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Sendung vom 09.04.2010 11:00:

Update Ende 5. Woche Tierschutzprozess

Im Verfahren gegen 13 TierschützerInnen hat am Ende der fünften Woche die Befragung der SOKO begonnen.

Tierrechtsnachrichten von 2. – 8. April 2010

Kleider Bauer Demos
Am 2. und 3. April wurde in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck Museumstraße vor Kleider Bauer gegen Pelz demonstriert.
Am 3. April gab es zusätzlich noch derartige Demos in Linz Landstraße und Wr. Neustadt Wienerstraße.

Tierrechtsdemos
Am 6., 7. und 8. April wurde vor dem Gesundheitsministerium und am 6. April am Schwedenplatz und am 7. April am Stefansplatz jeweils in Wien gegen die Käfighaltung von Kaninchen protestiert.
Am 2. April demonstrierten AktivistInnen vor der Volksoper in Wien gegen die Repression.
Am 3. April wurden am Schwedenplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt und in Eisenstadt gab es eine Kundgebung zu Tierrechten.

Kreuzigungsaktion österr. TierschützerInnen in München
Der diesjährige tierliche Kreuzigungsumzug österreichischer TierrechtlerInnen am Ostersonntag dem 4. April fand in München in Deutschland statt. 3 AktivistInnen mit Hühner-, Rinder- und Schweinemaske verkleidet und im Lendenschurz, trugen Kreuze und ließen sich auf ihrem Weg 3 Mal ans Kreuz heften. Etwa 70 TierrechtlerInnen zogen mit dem imposanten Marsch mit. Die SOKO gegen den Tierschutz nannte derartige Aktionen militant und erwähnte sie als Hinweis auf eine kriminelle Organisation.

Tierschutzprozess: Vernehmung von PolizeibeamtInnen begann
Die fünfte Woche des Tierschutzprozesses ist am 8. April zuende gegangen. Es wurde mit der Vernehmung einer der SOKO-LeiterInnen begonnen. Sie erklärte, dass die Ermittlungen durch in Tierrechtsgruppen eingeschleuste Spione, durch bezahlte Vertrauenspersonen aus dem Tierrechtsmilieu, durch Peilsender, Videofallen und Lauschangriffe keine verwertbaren Ergebnisse gebracht hätten. Die Angeklagten seien lediglich aufgrund ihrer Bekanntschaft zu einer Person, die ihre DNA-Spuren bei einer minimalen Sachbeschädigung gegen ein Neonazi-Treffen hinterlassen hatte, verdächtig geworden. Dabei eskalierte das Klima in der Verhandlung komplett und ZuschauerInnen wurden von der Polizei entfernt.

Steirische Schweinefabrik: permanente Übertretungen aufgedeckt!
Bereits im Sommer hatten TierrechtlerInnen eine Schweinefabrik mit über 1000 Tieren bei Leibnitz in der Südsteiermark wegen massiver Überbelegung angezeigt. Dabei stellte sich heraus, dass der Betrieb nicht einmal eine behördliche Bewilligung hatte. Doch trotz dieser Umstände hat sich nichts geändert. Am 6. April wurden wieder Fotos und Filme aus der Fabrik veröffentlicht und die Zustände waren unverändert. Ein Tierrechtssprecher kommentierte, dass sich dabei wieder das unveränderte Vollzugsdefizit im Tierschutz zeige.

Großbritannien schafft weltgrößtes Meeresschutzgebiet
Die britische Regierung hat am 2. April rund um den Chagos-Archipel im Indischen Ozean das größte Meeresschutzgebiet der Welt eingerichtet. Auf einer Fläche von 545.000 Quadratkilometer soll in Zukunft auch die kommerzielle Fischerei verboten werden, verkündete der britische Außenminister David Milibrand.

Kalifornien verlangt Pelz-Kennzeichnung
Die Forderung nach einer Kennzeichnung von Tierprodukten wird von Tierschutzgruppen häufig vorgebracht, um den KonsumentInnen eine Auswahl nach Tierschutzkriterien zu ermöglichen. Am 5. April entschied das kalifornische Parlament 46:7 für die Einführung einer Kennzeichnung für Kleidungsstücke mit Tierpelz. Diese Kennzeichnungspflicht gilt allerdings nur für Produkte, die mehr als 150 Dollar kosten.

Brandanschlag gegen Tierversuchslabor in Schweden
Ein Neubau für einen Tierstall für Tierversuche an der Universität Umea in Schweden ist am 4. April in Flammen aufgegangen. Die BrandstifterInnen waren nach Medienberichten durch eine Scheibe in das Innere des Gebäudes gelangt, um ihre Brandsätze zu legen.

Versenkung eines Walfangbootes vereitelt
Am 3. April drangen AktivistInnen der Gruppe Agenda 21 in den frühen Morgenstunden in den Maschinenraum eines Walfangschiffes in Svolver 1000 km nördlich von Oslo in Norwegen ein und öffneten die Ventile. Doch noch bevor genügend Meerwasser eingedrungen war, sodass das Schiff gesunken wäre, hatte der Besitzer den Vorfall entdeckt und die Ventile geschlossen. Im Bekennerschreiben stand: „Norwegen hat eine Erhöhung der Walfangquote angekündigt, also kündigen wir eine Erhöhung der Walfangschiffversenkungsquote an“. Dieser ist bereits der siebte Anschlag gegen ein Walfangschiff in Norwegen, seitdem Norwegen im Jahr 1992 den illegalen Walfang wieder aufgenommen hat.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten