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Radio Polonia Wieden
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Sendung vom 05.06.2007:

"Robotobibok"-muzyka i wywiad

Muzyka i aktualności polonijne

Magazyn "Wiadomości" Andrzej Magielski.Calość prowadzi Jerzy Łaciuk.
Korespondencja e-mail-Anna Łaciuk.Nasz adres:
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Zapraszamy.
Robotobibok - die 4-köpfige Band aus Wrocław präsentiert Elektro-Jazz vom Feinsten. Das Quartett überzeugt das Publikum durch musikalische Virtuosität und Improvisation. Die Musiker knüpfen nahtlos an die Ursprünge des Elektro-Jazz der 1970er Jahre an, vermeiden aber jede Wiederholung. Stets auf der Suche nach neuen Formen und Strukturen, die heute elektronisch möglich sind, integrieren sie bewusst Instrumente der analogen Ära in ihre Stücke. Sie sind bei den wichtigsten europäischen Festivals aufgetreten: XI Warsaw Summer Jazz Days 2002, Sergey Kuryokhin International Festival 2003 in Berlin, Eurosonic Festival 2004 in Groningen, 16th Dour Festival in Dour, 26th Jazzfestival Saalfelden 2004, Leipziger Jazztage 2005, Sziget Festival 2005. Live sind Robotobibok atemberaubend, und ihre Tourneen durch die Niederlande, Belgien und Frankreich haben ihre Fangemeinde wieder vervielfacht.

ROBOTOBIBOK IN PRESSE UND TV
Bert Noglik, Leipziger Volkszeitung, 2003
Robotobibok - live reviev
"Phantasie bring Faulenzer in Fahrt
Das Quintett Robotobiok aus Wroclaw überzeugte mit New Electronica in Polnischen Institut
Robotobibok ist eine Wortneuschöpfung, die nur im Polnischen einen Sinn ergibt: ein Kompositum aus
Roboter und Faulenzer, also eigentlich ein Widersinn und somit passend zu einer Band, die sich
paradoxer Mittel der musikalischen Gestaltung bedient. Robotobibok nennt sich ein Quintett aus
Wroclaw, das sich den manchmal roboterähnlichen Rhythmen von Drum'n'Bass verschrieben hat,
dabei aber genügend Inspirationskraft aufbringt, um dem maschinengleichen Geschehen andere
Klang - und Sinnebenen hinzuzufügen oder entgegenzusetzen.
Beim Konzert im Polnischen Institut wurde die mit Trompete, Saxophon, Gitarre, Kontrabass und
Schlagzeug besetzte Band ihrem Namen durchaus gerecht. Kürzelhafte Themen und ungezügelte
Improvisationen der Bläser flatterten über treibende Rhythmen sowie dichte und vielschichtige
Klangballungen, die alle fünf auf den keineswegs als Nebeninstrumente rangierenden elektrischen
Keyboards realisierten. Robotobibok erzeugte tranceähnliche Wirkungen, ohne in einen
neuenIrrationalismus zu flüchten. Und wenn die Musiker zum Schluss beim Spielen auf der Bühne
einschliefen, dann war das nicht wirklich ernst, sondern witzig gemeint, um einen am Steuer
einschlafenden U-Boot- Fahrer zu ironisieren.
In den Titeln der Stücke von Robotobibok spiegeln sich submarine Welten, Ufos und
Sauerstoffprobleme auf der Raumstation Mir. Das erinnert an die frühe elektronische Musik, die sich
für viele am leichtesten mit dem Kosmischen assoziieren ließ. Doch Robotobibok braucht sich im
Grunde keine Phantasiebilder auszuborgen. Die New Electronica, derer sich die Band bedient, sind
alltägliche, erdhafte Realität der alternativen Clubszenen geworden, und die auf dem Moog
Synthesizer eingewobenen Sounds wirken heute schon wie ein surreales Element von Nostalgie. Mit
ihrem Klanglaborieren stehen diese jungen Musiker auf den Schultern von Miles Davis, dessen Musik
der achtziger Jahre sie mit den Erfahrungen einer Generation anreichern, die nicht nur mit Jazz,
sondern auch mit Techno aufgewachsen ist. Das, was man früher Stil genannt hat, entwickelt sich in
solcher Musik durch die raffinierte Mischung der Sounds und jene Spur von Unberechenbarkeit, die
Musiker von Roboteren unterscheidet."