
Zur selben Zeit wurde ein neues, aktuelles Video zur Schweinehaltung in Österreich verbreitet, das die Realität zum Werbungsidyll in Kontrast setzte. Die Supermarktkette REWE reagierte sofort und sperrte die betroffenen Schweinebetriebe von weiteren Fleischlieferungen.
Am 21. September lehnte die Regierung einen von den Grünen im Parlament eingebrachten Entschließungsantrag ab, nach dem die zuständigen Ministerien für Gesundheit und Landwirtschaft dazu aufgefordert hätten werden sollen, alle bestehenden Widersprüche zwischen Verordnungen und Tierschutzgesetz zu reparieren. In erster Linie ging es dabei um die Erlaubnis nach der Schweinehaltungsverordnung, Kastenstände zu benutzen, was im Widerspruch zum Tierschutzgesetz steht.
Am 22. September empfingen ca. 20 TierrechtlerInnen Landwirtschaftsminister Berlakovich zu dessen Rede auf dem Badeschiff im Wiener Donaukanal und forderten erneut, er solle einen ernsthaften Vorschlag für die Reduktion der Zeit im Kastenstand während des Säugens der Ferkel vorbringen. Berlakovich behauptete, es gebe dazu bereits Gespräche mit Gesundheitsminister Stöger. Dieser war für ein Kommentar nicht erreichbar.

Gewalteskalation bei Protesten gegen den Pferdemarkt Abtenau
In Abtenau in Salzburg findet jährlich ein Pferdemarkt statt, an dem die Tiere zumeist an Schlächter für die Feischproduktion verkauft werden. Wie jedes Jahr gab es auch heuer am 22. September Proteste von TierrechtlerInnen dagegen. Als ein Viehhändler frisch gekaufte Fohlen mit Schlägen in seinen Transporter verlud. TierrechtlerInnen intervenierten und die Gewalt eskalierte. Die anwesenden PassantInnen solidarisierten sich mit den TierrechtlerInnen, doch letztendlich konnte der Pferdetransporter mit seinen für die Schlachtung bestimmten Tierkindern abfahren.

Ehemalige Weltmeisterin aus Schutzhundewettkämpfen ausgeschlossen
Nachdem bekannt geworden war, dass die österreichische Weltmeisterin des sogenannten Schutzhundesports, bei dem Hunde dazu abgerichtet werden, mit Beißschutz versehene Menschen anzugreifen, mit illegalen Elektroschockgeräten, Stachelhalsbändern und physischer Gewalt ihre Hunde ausgebildet hatte, wurde sie am 20. September von der weiteren Teilnahme an derartigen Wettkämpfen ausgeschlossen.

Neues Terrorpräventionsgesetz beschlossen
Mit den Stimmen der SPÖ beschloss die Regierung am 21. September ein neues Terrorpräventionsgesetz. Danach werden in Zukunft auch ein großer Lauschangriff und ähnliche Überwachungsmaßnahmen erlaubt sein, wenn nur eine Einzelperson einer Straftat verdächtigt wird. Bisher musste der Verdacht vorliegen, es handle sich um eine kriminelle Organisation oder terroristische Vereinigung. Zusätzlich wurden das öffentliche Gutheißen von Gewalt und die Teilnahme an einem sogenannten Terrorcamp strafbar. SprecherInnen der Zivilgesellschaft kritisieren, dass diese Bestimmungen keine terroristischen Anschläge verhindern, aber die bürgerlichen Freiheiten weiter einschränken werden, sodass politisches Engagement behindert wird.

Vorankündigungen

Am 2. Oktober gibt es einen Tierschutzlauf in Wien, Anmeldungen unter www.tierschutzlauf.at
Heuer gibt es wieder Animal Liberation Workshops, 8.-9. Oktober in Innsbruck, 15.-16. Oktober in Wien, 23. Oktober in Klagenfurt, 5.-6. November in Graz, 12.-13. November in Linz und am 19. November in Dornbirn, siehe www.animal-liberation.at
Tierrechtskongress in Wien von 8.-11. Dezember 2011, Informationen unter www.tierrechtskongress.at
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at